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17.02.2019, 14:40

Neue Duftmarke von Nico Hischier

Der junge Schweizer Center verbuchte als jüngster Devil in 23 Jahren drei Assists in einem Spiel

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New Jersey Devils
New Jersey Devils

Die Bilanz der New Jersey Devils in den vergangenen 14 Tagen fiel mit zwei Siegen, vier Niederlagen nach regulärer Spielzeit sowie einer nach Penaltyschießen, wieder bescheiden aus. Es führte dazu, dass der Rückstand auf die Wilcard-Plätze, die zur Qualifikation zu den Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference berechtigen, auf 15 Punkte wohl vorentscheidend groß angewachsen ist. Die Devils sind mit 50 Punkten Vorletzter der gesamten NHL und insbesondere die Auswärtsbilanz von 7-18-3 lässt keine bessere Platzierung zu.

Dass das Management die Saison bereits abgehakt hat, zeigt der Trade von Stürmer Brian Boyle gegen einen Zug der zweiten Runde im NHL Draft 2019 zu den Nashville Predators am 6. Februar. Nico Hischier bekam somit einen neuen Nachbarn in der Kabine, denn der 34-jährige US-Amerikaner hatten den Spind neben ihm.

"Er hat mir sehr viel geholfen und war als erfahrener Spieler ein guter Ratgeber", betonte Hischier die Rolle von Boyle für ihn. "Er wusste immer in vielen Bereichen, was ich benötige und hat mir zum Beispiel geholfen, mich beim Bully zu verbessern. Wir hatten sehr viel Spaß in der Kabine und sie wussten schon, warum ich neben ihm sitzen durfte."

Natürlich bedauerte er, dass Boyle gehen musste, aber er versteht auch, die Notwendigkeit und dass es Teil des Geschäfts ist. "Es ist immer schwer, wenn jemand aus dem Team uns verlassen muss", verdeutlichte Hischier. "Aber das Management hat diese Entscheidung getroffen und es muss für uns weitergehen."

Nach wie vor müssen die Devils und auch Hischier in seiner Sturmreihe ohne ihren verletzten Topscorer Taylor Hall auskommen. Eine deutliche Schwächung für den Kader.

Trotzdem konnte der 20-jährige Schweizer am Sonntag gegen die Carolina Hurricanes eine weitere Duftmarke in seiner jungen Karriere setzen. Beim 3:2-Heimsieg im Prudential Center war er an allen drei Treffern von New Jersey beteiligt und bereitete diese vor.

Er wurde damit der jüngste Devil seit Petr Sykora vor 23 Jahren, der drei Assists in einem Spiel erreichen konnte. Solche Bestmarken sind es, die die Aufmerksamkeit auf junge Spieler leiten und andeuten, welches Potenzial in ihnen steckt.

Der zweifache Torschütze und Profiteur von Hischiers Zuspielen Marcus Johansson war deswegen im Anschluss der Partie voll des Lobs für seinen acht Jahre jüngeren Kollegen. Um ihn versammelten sich die Medienvertreter nach den Fragen an Hischier für ein Statement und der Schwede ließ die Chance nicht ungenutzt, die Bedeutung seines Teamkollegen für die Devils hervorzuheben.

"Nico ist schon jetzt ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft und das obwohl er sehr jung und erst in seiner zweiten Saison ist", gab Johansson zu Protokoll. "Es ist unglaublich, wie routiniert er den Puck führt und die richtigen Pässe spielt sowie defensiv unheimlich fleißig arbeitet."

Es ist der Ritterschlag eines jeden Eishockeyspielers, wenn andere positiv über ihn reden und in den höchsten Tönen loben. Dabei wirkt es nicht aufgesetzt und aus der Not geboren, was Johansson zu sagen hatte, sondern offen und ehrlich kam es rüber.

Hischier selbst betreibt Werbung in eigener Sache und verdeutlicht seine Steigerung gegenüber der Rookie-Saison, indem er ohne Hall auf dem Weg ist, seine Ausbeute aus dem Vorjahr zu toppen. Schon viele Neulinge hatten ein herausragendes erstes Jahr, doch nur die Besten können sich im zweiten Jahr noch steigern.

Nach 52 Punkten durch 20 Tore und 32 Assists in 82 Spielen der Saison 2017/18, liegt Hischier mit 40 Punkten durch 16 Tore und 24 Assists in 52 Spielen dieser Spielzeit gut im Rennen, sein Ergebnis in den verbleibenden 26 Partien zu überbieten.

Seine überdurchschnittliche Spielintelligenz fällt schon jetzt auf, wenn man ihm beim Spielen zusieht. Dazu kommen seine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit, die er ausstrahlt, so dass ihm wenig aus der Bahn werfen kann. Wichtige Voraussetzungen, um seine Bodenständigkeit zu bewahren, die sich wiederum positiv auf sein Auftreten auf und abseits vom Eis auswirken wird.

Die Devils mögen die Playoffs in 2019 verpassen, aber Hischiers Weg zu einem Superstar und etablierten Center in der NHL dürfte vorgezeichnet und nicht aufzuhalten sein. Durch das schlechte Abschneiden möglicherweise mit einem weiteren Top-Draft und einer noch gereifteren Nummer 13 können sie im neuen Jahr gestärkt neu angreifen.

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