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(2:0) - (1:1) - (2:0)
04.05.2023, 00:00 Uhr

Hurricanes legen in der Serie vor

5:1 Sieg gegen die New Jersey Devils

Þ04 Mai 2023, 10:43
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Carolina-Hurricanes

Die New Jersey Devils haben am Mittwochabend in der PNC Arena Spiel 1 der 2. Runde der Stanley Cup Playoffs 2023 mit 1:5 bei den Carolina Hurricanes verloren. Ein bitterer Abend auch für New Jerseys Schweizer: Torwart Akira Schmid, bis dahin das Playoff-Monster der Devils, wurde bereits in der 22. Minute ausgewechselt. Power Forward Timo Meier konnte gar nicht erst auflaufen.

Hurricanes nehmen sofort an Fahrt auf

Neue Serie, neuer Gegner, neue Herausforderung: New Jersey wurde in Spiel 1 in Carolina regelrecht überrumpelt.

"Genau so wollten wir es angehen", sagte Hurricanes-Trainer Rod Brind'Amour. "Durch die lange Pause hatte ich Bedenken und wusste nicht, wie wir darauf reagieren würden. Aber man konnte sehen, dass wir die frischeren Beine hatten. Ich muss meine Jungs loben, sie waren bereit."

Die Hurricanes kamen aus der Kabine geschossen, wie die Feuerwehr, dominierten das erste Drittel mit 10:1 Schüssen und gingen leistungsgerecht mit 2:0 in Führung.

Den Anfang machte Verteidiger Brett Pesce, dessen Distanzschuss durch den Verkehr hindurch im linken Winkel zum 1:0 einschlug (10.). "Unser Start war genau so, wie wir es wollten. Wir haben schnell und hart gespielt und die Pucks zum Tor gebracht", war Pesce zufrieden.

Wenig später brach Carolinas Stürmer Seth Jarvis mit einem schnellen Vorstoß durch und besorgte das 2:0 (15.). "Ich habe mir gedacht: Ich muss laufen, laufen, laufen", so Jarvis. "Am Ende konnte ich nach innen ziehen und Schmid hat wohl mit einem Pass gerechnet, also war der Schuss meine einzige Option."

Devils-Trainer Lindy Ruff haderte derweil mit einem Kaltstart seiner Mannschaft: "Sie haben viel Druck gemacht. Ihre Verteidiger waren enorm in ihr Forechecking involviert. Wir konnten im ersten Drittel nicht genug von den 1-gegen-1-Duellen gewinnen."

Playoff-Held Schmid wird früh gezogen

Mit dem ersten Torschuss im zweiten Drittel erhöhten Carolina auf 3:0. New Jerseys Schweizer Verteidiger Jonas Siegenthaler hatte in einem Zweikampf seinen Helm verloren und war gerade Richtung Bank abgedreht, da schlugen die wilden Hurricanes zu: Jordan Martinook passte aus der Nahdistanz frech auf den zweiten Pfosten, wo Jesperi Kotkaniemi per Tip-in auf 3:0 stellte (22.). Für den Finnen war es der erste Treffer im 21. Playoff-Spiel für Carolina. "Wir saßen irgendwie da und haben uns die Finger geleckt. Wir hatten fünf Tage nicht gespielt, also waren wir frisch und bereit, das Ding zu rocken", erklärte Martinook die Leichtigkeit im Spiel der Hurricanes.

Ruff hatte derweil genug gesehen, und nahm seinen Playoff-Helden vom Eis: Schmid war in der Serie gegen die Rangers der Unterschiedsspieler und konnte beeindruckende Statistiken vorweisen (fünf Starts, vier Siege, 1,38 Gegentore/Spiel, 95,1 Prozent Fangquote, zwei Shutouts). In Spiel 1 der 2. Runde allerdings kassierte der Schweizer Torwart auf elf Torschüsse drei Gegentore (72,7 Prozent Fangquote).

"Wir sind von einem emotionalen Sieg gekommen und mussten uns schnell umstellen, insbesondere aufgrund der Energie, mit der Carolina begonnen hat", so Ruff. "Sie haben uns von Anfang an in die Ecke gedrängt. Wir konnten es nicht umsetzen und müssen ihnen ein großes Lob aussprechen. Ich kann mir nur vorstellen, wie groß die Emotionen waren und dass einem viele Leute sagen, was für ein unglaubliches Spiel das vorherige war. Wir hatten alle dieses Gefühl. Also denkst du, dass das ziemlich gut ist and dann werden dir heute so die Augen geöffnet. Du wirst sofort in die Playoffs zurückgeholt."

Diese Maßnahme sorgte immerhin für einen Hallo-Wach-Effekt bei New Jersey, das das zweite Drittel mit 9:6 Schüssen nun deutlich ausgeglichener gestaltete. Stürmer Nathan Bastian stoppte die Blutung mit dem Treffer zum 1:3 (26.) zumindest vorübergehend.

"Wir haben viel Selbstvertrauen in der Mannschaft und wissen, dass das erste Drittel nicht gut genug war. Das Positive ist, dass wir im zweiten Drittel zurückgekommen sind und angefangen haben, unser Spiel ein bisschen zu fühlen", sagte Bastian. "Es gibt keinen Zweifel in dieser Mannschaft, dass wir es das nächste Mal besser angehen werden."

Devils hadern auch mit der Offensive - Meier verletzt

Im Schlussdrittel erhöhte Verteidiger Brady Skjei auf 4:1 (51.). Den primären Assist lieferte Sebastian Aho, der seine Punkteserie damit auf vier Spiele ausbauen konnte (3-3-6). Ein Empty-Net-Treffer von Jesper Fast schraubte den Endstand noch auf 5:1 für die Hurricanes (57.).

"In jedem Spiel gibt es Höhen und Tiefen, die du kontrollieren musst. Wir wussten, dass sie uns unter Druck setzen würden. Sie haben viele gute Spieler in ihrem Team. Ich bin froh, dass wir uns im dritten Drittel noch einmal zusammenraufen konnten", freute sich Carolinas Starter Frederik Andersen (17 Saves, 94,4 Prozent Fangquote) über den Sieg in Spiel 1.

Die 18 abgegebenen Torschüsse von New Jersey waren die wenigsten in den Playoffs 2023. Den Devils kostete also nicht nur der Fehlstart, sondern auch die Durchschlagskraft in der Offensive den Sieg. Der Schweizer Kapitän Nico Hischier blieb ohne Scorerpunkt. Landsmann Timo Meier konnte wegen einer Verletzung (harter Check von Jacob Trouba in Spiel 7 gegen die Rangers) gar nicht erst auflaufen. "Jedes Team hat mit Verletzungen zu kämpfen und man muss damit umgehen. Die Gruppe muss das ausgleichen", sagte Ruff. "Timo ist day-to-day."

Und damit auch fraglich für Spiel 2 der Serie, das am Freitag (8 p.m. ET; NHL.tv; Sa. 2 Uhr MESZ) erneut in der PNC Arena in Raleigh steigt.

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