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01.01.2022, 01:30 Uhr

Ovechkin zeigt eine gute Leistung

3:1 Sieg für Washington gegen Detroit

Þ01 Januar 2022, 17:50
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Washington Capitals

Hätte es ein würdigeres Jahresende in der NHL geben können? Superstar Alex Ovechkin von den Washington Capitals drückte der letzten Begegnung seiner Mannschaft im Kalenderjahr 2021 einmal mehr seinen Stempel auf. Der Routinier traf knapp drei Minuten vor Spielende mit einen Powerplaytreffer zum 2:1 für seine Farben, legte damit die Grundlage für den 3:1-Erfolg der Hauptstädter in der Little Caesars Arena. Und mehr noch: Es war sein insgesamt 275. Treffer in numerischer Überzahl auf dem Eis, was ihn in der ewigen Bestenliste der Liga an Dave Andreychuk vorbei befördert und zum alleinigen Spitzenreiter in dieser Kategorie macht.

Während Matchwinner Ovechkin und die Capitals (20-6-7) den Jahreswechsel also entsprechend ausgelassen feiern und genießen konnten, gestaltete sich auf der Gegenseite das Ende von 2021 für die deutschen Thomas Greiss und Moritz Seider sowie ihren Schweizer Teamkameraden Pius Suter weniger erfreulich. Und das, obwohl alle drei durchaus ihr Scherflein auf dem Eis beitrugen, dafür aber am Ende nicht mit etwas Zählbarem für die Tabelle belohnt wurden.

Ovechkins Meilenstein konnte exakt 2:51 Minuten vor Schluss nach einem Pass von Evgeny Kuznetsov gefeiert werden. "Es ist ein großartiger Moment für mich, für die Mannschaft, für die Fans und auch für das Spiel", sagte der Torschütze ungewohnt emotional. "Jetzt ist es vorbei und wir können weitermachen", gab er sich ob der Tatsache, dass er diesen Rekord nun alleine innehat fast schon erleichtert.

Der gebürtige Moskauer hatte in dieser geschichtsträchtigen Situation sogar etwas Glück, denn das Tor, das kurz vor Ablauf einer Strafe der Red Wings fiel, wurde von den Schiedsrichtern ursprünglich als Tor bei gleicher Mannschaftsstärke auf dem Eis gewertet, aber nach einer von den Capitals beantragten Überprüfung der Zeitmessung nach dem Spiel offiziell in einen Powerplaytreffer umgewandelt.

Das 2:1 für die Gäste war zugleich Ovechkins 119. Siegtor in der NHL, womit er Phil Esposito auf Platz drei in der Geschichte überholte. "Deshalb ist er einer der größten Torschützen, die je in diesem Spiel gespielt haben", sagte Red Wings-Verteidiger Marc Staal voller Anerkennung. "Wenn man ihm eine Chance gibt, wird er sie nutzen und ins Netz treffen." Ovechkin liegt in der NHL bei den Game-Winning-Goals jetzt nur noch hinter Jaromir Jagr (135) und Gordie Howe (121).

Doch mit diesem vielbeachteten Meilenstein alleine war der Abend für Ovechkin nicht beendet, denn er erzielte 41 Sekunden vor dem Schluss noch den Treffer zum Endstand. Damit hat er jetzt 754 NHL-Tore erzielt, 24 davon in dieser Saison. Mit dem Treffer ins verwaiste Tor erzielte er seinen 1.370. NHL-Punkt und überholte Johnny Bucyk auf Platz 25 in der Liga-Geschichte. Der Kapitän der Capitals hat in dieser Saison bereits 50 Punkte erzielt.

"Ich glaube, als sie das erste Tor erzielten, hat uns das wachgerüttelt", erinnerte er sich nach der Schlusssirene. "Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns wirklich gesteigert. Wir haben mit mehr Intensität gespielt und waren körperlich stärker.

Dieser Gegner scheint den Hauptstädtern dabei besonders zu liegen, denn Washington hat seit dem 18. November 2015 (12-0-3) in 15 Spielen in Folge gegen die Red Wings stets gepunktet. "Ich glaube nicht, dass wir in der ersten Hälfte des Spiels gut drauf waren", befand Trainer Peter Laviolette. "Es hat wohl bis zur zweiten Hälfte des zweiten Drittels gedauert, bis wir besser ins Spiel gefunden haben."

Detroit (15-14-3) musste auf der anderen Seite mit der Tatsache zurechtkommen, dass die Mannschaft seit dem 18. Dezember kein Spiel mehr bestritten hatte. Torhüter Greiss spielte trotz dieser Widrigkeit stark, seine 24 Paraden reichten den Gastgebern kurz vor dem Jahreswechsel aber nicht mehr zu einem Zähler.

"Es war schwer, unsere Beine und unser Timing wiederzubekommen, nachdem wir so lange kein Spiel bestritten hatten", erklärte Staal. "Wir hatten in den letzten zwei Wochen nur ein einziges Training mit dem gesamten Team, weil so viele Jungs im (NHL COVID-19) Protokoll waren." Suter brachte die Red Wings in der 22. Minute trotz allem mit 1:0 in Führung, als er einen Pass von Sam Gagner kurz vor Ende des Powerplays einnetzte. Es war sein sechster Saisontreffer. Doch dieser sollte nicht ausreichen. Seider verbuchte an diesem Abend keine Punkte, stand aber 22:39 Minuten auf dem Eis.

"Die Art und Weise, wie wir ins Spiel gekommen sind, hat mir sehr gut gefallen, vor allem nach der langen Auszeit", lobte Detroits Trainer Jeff Blashill trotz des späten Rückschlags sein Team. "Ich denke, unser Forechecking war nicht gut genug, aber wir haben Chancen kreiert und waren am Ende des Spiels voll da. Leider haben sie die großen Spielzüge gemacht, die sie brauchten."

Kuznetsov gelang in der 36. Minute der Ausgleich. Capitals-Verteidiger Lucas Johansen, der an Silvester sein NHL-Debüt gab, erhielt dabei einen Assist gutgeschrieben. "Das war ziemlich cool", freute sich Johansen hinterher. "Ich habe versucht, mich nur auf das Spiel zu konzentrieren, aber jetzt, wo es vorbei ist, kann ich es ein bisschen genießen. Ehrlich gesagt habe ich keinen besonders guten Pass gemacht, aber Kuznetsov ist so geschickt, dass man den Ball einfach in seine Nähe bringen und ihn etwas machen lassen muss."

In der Folgezeit schlug dann die große Stunde von Ovechkin, der dem Jahresende 2021 aus Sicht aller Capitals-Fans einen mehr als würdigen Rahmen verlieh.

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