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Rossi wird eine Schlüsselfigur

Junge Spieler sollen Minnesotas Niveau halten

Þ15 August 2022, 15:55
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Minnesota Wild

Ab Mitte September beginnen in der NHL die Training Camps zur Vorbereitung auf die Saison 2022/23. Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga genauer unter die Lupe. Die zweiteilige Bestandsaufnahme umfasst die wichtigsten personellen Veränderungen, die Schlüsselspieler, die Stärken und Schwächen sowie die Playoff-Chancen.

In dieser Ausgabe: Minnesota Wild
Nach der punktbesten Saison der Franchise-Geschichte müssen die Minnesota Wild den Gürtel in den kommenden Jahren enger schnallen. Sie landeten mit 113 Punkten auf dem zweiten Platz der Central Division, doch nun steht General Manager Bill Guerin vor einem Problem. Ende der Saison 2020/21 kaufte er sich aus den hochdotierten Verträgen mit Zach Parise und Ryan Suter frei. Aufgrund der Regelungen der NHL werden die Wild aber einen Teil der Gehälter der beiden Spitzenverdiener weiterhin nicht nutzen können. Dadurch sind fast 13 Millionen Dollar, oder 15 Prozent, ihres Salary Caps blockiert. In den beiden folgenden Spielzeiten steigt diese Summe sogar auf 14,7 Millionen Dollar.

Die Lösung des Problems soll die Nachwuchsabteilung der Wild sein. Die kann sich sehen lassen! Guerin baute in den vergangenen Jahren einen der besten Prospect Pools der NHL auf, der nun für wenig Geld das Niveau der Mannschaft halten soll. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Österreicher Marco Rossi.

Reguläre Saison 2021/22: 53-22-7, 2. Platz in der Central Division
Stanley Cup Playoffs 2022: 1. Runde (2:4 gegen die St. Louis Blues)
Trainer: Dean Evason, 3. Saison
Top-Zugänge: G Filip Gustavsson
Top-Abgänge: F Kevin Fiala, G Cam Talbot

Bereits vergangene Saison ernteten die Wild durch Außenstürmer Matt Boldy erste Früchte ihrer jungen Talente. Boldy stieß Anfang Januar zum Team und erzielte in einer Reihe mit Kevin Fiala 39 Punkte (15 Tore, 24 Assists) in 47 Spielen. Fialas Abgang riss diesen Sommer eine Lücke in die Offensive der Wild. Die Hoffnung ist nun, dass Boldy und Rossi diese Lücke schließen können, auch wenn Rossi sich seinen Platz im Kader erst noch verdienen muss.

 "Rossi muss es schaffen", sagte Guerin. "Der Wettbewerb ist hart, also wollen wir, dass diese Jungs um ihre Jobs kämpfen. Wenn sie sich durchsetzen können und es ins Team schaffen und uns zum Sieg verhelfen, dann ist das großartig."

Rossi überzeugte in seiner ersten Saison in der American Hockey League mit 53 Punkten (18 Tore, 35 Assists) als bester Scorer der Iowa Wild und siebtbester Rookie der Liga. Er bestritt auch zwei Spiele in der NHL, in denen er sich aber noch nicht durchsetzen konnte und ohne Punkt blieb. Die Erfahrungen der vergangenen Saison waren für ihn aber nur ein Ansporn.

"Am Ende der Saison war ich sehr glücklich", bestätigte er. "Ich war glücklich, dass ich in Iowa sehr gut gespielt habe und auch Einsätze in Minnesota hatte. Man weiß, was man hier in Minnesota erwarten darf. Man lernt und macht Erfahrungen, wie es ist, in der NHL zu spielen. Als ich wieder runtergeschickt wurde, wusste ich, was von mir erwartet wird und an was ich arbeiten muss. Insgesamt war ich sehr zufrieden."

Rossi darf durchaus optimistisch auf die kommende Saison blicken, denn es ist damit zu rechnen, dass er beste Chancen auf einen Platz in der Mannschaft hat. Den Wild fehlt noch ein zwölfter Stürmer und Rossi ist der Favorit für diesen Platz. Die Verantwortlichen in Minnesota und Iowa loben stets seine Arbeitshaltung und Vielseitigkeit. 

Rossi präsentiert sich völlig zurecht selbstbewusst. "Ich fühle mich bereit", versicherte er. "Letzte Saison war wirklich gut für mich. Ich habe in Iowa viel Eiszeit in allen Situationen gehabt. Das war für mich das Beste, um als Spieler besser zu werden. Deshalb fühle ich mich jetzt bereit."

Der junge Center aus Feldkirch ist eine Schlüsselfigur für den Verjüngungskurs der Wild, aber bei weitem nicht das einzige Talent, das von der engen Cap-Situation profitieren dürfte. In der Abwehr steht Calen Addison in den Startlöchern. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft arbeiten acht Prospects der Wild daran, auf sich aufmerksam zu machen. Jesper Wallstedt gilt als aktuell größtes Torwarttalent der Welt. Im Angriff punkteten der Schwede Liam Ohgren und der Slowake Servac Petrovsky bereits innerhalb der ersten beiden Spiele ihrer Teams bei der U20-WM. Eine besondere Tiefe hat die Abwehr. Hinter Addison lauern die Kanadier Carson Lambos und Ryan O'Rourke, der Tscheche David Spacek und die US-Amerikaner Jack Peart und Brock Faber.

Die kommenden Jahre werden wohl hart für die Wild. Doch kaum ein Team ist für die finanziell schwierige Situation dank gutem Scouting so gut gerüstet wie Minnesota. Die jungen Spieler der Organisation werden wichtige Rollen einnehmen, allen voran das Ausnahmetalent aus Österreich.

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