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(1:1) - (1:2) - (0:1)
15.03.2023, 19:30 Uhr

Die Roten Teufel gewinnen in Kaufbeuren

4:2 Auswärtssieg bei den Jokern

Þ15 März 2023, 22:57
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badnauheim
badnauheim

Um exakt 21:53 Uhr jubelten die rund 50 mitgereisten Fans in rot und weiß. Der EC Bad Nauheim hat den Bann gebrochen und endlich wieder einen Sieg in Kaufbeuren eingefahren. Zum Auftakt der Playoff-Viertelfinalserie triumphierten die Roten Teufel am Mittwochabend vor 3100 Zuschauern mit 4:2 (1:1, 2:1, 1:0) in der „Erdgas Schwaben Arena“. Fabian Herrmann (im Powerplay), Patrick Seifert, Grayson Pawlenchuk und Tim Coffman erzielten die Treffer beim schwer erkämpften Erfolg im Allgäu. Am Freitag (19:30 Uhr) steht im Colonel-Knight-Stadion Spiel Nummer zwei auf dem Terminplan.

„Unser Glück war, dass es nach dem ersten Drittel 1:1 stand. Ab dem zweiten Drittel haben wir dann ins Spiel gefunden. Aber wir wissen, dass wir in den nächsten Begegnungen besser spielen müssen, um Kaufbeuren in dieser Serie zu bezwingen“, resümierte Trainer Harry Lange nach der nervenaufreibenden Partie.

Vor dem Auftaktmatch hatten beide Clubs jeweils eine Vertragsverlängerung kommuniziert. Offensivverteidiger Alexander Thiel unterschrieb beim ESVK für weitere zwei Jahre, und auf Seiten des EC bleibt Top-Scorer Tim Coffman auch in der Saison 2023/24 in der Wetterau. Die „P-Frage“ beantwortete Harry Lange wie in den letzten Spielen: Pawlenchuk für Pollastrone, der nach seiner Verletzung in den letzten Tagen zwar leicht trainierte, aber noch nicht bei 100 Prozent ist.

Bei den Gastgebern kehrte Verteidiger Simon Schütz ins Lineup zurück, Mikko Lehtonen nahm als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz. Im neuen schwarz-roten Playoff-Jersey starteten die Hausherren mit viel Schwung, mit Speed und hoher Intensität. Bad Nauheim hielt dagegen. Bereits nach 22 Sekunden wanderte Patrick Seifert wegen Spielverzögerung in die Kühlbox, aber Torwart Felix Bick und seine Vorderleute verteidigten das eigene Gehäuse geschickt, die erste brenzlige Situation war überstanden.

In der fünften Minute zappelte der Puck dann im Nauheimer Netz. John Lammers verwertete einen Rebound zur Führung. Ein verdeckter Schuss (7.) von Jordan Hickmott bedeutete die erste zarte EC-Gelegenheit. Die besseren Chancen besaß in der Folge der stürmische ESVK, aber Tyler Spurgeon (8.), Max Oswald (9.), Jakob Lagacé (11.), der auffällige Markus Lillich (12./18.) sowie Markus Schweiger (14.) scheiterten allesamt.

Als Top-Scorer Lagacé auf die Strafbank musste (19.), schlug der EC eiskalt zu. Die Scheibe wanderte über Tim Coffman und Kevin Schmidt zu Fabian Herrmann – und der frisch gekürte „U21-Förderspieler des Jahres“ überwand Daniel Fießinger, den „Torhüter des Jahres“, zum 1:1-Ausgleich noch vor der Drittelsirene. Das Torschussverhältnis sprach mit 14:6 für die Truppe von Coach Marko Raita.

In enger Taktung rollten die ESVK-Angriffe auch zu Beginn des zweiten Abschnitts auf Bicks Tor vor dem Gäste-Fanblock. Nauheims Schlussmann behielt gleich nach 38 Sekunden im Eins-gegen-eins-Duell mit Spurgeon die Oberhand. Gegen Sebastian Gorciks satten Handgelenkschuss (25.) zum 2:1 war allerdings kein Kraut gewachsen.

Ein kurios abgefälschter Schuss von Patrick Seifert (26.) führte postwendend zum Ausgleich. Effizienz pur aus EC-Sicht. Und es kam noch besser. Christoph Körner setzte Grayson Pawlenchuk in Szene, der Kanadier ließ sich nicht lange bitten – zum ersten Mal stand eine Führung der Roten Teufel auf der Anzeigetafel. Ein Wirkungstreffer für den Favoriten, die Rot-Weißen lösten sich mehr und mehr aus der Kaufbeurer Umklammerung. Bick entschärfte Chancen von Joey Lewis (31.) und Simon Schütz (34.), und der EC überstand auch eine 16-sekündige 3:5-Unterzahl folgenlos. Der Bick-Save (39.) sicherte den knappen Vorsprung zur zweiten Pause.

Im Schlussabschnitt verpuffte zunächst ein EC-Powerplay ohne Wirkung. Die hochkarätigsten Möglichkeiten ergaben sich bei Vier-gegen-Vier, als Kevin Schmidt und Coffman hauchdünn verpassten. Auf der Gegenseite zielte Lillich (54.) nicht genau genug. „Goldhelm“ Coffman sorgte anschließend für Riesen-Freude im Nauheimer Lager und stellte mit dem 4:2 aus der Sicht des EC die Weichen auf Auftaktsieg. Auch der sechste Feldspieler anstelle von Fießinger und ein Timeout änderten nichts mehr am Resultat.

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