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(0:1) - (3:2) - (2:0)
17.03.2023, 19:30 Uhr

EC gewinnt nach 2:0 Rückstand

5:3 Heimsieg gegen den ESV Kaufbeuren

Þ17 März 2023, 23:31
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badnauheim
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Welch ein Krimi, dieses zweite Playoff-Viertelfinale zwischen dem EC Bad Nauheim und dem ESV Kaufbeuren: In einer dramatischen und von beiden Seiten verbissen geführten Partie gewinnen die Roten Teufel mit 5:3 (0:1,3:2,2:0) und führen nun in dieser Serie mit 2:0 gegen den Favoriten aus dem Allgäu. Die 4291 Fans feiern nach diesem Fight begeistert ein Team, das mit 0:2 und 2:3 im Rückstand lag, leidenschaftlich kämpfte und am Ende mit lediglich fünf Verteidigern einen hauchdünnen Erfolg feiert. Schon in der zehnten Minute hatte es Mick Köhler erwischt, der angeschlagen in die Kabine ging. Zudem kassierte Marius Erk in der 26. Minute eine Matchstrafe. „Das war so eng, enger geht es nicht“, kommentierte Trainer Harry Lange treffend die 60 rasanten Minuten. Sein Kollege Marka Raita gratulierte fair und richtete den Blick gleich nach vorne: „Wir dürfen jetzt nicht zurück schauen, sondern uns auf das dritte Spiel fokussieren.“ Das findet am Sonntag in Kaufbeuren statt. 200 EC-Fans werden dabei sein.

Großartige Playoff-Stimmung war schon vor dem ersten Bully im CKS zu spüren: Es herrschte Gänsehautatmosphäre. Die Südkurve empfing das Team der Roten Teufel mit einem rot-weißen Fahnenmeer. Auf einem Spruchband stand in riesigen Lettern: FÜR DICH STEHEN WIR LAUTSTARK EIN, NUR DU SOLLST SIEGEN KURSTADTVEREIN“.

Zum Spiel: Kaufbeuren attackierte den EC früh im eigenen Drittel. Und es ging auch ordentlich zur Sache. Beide Teams spielten körperbetont und durchaus offensiv. Schock dann für den EC nach wenigen Minuten, denn Mick Köhler musste nach einem Zweikampf angeschlagen vom Eis in die Kabine. Ein herber Verlust.

Die ersten Chancen ergaben sich für die Hausherren bei einem Powerplay in der sechsten Minute. Daniel Fießinger im Tor der Allgäuer hatte einiges zu tun, doch der ESVK überstand diese brenzlige Phase schadlos und kam dann selbst zu zwei Minuten in Überzahl. Huba Sekesi verbüßte eine kleine Strafe. Der EC verteidigte gut, doch just als Sekesi wieder auf dem Eis stand, schlugen die Gäste zu. Durch Joseph Lewis, der nach Vorarbeit von Sebastian Gorcik mit einem platzierten Schuss ins Tordreieck traf. Die Rot-Weißen antworteten mit viel Offensivdrang. Tim Coffman und Marc El-Sayed tauchten vor Fießinger auf, doch der Keeper verhinderte mit Glück und Geschick den drohenden Ausgleich.

Das zweite Drittel, ein Thriller mit fünf Toren und zwei Video-Entscheidungen der Referees, die alle Hände voll zu tun hatten. Zunächst schickten die Unparteiischen Marius Erk in die Kabine. Nach Studium der Bilder wurde ein Check von Erk gegen Max Oswald mit einer Matchstrafe geahndet. Nach dem frühen Ausfall von Köhler reduzierte sich damit die Anzahl der Defender auf fünf. Zudem mussten die Nauheimer fünf Minuten in Unterzahl ran. Kaufbeuren schlug auch schnell zu, erzielte durch Alexander Thiel das 0:2. Die Partie schien zugunsten der Joker zu kippen, doch der EC kämpfte und kam nach einem blitzsauberen Konter durch Gordon Pawlenchuk zum vielumjubelten 1:2 (28. Minute). Zu dieser Zeit standen vier gegen vier Feldspieler auf dem Eis.

Dann gerieten sich Michael Bartuli und Tobias Echler in die Haare. Mit dem Resultat, dass Echtlers Schläger im Gesicht des Kontrahenten landete. Auch diese Szene schauten sich die Schiedsrichter noch einmal an und schickten den Kaufbeurer mit einer Spieldauer zum Duschen. Fünf Minuten Überzahl für den EC, der sich im Powerplay lange schwer tat und dann doch den Ausgleich erzielte. „Wühlbüffel“ Andy Pauli arbeitete den Puck regelrecht über die Linie. Das CKS stand Kopf, aber nur 44 Sekunden später landete ein verdeckter Distanzschuss von Thiel erneut in den Maschen. Kaufbeuren jubelte, Bad Nauheim konterte postwendend. In Person von Tim Coffman, der per Bauerntrick zum dritten Mal Fießinger zum 3:3 überlistete (39. Minute). Fießingers Pendant, Felix Bick, demonstrierte in der nächsten Szene seine Klasse, als er das Duell gegen den frei stehenden Lewis gewann.

Im letzten Abschnitt mobilisierten die Rot-Weißen alle Kräfte und erspielten sich ein Übergewicht. Harry Lange stellte die Reihen um, ließ Weiß an der Seite von Coffman und Hickmott ran. Das sollte sich auszahlen, denn Daniel Weiß traf exakt 4:44 Minuten vor dem Ende zum 4:3. Oder doch nicht? Kaufbeuren protestierte und reklamierte „hohen Stock“ des Torschützen. Die Unparteiischen gingen erneut in die Videokabine und schauten genau hin. Nach fast fünf Minuten kamen die Referees zurück und entschieden zur großen Freude der Fans auf Tor. In der Endphase holten die Gäste erwartungsgemäß den Keeper vom Eis, doch Felix Bick parierte zweimal glänzend. Dann kam der Puck zu Taylor Vause, der aus cirka 55 Metern ins leere Tor der Kaufbeurer traf – 5:3, die Entscheidung in einer denkwürdigen Partie.

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