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SO
Η-Θ
(2:1) - (1:0) - (0:2) - (0:0 ОТ) - (0:1 SO)
03.03.2021, 18:30 Uhr

Erneuter Krimi mit Happy End

Schwenningen gewinnt in Nürnberg

Þ04 März 2021, 01:10
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schwenningen
Schwenninger Wild Wings

Lange lagen die WILD WINGS zurück und kommen dann doch noch zum Sieg.
 
Was eine Partie in Nürnberg. Die Schwenninger waren lange auf der Verliererstraße, gaben sich aber nicht auf und erzwangen in letzter Minuten dann aber doch noch den Ausgleich durch den zweiten Treffer von Andreas Thuresson. Den zwischenzeitlichen Anschluss hatte Colby Robak markiert, nach dem Nürnberg binnen einer Minute auf 2:0 gestellt hatte.

 
Kalte Dusche binnen einer Minute.
 
Die Nürnberg Ice Tigers begannen die Partie etwas wacher, die Schwenninger brauchten ein oder zwei Minuten, um im Spiel anzukommen. Gerade als man begann den Rhythmus zu finden, trafen die Hausherren zur Führung. Max Kislinger staubte nach Schuss von Karrer ab (4.). Dem Führungstreffer ging jedoch ein Beinstellen an Travis Turnbull voraus, welches die Unparteiischen leider übersahen. Die WILD WINGS schienen vom Gegentreffer geschockt und kassierten wenige Sekunden später das zweite Tor. Marcel Kurth verwertete am langen Pfosten eine mustergültige Kombination von Reimer und Pollock. Danach kamen die Gäste aber langsam zurück ins Spiel und übernahmen immer mehr das Kommando. Auch, weil das Zweikampfverhalten von Minute zu Minute besser wurde.

So kam es zu ersten guten Möglichkeiten, durch Andreas Thuresson und Max Hadraschek.

Auf der anderen Seite musste Joacim Eriksson mit einer klasse Rettungstat eine Unachtsamkeit in der Defensive ausbügeln. In der 14. Minute erkämpften sich die WILD WINGS eine doppelte Überzahl, die man trotz guter Möglichkeiten nicht nutzen konnte. Die Schiedsrichter glichen die Strafen schnell aus, so dass die Schwenninger kurze Zeit später mit zwei Mann weniger auf dem Eis standen, sie überstanden die doppelte Unterzahl aber schadlos. Nürnberg zog durch Dane Fox die nächste Strafe und diese wurde durch einen gut von Maximilian Hadraschek gescreenten Schuss durch Colby Robak zum Anschlusstreffer genutzt (19.). Sekunden vor der Drittelsirene hatte Jamie MacQueen den Ausgleich auf dem Schläger, verfehlte aber das völlig verwaiste Tor.

 
Chancenverwertung verhindert den Ausgleich.
 
Die WILD WINGS nahmen den Elan der letzten Minuten des ersten Drittels in den zweiten Abschnitt und ließen den Nürnbergern kaum Zeit zum Luft holen. Die Spink-Brüder hatten die erste gute Möglichkeit. Travis Turnbull legte wenig später kurz vor Treutle nach, konnte den Nürnberger Torhüter aber nicht überwinden. Nürnberg war die ersten Minuten nur defensiv beschäftigt. Nach einem schnellen Gegenstoß bekam Andreas Thuresson nach einem Stockschlag von Kulda einen Penalty zugesprochen (28.). Niklas Treutle blieb aber auch in diesem Duell Sieger. Nach etwas mehr als 10. Minuten schafften die Ice Tigers es sich etwas zu befreien und auch die ein oder andere gefährliche Situation zu initiieren, meist auch begleitet durch Fehler der Schwenninger. So ein Fehler und unnötiger Scheibenverlust in der eigenen Zone führte in der 34. Spielminute zum Gegentreffer durch Daniel Schmölz, der freistehend nur den Puck im leeren Tor unterbringen musste. Nach dem Spielverlauf war dieser Zwei-Tore-Rückstand absolut unnötig. Bei Vier gegen Vier hatten Travis Turnbull und Jamie MacQueen den erneuten Anschlusstreffer auf dem Schläger, spielten die Situation aber nicht gut zu Ende.

Die letzten Minuten des Mittelabschnitts drückten die Gäste aus Schwenningen nochmal gehörig aufs Tempo, ein Treffer sollte aber nicht gelingen.

 
Ende gut, alles gut.
 
Lange mussten die WILD WINGS um Punkte kämpfen umso schöner, dass sie sich selbst mit deren zwei belohnen konnten. Zunächst kam die Mannschaft von Niklas Sundblad gut aus der Kabine und war gewillt den Rückstand doch noch zu egalisieren. Ohne die ganz großen Möglichkeiten und sobald die Schwenninger etwas weniger konsequent agierten kamen die Ice Tigers ihrerseits auf.

Die letzten drei Minuten sollten dieses Spiel dann doch noch auf die Seite der WILD WINGS bringen. Ein krasser Turnover von Thomas Gilbert und Andreas Thuresson stand blank vor Treutle, das 3:2 in der 58. Spielminute. Als 1:30 vor Schluss Bodnarchuk vom Eis musste, zog Headcoach Niklas Sundblad die Auszeit und nahm Joacim Eriksson aus dem Tor. Im Sechs gegen Vier war es erneut Andreas Thuresson, der mit einem satten Onetimer sein Team jubeln ließ. Die Jungs vom Neckar hatten es erneut in die Overtime geschafft. Auch dort waren sie die weitaus gefährlichere Mannschaft, scheiterten aber am bärenstarken Treutle. So musste dann doch nochmals gezittert werden, als Christopher Fischer in die Kühlbox wanderte. Aber mit Glück, Geschick und Qualität ging es letztlich in das Penaltyschießen.

Da brillierten lange die Goalies, bis, ja bis Tylor Spink einen ganz feinen Move auspackte und den Gamewinner erzielte. Unfassbar wichtige Punkte und der Saison-Sweep gegen Nürnberg waren die verdiente Belohnung.

DEL

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