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17.02.2019, 14:20

Rasmus Dahlin zeigt in Buffalo wie es geht

Der junge Schwede ist bei den schwankenden Sabres derzeit einer der positivsten Faktoren

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Buffalo Sabres
Buffalo Sabres

Verfolgt man die NHL nur sporadisch, stößt man immer wieder auf Überraschungen. Beim letzten Blick auf die Tabelle und die Statistiken, schien ein Team vielleicht noch unschlagbar, wenige Wochen später scheint es, als wäre es eine komplett andere Mannschaft, die sich im Sturzflug befindet.

Eines dieser Beispiele sind im Moment die Buffalo Sabres. Im November verloren sie gut drei Wochen lang kein Spiel, fuhren zehn Siege in Folge ein, standen auf dem dritten Platz der Atlantic Division und ließen die Toronto Maple Leafs sowie die Tampa Bay Lightning um ihre Plätze an der Spitze bangen. Seitdem geriet das Team ins Stolpern, so zuletzt auch am Freitag gegen die New York Rangers. 

Die Sabres verloren im heimischen KeyBank Center mit 6:2. Bei den Rangers handelt es sich ganz und gar nicht um einen unschlagbaren Gegner, sondern um ein Team, das aller Wahrscheinlichkeit nach die Stanley Cup Playoffs nicht erreichen wird. Sie liegen fünf Punkte hinter den Sabres, die ihrerseits mit 63 Punkten (28-22-7) aus 57 Partien vier Zähler hinter einer Wildcard in der Eastern Conference rangieren. Punkte wären wichtig gewesen, um die Pittsburgh Penguins, die die zweite Wildcard halten, und die Carolina Hurricanes, die zwischen den Penguins und den Sabres liegen, nicht davonziehen zu lassen.

Doch es sollte anders kommen: Die Sabres gerieten im ersten Drittel mit 2:0 in Rückstand, erzielten im zweiten Drittel durch Tore von Jeff Skinner den Anschluss zum 2:1 und 3:2, brachten im dritten Drittel aber nicht die notwendige Konsequenz in das Spiel, um die Rangers nochmal zu gefährden und kassierten ihrerseits drei weitere Tore. Somit verpassten sie es erneut, nach dem 3:1-Sieg gegen die New York Islanders drei Tage zuvor, eine Serie zu starten. Zwei Siege in Folge gelangen ihnen zuletzt am 11. und 13. Dezember. 

Über mangelnde Qualität im Kader kann man sich nicht beschweren, ansonsten hätten sie nicht die längste Siegesserie der Saison hingelegt und würden nicht weiterhin immer wieder gewinnen, teilweise auch gegen enorm starke Gegner, wie etwa die Calgary Flames und die Columbus Blue Jackets. Doch es gelingt dem Team nicht, aus diesen Erfolgen den Schwung mitzunehmen und zu oft fehlt es in entscheidenden Situationen an Konsequenz und Beständigkeit.

Ein Spieler, der über die Saison hinweg zu dieser Beständigkeit gefunden hat, ist Rasmus Dahlin. Die Sabres wählten den 18-jährigen Schweden erst im Sommer beim NHL Draft 2018 an erster Stelle aus und setzten hohe Hoffnungen in das Ausnahmetalent. Diesem Anspruch wir Dahlin mittlerweile gerecht.

Er startete zunächst relativ verhalten in die Saison, was aber kein Vorwurf sein soll. Als Verteidiger ist es deutlich schwieriger in so einem jungen Alter und ohne nennenswerte Erfahrung auf Profi-Niveau in der NHL anzukommen. Dahlin gelingt es immer besser sich in das Spiel der Sabres einzubringen und sowohl in der Abwehr, als auch in der Offensive Akzente zu setzen.

Er beeindruckte bereits im Vorlauf des Drafts mit Videoaufnahmen, in denen er mit damals 16 und 17 Jahren in der höchsten schwedischen Liga immer wieder scheinbar mühelos die komplette gegnerische Mannschaft ausspielt. Nun bringt er dieses Talent auch in der NHL auf die Eisfläche. Mit 32 Punkten (sechs Tore, 22 Assists) ist er der zweitbeste Scorer unter allen Rookies der Liga, nur sein Landsmann Elias Pettersson liegt mit 53 Punkten (26 Tore, 27 Assists) vor ihm. Pettersson ist allerdings Stürmer.

Um Dahlins Leistungen einordnen zu können, muss man sich vergleichbare Spieler, also Verteidiger im Alter von 18 Jahren anschauen. In der gesamten NHL-Geschichte brachten es nur zwei Verteidiger auf mehr Punkte vor ihrem 19. Geburtstag. Dabei handelt es sich um die Legenden Phil Housley und Bobby Orr. Orr gilt als einer der größten Spieler aller Zeiten, ist längst in der Hockey Hall of Fame aufgenommen und wurde anlässlich des hundertjährigen Bestehens der NHL unter die 100. besten Spieler aller Zeiten gewählt. Er brachte es vor seinem 19. Geburtstag auf 38 Punkte (13 Tore, 25 Assists). Dahlins Geburtstag ist am 13. April, damit hat er noch genügend Zeit die sechs nötigen Punkte zu sammeln, um mit Orr gleichzuziehen.

Der zweite Verteidiger, der Dahlin bisher übertrifft, ist ein Mann den der junge Schwede nur zu gut kennt und der ihm sicherlich mit gutem Rat zur Seite steht, es handelt sich um seinen sein Trainer Phil Housley. Housley ist ebenfalls Mitglied der Hall of Fame und verbuchte vor seinem 19. Geburtstag unglaubliche 57 Punkte (17 Tore, 40 Assists). Damit ist er auch der einzige Verteidiger, der in diesem Alter mehr Tore vorbereitet hat als Dahlin.

Dahlin befindet sich also in außergewöhnlicher Gesellschaft und ist derzeit ein Spieler, der für die Sabres ein Grund zur Freude und Hoffnung ist. Unter der Leitung von Housley ist von ihm noch viel zu erwarten, denn sein Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft und die Formkurve zeigt weiterhin nach oben. Wenn er sich weiterhin so entwickelt, kann er für die Sabres von entscheidender Bedeutung sein, dass sie die Playoffs noch erreichen. Und wer ist besser geeignet Dahlins volles Potenzial zu entfesseln als der große Phil Housley?

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