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Η-Θ
(1:1) - (0:3) - (2:0)
23.09.2022, 19:30 Uhr

Aufholjagd der Roten Teufel kommt zu spät

EC unterliegt Bayreuth 3:4

Þ23 September 2022, 23:59
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badnauheim
badnauheim

„Wir haben uns einige gute Chancen erarbeitet. Aber im zweiten Drittel haben wir uns selbst ins Bein geschossen. Das hat uns heute das Spiel gekostet.“ Die Analyse von EC-Trainer Harry Lange nach der 3:4 (1:1, 0:3, 2:0)-Niederlage am 3. DEL2-Spieltag gegen die Bayreuth Tigers traf den Kern, „die Fehler, die wir machen, sind in der Menge zu viel“. Hinzu kam, dass das Powerplay der Roten Teufel nicht zündete. Sechsmal Überzahl, null Ertrag. Die Kurstädter müssen weiter auf das erste Erfolgserlebnis der noch jungen Saison warten.

Zwei schlechte Nachrichten gab es für die Gastgeber schon vor dem ersten Bully zu verdauen. Die angeschlagenen Kevin Schmidt, in der Vorsaison DEL2-Verteidiger des Jahres und der Kölner Förderlizenz-Angreifer Kevin Niedenz mussten passen. Dafür kam erneut Verstärkung aus der Domstadt in Person von Robin van Calster. Bei den Oberfranken fehlte Ex-Teufel Freddy Cabana. Der 36-jährige Deutsch-Kanadier hatte sich bei der 1:4-Niederlage gegen den EV Landshut verletzt, war am Sonntag nach dem ersten Drittel in der Kabine geblieben und verpasste die Rückkehr ins Line-Up der Gelb-Schwarzen.

Sein Debüt im Gäste-Dress feierte Eric Stephan. Die Neuverpflichtung aus Bad Nauheim fand am ersten Wochenende keine Berücksichtigung bei Trainer Robin Farkas, weil sich die Tigers den Luxus von überzähligen Ü24-Cracks leisten. Neben Cabana verzichtete man diesmal auf Lubor Pokovic und Jakub Kania.

Vor der Partie wurde Taylor Vause von DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch als „Fanspieler der Saison 2021/22“ geehrt. Diese Abstimmung wird gemeinsam von der Liga und der Fachzeitschrift „EishockeyNEWS“ durchgeführt.

Beiden Teams merkte man zu Beginn an, dass Spielkontrolle und Fehlerminimierung ganz oben auf dem Matchplan verzeichnet waren. Die beste Chance bot sich nach sechs Minuten Bayreuths Sami Blomqvist, der nach Pass von Petteri Nikkilä das freie Tor vor sich hatte, aber Felix Bicks toller Reflex mit der Fanghand verhinderte den Einschlag im EC-Netz. Die Gastgeber kreierten in dieser Phase nur wenige Gelegenheiten, dennoch gelang der Führungstreffer durch Jordan Hickmott (11.), der den punktgenauen Querpass von Christoph Körner eiskalt verwertete.

Das erste Powerplay für die Rot-Weißen verpuffte wirkungslos. Im Gegenteil: Die Tigers nutzten einen Stellungsfehler in der Nauheimer Defensive, Mike Mieszkowski steuerte alleine auf Bick zu und überwand den Keeper mit einem Schuss über die Stockhand (17.). Ein harter, aber fairer Check von EC-Verteidiger Philipp Wachter gegen den finnischen Ex-Nationalspieler Nikkilä blieb die letzte nennenswerte Aktion vor der ersten Pausensirene.

Im zweiten Durchgang überstand Bad Nauheim zunächst eine Bayreuther Überzahlsituation, ehe sich Jerry Pollastrone die Möglichkeit zur erneuten Führung bot, doch die Nummer 36 scheiterte an Schlussmann Olafr Schmidt. Praktisch im direkten Gegenzug schnappte sich Järveläinen die Scheibe, zog trocken ab und die Roten Teufel lagen im Hintertreffen (27.). Ein Wirkungstreffer. Die Verunsicherung bei den Kurstädtern war greifbar. Erneut Järveläinen (31.) und Mieszkowski (38.) erhöhten zum 1:4-Zwischenstand. Zuvor hatten Blomqvist (37.) und danach Jesse Roach (39.) noch zwei vielversprechende Versuche. Felix Bick verhinderte weitere Gegentore.

Im Schlussabschnitt bewiesen die Roten Teufel Charakter. Unterstützt von den Anfeuerungsrufen der Fans erhöhte die Lange-Truppe den Druck. Pollastrone und Tim Coffman (44.) scheiterten allerdings an Torwart Schmidt. Erst Taylor Vause (46.) brach den Bann mit dem 2:4-Anschluss (46). In der Schlussphase mobilisierte der EC noch einmal alle Kräfte. Rund eine Minute vor dem Ende verließ Bick seinen Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers.

Das zweite Tor von Vause weckte 19 Sekunden vor der finalen Sirene noch einmal Hoffnungen, aber Bayreuth brachte den knappen Sieg über die Zeit. Am Sonntag wartet auf den EC Bad Nauheim die Auswärtsaufgabe in Ravensburg. „Eine schwere Aufgabe. Aber da wollen wir den Bock umstoßen“, lautete Harry Langes kämpferisches Schlusswort.

Tore:
1:0 (10:42) Hickmott (Körner, Vause)
1:1 (16:50) Mike Mieszkowski (Bindels, Cornet)
1:2 (26:36) Järveläinen (Cornet)
1:3 (30:52) Järveläinen (Blomqvist)
1:4 (37:17) Mike Mieszkowski (Bindels, Nikkilä)
2:4 (46:15) Vause (Pollastrone, Erk)
3:4 (59:41) Vause (Pollastrone, Wörle – 6:5)

Schiedsrichter: Klein/Ratz. – Linienrichter: Van Himbeeck/Giesen

Strafminuten: Bad Nauheim 6, Bayreuth 12

Schüsse: 23:20

Zuschauer: 1618

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