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Ι-Κ
(1:3) - (2:0) - (2:2) - (0:1 ОТ)
16.04.2021, 19:30 Uhr

Große Tyanulin Show in Schwenningen

24-jähriger Russe mit vier Toren in einem Spiel

Þ17 April 2021, 09:52
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Krefeld Pinguine

In einem wilden Spiel mit der vielleicht besten Saisonleistung der Pinguine in der Offensive und gestützt auf einen bärenstarken Artur Tyanulin mit vier Toren siegten die Pinguine am vorletzten Spieltag mit 6:5 (3:1, 0:2, 2:2, 1:0) n.V. bei den Schwenninger Wild Wings. Es war ein wildes Spiel mit vielen Toren auf beiden Seiten. Die Pinguine gingen nach dem hervorragenden Auftritt mit Punktgewinn gegen das mit Abstand beste Team der Liga, die Adler Mannheim und dem ersten Shut-Out der Saison für Torwart Marvin Cüpper, voller Optimismus in die Begegnung und wollten erneut überraschen. Für die Gastgeber allerdings ging es um die Playoff-Qualifikation. Das Team war also ebenfalls hochmotiviert, während es für die Pinguine einzig um die Ehre ging. Der am Mittwoch überragende Cüpper begann erneut im Tor. Sein Backup war, da Sergej Belov weiter verletzt war, der junge Nils Kapteinat. Cüppers Gegenüber war der nach Fangquote beste Goalie der Liga in Joacim Erkisson.

Die Pinguine wollten, ebenso wie gegen Mannheim, lange die Null halten. Doch dies gelang überhaupt nicht, denn nach nur 80 Sekunden kam Troy Bourke vom aus Cüppers Sicht linken Bullypunkt zum Abschluss und überraschte den Krefelder Schlussmann mit einem verdeckten Schuss ins kurze Eck zum frühen 1:0. Die Pinguine aber antworten blitzschnell. Nur eine Minute nach dem Rückstand hatten sie eine Überzahl und nach einer schnellen Passstaffette stand nur 18 Sekunden später plötzlich Artur Tyanulin völlig frei vor Eriksson, zeigte seine schnellen Hände und verlud den Schweden wunderschön, um zum 1:1 einzuschießen. Die Pinguine blieben weiter dran und in der fünften Minute kam plötzlich Maxi Gläßl zum Schuss und überraschte Eriksson mit einem Schuss durch die Beine zur Führung der Gäste. Für den jungen Blueliner war es das erste Saisontor. Als Ex-Straubinger tat er dabei seinem ehemaligen Team einen großen Gefallen im Playoff-Rennen. Und weiter blieben die Krefelder auf dem Gaspedal. In der zehnten Minute schickte Constantin Braun erneut Tyanulin mit einem tollen Pass und der Torjäger nahm die Scheibe bärenstark mit, lief alleine auf Eriksson zu und verwandelte trotz starker Bedrängnis durch die Beine des Schweden zum überraschenden aber keineswegs unverdienten 1:3. Für Tyanulin war es bereits der dritte Punkt des Abends. Die Hausherren versuchten, zurück ins Spiel zu finden, doch die Pinguine sorgten immer wieder in schnellen Gegenstößen für Torgefahr. Drei Minuten vor der Pause galt es erstmals, eine Unterzahl zu überstehen. Das gelang durch mehrere richtig starke Blocks, unter anderem von Kristofers Bindulis, der einen harten Schuss schmerzhaft vor die Hand bekam, damit aber große Torgefahr verhinderte. So brachten die Pinguine nach starkem Auftritt ein 3:1 in die Pause.

Der zweit Durchgang sah Schwenninger, die spürbar bemüht waren, den Anschluss herzustellen und ab der 25. Minute in Überzahl agierten. Doch die große Chance hatten stattdessen die Pinguine, die über Olson und Buncis die große Gelegenheit hatten, doch Eriksson hielt – ebenso wie auf der Gegenseite Cüpper, der sich bei allen Versuchen der Hausherren stabil zeigte. So überstanden die Pinguine die Situation. Auch weiterhin waren die Gastgeber spürbar bemüht, doch die Pinguine blieben gefährlich und hatten beispielsweise in der 30. durch Lessio die nächste gute Chance, die aber ungenutzt blieb. Die Pinguine gestaltete die Partie durchaus ausgeglichen, doch in der 35. Minute versprang eine Scheibe an der eigenen blauen Linie, wodurch das Abseits aufgehoben wurde und so konnte David Cerny allein auf Cüpper zulaufen und ließ diesem mit einem schnellen Move keine Abwehrchance, um dann zum 2:3 einzuschießen. Die Pinguine antworteten mit einer tollen Kombination und einem Traumpass von Alex Blank auf Comebacker Laurin Braun, der am langen Eck aber knapp verpasste. Im direkten Gegenzug kamen die Wild Wings zum Angriff, Christohper Fischers Direktschuss musste der erneut gute Cüpper prallen lassen und zum Nachschuss kam Andreas Thuresson und schoss zum durchaus überraschenden Ausgleich ein. Der Tabellenletzte wirkte jedoch keineswegs geschockt und kam zu einigen Gelegenheiten, die aber ohne Erfolg blieben und so blieb es nach 40 Minuten beim 3:3.

Der Schlussdurchgang sollte, so erwartete jeder Beobachter, eine Druckphase der Gastgeber bieten. Doch es kam anders: 41 Sekunden waren gespielt, da setzte Blank Tyanulin in Szene. Der Russe lief allein auf Eriksson zu und ließ diesem mit einem Rückhandschuss ins hohe Stockhandeck keine Abwehrchance – damit schnürte er seinen ersten DEL-Hattrick und sein elftes Saisontor. Und es kam noch besser: In der 45. Minute stiebitzte Lessio einem Schwenninger die Scheibe. Diese sprang weit nach vorn, Eriksson riskierte Kopf und Kragen, und prallte voll mit dem Krefelder Stürmer zusammen, die Scheibe aber sprang genau auf den Schläger von Brett Olson, der direkt abzog und ins leere Tor einschoss. So stand es – zwar von Schwenninger Seite etwas umstritten aber völlig regelkonform, da Eriksson selbst in Lessio hinein gesprungen war – völlig verdient für die Pinguine 3:5. Die Schwenninger aber gaben sich nicht auf und kamen zu einem schnell Konter. Jamie MacQueen kam einem völlig freien Direktschuss – Cüpper parierte glänzend, doch die Scheibe sprang genau auf die Kelle von Travis Turnbull, der zum 4:5 abstaubte. Wieder antworteten die Pinguine, doch bei einem Zwei-auf-Eins mit Lessio traf Blank freistehend vor dem Tor die Scheibe nicht. In der 48. Minute dann eine äußerst diskutable Strafe für Lessio und gleich musste Cüpper eingreifen, tat dies aber stark. Die Pinguien überstanden die Unterzahl am Ende sicher und hatten in der 51. die nächste gute Chance durch Niklas Postel, doch der Schwede im Wings-Tor hielt. Wer nun endlich mit einem Sturmlauf der Gastgeber rechnete, der sah sich erneut getäuscht. Starke Pinguine setzten sich immer wieder im Drittel der Schwarzwälder fest. Gut eine Minute vor dem Ende ging dann Eriksson vom Eis und Schwenningen ging All-in. Und das zahlte sich aus. 46 Sekunden vor dem Ende kam Thuresson zum Schuss und schoss mit seinem zweiten Treffer zum 5:5 ein. Cüpper war die Sicht verdeckt, so dass er erneut ohne Abwehrchance war.

So ging es in die Overtime. In dieser hatte nach einer Minute Lessio eine Doppelchance, scheiterte aber erst an Eriksson und schoss dann freistehend über das Tor. Doch es war der Abend des Artur Tyanulin: In der 62. Minute bekam er den Pass von L. Braun, ging mit viel Speed über die rechte Seite, zog vor das Tor und verlud Eriksson, um dann über den Innenpfosten einzuschießen! So endete die sieglose Serie der Pinguine am vorletzten Spieltag in dramatischer Form und mit einem unfassbaren Tyanulin, der mit vier Toren fast im Alleingang den Sieg herausschoss.

Zum Saisonabschluss geht es nun am Sonntag zum Tabellenführer und letzten ausgespielten Meister, den Adlern Mannheim. Spielbeginn ist um 14:30 Uhr.

Strafen:
Schwenningen: 6
Krefeld: 10

Tore:
1:0 2. Bourke (Fischer)
1:1 3. Tyanulin (Sacher, Lessio) PP
1:2 5. Gläßl (Tyanulin, Blank)
1:3 10. Tyanulin (Braun)
2:3 35. Cerny
3:3 37. Thuresson (Fischer, Weiss)
3:4 41. Tyanulin (Blank)
3:5 45. Olson
4:5 46. Turnbull (MacQuenn, Robak)
5:5 60. Thuresson (Huss, Robak) 6-5
5:6 62. Tyanulin (L. Braun)

DEL

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