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Η-Ζ
(1:1) - (0:0) - (1:1) - (1:0 ОТ)
21.03.2023, 19:30 Uhr

Nackenschlag in der Overtime

Ravensburg unterliegt in Landshut

Þ22 März 2023, 21:25
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ravensburg
ravensburg

Die Viertelfinalserie zwischen den Ravensburg Towerstars und dem EV Landshut nimmt immer spannendere Züge an. In einem packenden Match musste sich das Team von Coach Peter Russell in der 1. Overtime durch einen unglücklich abgefälschten Puck geschlagen geben. Damit geht die Serie beim Stand von 2:2 am Freitag zurück nach Ravensburg.

Die Towerstars liefen für das vierte Duell der „Best-of-seven“ Serie in Landshut in gleicher Besetzung auf wie am Sonntag und hatten schon in der Startminute ein paar gute Szenen vor dem gegnerischen Tor. Das galt aber auch für den EV Landshut, insgesamt war die Anfangsphase flott vorgetragen und hatte so gut wie keine Unterbrüche. Rund viereinhalb Minuten waren gespielt, als die Towerstars ein Abstimmungsproblem der Gastgeber eiskalt zur 0:1 Führung nutzen konnten. Sam Herr bediente den auf links mitgelaufenen Kollegen Nick Latta, der hatte beim Abschluss das halboffene Tor vor sich und daher keine Mühe einzuschieben. In den Folgeminuten hatten die Towerstars optische Vorteile, die nach sieben Minuten allerdings verpufften. Louis Latta zog vor dem eigenen Tor ein Notfoul und kassierte zwei Minuten, die nachfolgende Unterzahl überstanden die Oberschwaben aber ohne Probleme.

Zwischen der 10. und 15. Minute neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, erst eine Strafzeit gegen Maximilian Forster verschaffte den Towerstars wieder nennenswerte Tormöglichkeiten. Das Powerplay war durchaus druckvoll, an Luca Gracnar im Landshuter Tor gab es allerdings kein Vorbei. Alles andere als zufrieden war Towerstars Coach Peter Russell, dass es in der Schlussphase nach dem Pfiff der Schiedsrichter zu einem Stockschlag samt Strafzeit gegen Louis Latta kam. Die zwei Minuten Unterzahl spielten die Oberschwaben auch souverän über die Zeit, doch nur drei Sekunden nachdem der Ravensburger Stürmer von der Strafbank ins Spiel zurückgekommen war, schlug die Scheibe zum 1:1 Ausgleich ein. Ärgerlich, denn auf der Uhr des ersten Spielabschnitts standen nur noch vier Sekunden.

Das zweite Spieldrittel offenbarte zunächst nicht mehr ganz so hohes Tempo und einen Mix aus zerfahrenen Phasen, aber auch schnellen Kontern auf beiden Seiten. Zwar hatten die Towerstars viel Puckbesitz, die druckvolleren Szenen verbuchten aber die Gastgeber. Nicht viel fehlte allerdings in einer stärkeren Phase der Towerstars ab der 34. Minute. Robin Drothen bekam völlig frei stehend am rechten Pfosten die Scheibe aufgelegt, Luca Gracnar parierte aber stark mit den Beinschonern. Eine Zeigerumdrehung später hämmerte Nick Latta den Puck aus kurzer Distanz an die Querlatte. Problematisch waren wie auch im ersten Abschnitt für die Towerstars die Strafzeiten. So setzte es zwei Minuten vor der Pause zwei Minuten für Robbie Czarnik, dem ein Klärungsversuch im eigenen Drittel missglückte und die Scheibe ins Fangnetz segelte. In der 39. Minute brannte dann auch prompt der Torjubel der Gastgeber auf, allerdings hatte der Landshuter Stürmer den Puck mit dem Schlittschuh ins Tor befördert, der Treffer zählte nicht.

Die ersten Minuten des Schlussdrittels plätscherten zunächst vor sich hin, doch dann sorgte der Schuss von Landshuts Daniel Bruch für ein neues Spiel. Die Scheibe, die von der blauen Linie aus der Drehung in Richtung Ravensburger Tor rutschte, fanden durch Freund und Feind hindurch den Weg zum 2:1 über die Linie. Die Towerstars zeigten eine starke Reaktion, ließen danach die Scheibe schnell in Richtung Landshuter Zone laufen und glichen den Spielstand zur Freude der rund 80 Ravensburger Fans wieder aus. Charlie Sarault wurde im Slot freigespielt und ließ dem gegnerischen Keeper keine Chance. Auch danach gehörte das Spiel bis auf wenige Landshuter Konter den Towerstars, doch in der 58. Minute lauerte die nächste Gefahr. Im Getümmel vor dem Tor blockierte Denis Pfaffengut den Puck im Torraum mit der Hand, der gut postierte Hauptschiedsrichter Markus Schütz entschied auf Penalty. Marco Pfleger lief für die Hausherren an, Jonas Langmann parierte allerdings glänzend, es blieb beim 2:2 und erstmal in dieser Serie musste das Spiel in einer Verlängerung entschieden werden.

In der Overtime klappten beide Teams sprichwörtlich die Visiere nach oben und es sollte an Dramatik nicht fehlen. Landshut verbuchte zwei Pfostenschüsse innerhalb einer Minute, die Towerstars hatten durch Josh MacDonald bei einem 2 gegen 1 Break den Siegtreffer vor Augen. Auch der lange verzögerte Handgelenkschuss von Sam Herr, der in der 64. Minute knapp am rechten Pfosten vorbeizischte, hätte den Sieg bedeuten können.

Zur Entscheidung kam es dann nach sechs Minuten und zwei Sekunden leider auf der Gegenseite, und das auf äußerst unglückliche Weise. Hinter dem Tor brachte Marco Pfleger den Puck im Fallen vor den Torraum und vom Knie von Robbie Czarnik abgefälscht ging die Scheibe zum 3:2 ins Netz. Zwar wurde der Treffer im Videobeweis auf eine Torhüterbehinderung überprüft, doch es gab  keine Einwände und das Tor zählte. „Wir waren im ersten Drittel zu passiv, ab dem zweiten Drittel lief es dann besser und beide Teams boten ein attraktives Playoff-Spiel. Wir können es uns allerdings nicht erlauben, in jedem Spiel sechs oder sieben Strafzeiten zu kassieren“, haderte Towerstars Trainer Peter Russell.

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