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(1:2) - (1:1) - (0:0)
04.11.2022, 19:30 Uhr

Auswärtssieg und drei wichtige Punkte

Füchse gewinnen mit 3:2 in Bad Nauheim

Þ04 November 2022, 23:48
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Lausitzer Füchse

Vor fünf Wochen unterlagen unsere Lausitzer Füchse im Wochenendvergleich zuerst daheim gegen Bad Nauheim mit 0:1 und zwei Tage später in Landshut gleichfalls mit diesem Ergebnis einer Randsportart. Zumindest gegen die Roten Teufel konnten sich unsere Jungs schon mal revanchieren. Aber nicht nur das: Beim 3:2-Auswärtssieg in der Kurstadt kam man nicht umhin, sich auch an die 4:7-Niederlage vom vergangenen Freitag in Freiburg zu erinnern, als sich Blau-Gelb verpfiffen fühlte. Diesmal haderten die Gastgeber mit den Unparteiischen, die bis zur 40. Spielminute 6:2 Strafen gegen die Mittelhessen verhingen. Allerdings war das Gros der Herausstellungen eher wenig diskutabel. Und ja, es gab Situationen, da hätte man auch an Bestrafungen der Angereisten denken können. Echt „kapitale Fehlentscheidungen“ waren jedoch schwerlich erkennbar. So ist allerdings die Mär von der „ausgleichenden Gerechtigkeit“ schnell abrufbar. Tatsächlich boten die Ostsachsen einmal mehr ein couragiertes Auswärtsspiel mit mindestens 45 richtig guten Minuten. Insofern hätte eine weitere Niederlage sehr weh getan und als Schlagzeile sicher wieder die Special teams bemüht. Maximilian Heim und Louis Anders waren wieder mit dabei. Und da Kristian Hufsky zwischen die Pfosten beordert wurde, konnten vier Imports stürmen.

DIe Angereisten begannen stark. Schon mit dem ersten Angriff sorgten die Angereisten für Gefahr vor dem Bad Nauheimer Tor. Clarke Breitkreuz mit dem ersten halbgefährlichen Abschluss, doch Rihards Babulis im Kasten der Roten Teufel hielt die Scheibe fest. Auch gegen Eric Valentin, gleich nach dem folgenden Bully, war er zur Stelle (alles 1.). Erst nach vier Minuten war es Jordan Hickmott für die Heimischen, der Kristian Hufsky prüfte. Dann holte sich Eric Hördler die Scheibe in der Angriffszone, umkurvte das Bad Nauheimer Tor und sein Zuspiel veredelte Roope Mäkitalo zur verdienten Führung der Angereisten (5.). Auch danach gab es reichlich Arbeit für RIhards Babulis. Auf der anderen Seite hatte Kristian Hufsky vergleichsweise wenig zu tun. Das sollte sich aber bald ändern. Erst war es Edwin Tropmann, der Hufsky prüfte (7.) und knappe drei Minuten später Taylor Vause, der ihn letztlich überwinden konnte. Er fälschte einen Schuss von Jordan Hickmott, völlig unbedrängt vor dem Tor, ab (10.). Das passierte, als Maximilian Heim wegen eines hohen Stockes auf der Strafbank saß. In Minute 12 musste Michael Bartuli auf das Sünderbänkchen, aber mehr als ein Schuss von Mäkitalo sprang bei der Überzahl nicht heraus (13.). In der Folge wurde Bad Nauheim stärker. Erst prüfte Marius Erk und gleich darauf Andreas Pauli unseren Hüter (15.). Dann stand Marc El-Sayed am linken Pfosten ziemlich blank, fand aber seinen Meister in Kristian Hufsky (17.). Die nächste Strafe für Bad Nauheim nahm dann Philipp Wachter (18.). Und nach einer tollen Kombination zwischen Garlent und Mäkitalo hätte der kleine Finne zum 2:1 abschließen können (müssen), doch Babulis reagierte stark (19.). Einen Fehler von Eric Hördler in der eigenen Zone hätte Taylor Vause um ein Haar bestraft, aber auch unser Hüter war mit einer Glanzparade zur Stelle (19.). Nur wenig später brachten sich die Heimischen mit einem weiteren Spieler ins Hintertreffen. Christoph Körner zog Eric Hördler die Beine weg und ging dafür zwei Minuten auf die Strafbank (20.). Und die Fünf gegen Drei Überzahl nutzten die Füchse drei Sekunden vor der ersten Sirene zur erneuten Führung. Roope Mäkitalo traf zum zweiten Mal am heutigen Abend für die Gäste. Dann war Pause.

Wie schon im ersten Drittel begannen auch hier die Füchse wieder stark. Einen Schuss von Blumenschein bekam Babulis erst im Nachfassen unter Kontrolle (21.). Gegenüber parierte Hufsky gegen Seifert (22.). Einen Konter der Füchse konnte Lane Scheidl nicht abschließen, weil er beim Zuspiel von Eric Hördler das Spielgerät zwischen die Kufen bekam, anstatt auf den Schläger (23.). Ein erneutes Überzahlspiel zwischen der 25. und 27. Minute blieb ebenfalls ungenutzt. Glänzend reagierte dann unser Hüter gleich zweimal hintereinander gegen Fabian Herrmann (29.) und noch einmal gegen den Stürmer, der von zentraler Position direkt draufhielt (30.). Eine Hereingabe von Mäkitalo auf Garlent in den Slot konnte der Goldhelm wiederum nicht nutzen (31.). Chancen für beide Teams gab es jetzt reichlich, aber Tore blieben vorerst Fehlanzeige. Dann musste Tim Detig wegen Beinstellens auf die Strafbank (32.). Doch die beste Chance hatten die Füchse mit einem Unterzahl-Konter. Aber Lane Scheidl wurde im letzten Moment von Taylor Vause am Abschluss gehindert (32.). Und während Edwin Tropmann auf die Strafbank musste (35.) - die Füchse waren wieder komplett – , rettete Philipp Wachter gegen Marco Baßler, wo Babulis schon geschlagen war (36.). Da hatten die Kurstädter mächtig Dusel. Aber auch Bad Nauheim verdaddelte eine verheißungsvolle 3 auf 1 Situation, weil die Füchse schnell zurück waren und die Situation kontrollieren konnten (38.). Als sich die ersten Zuschauer schon langsam zum Pausenbier anstellten, trafen die Heimischen zum Ausgleich (18.). Einen Schuss, nach Scheibengewinn in der Angriffszone, konnte Hufsky zunächst abwehren, doch der Rebound fiel Tobias Wöhrle auf den Schläger, der sich nicht lange bitten ließ. Wer aber dachte das wars jetzt, musste sich eines Besseren belehren lassen. 14 Sekunden vor der Sirene musste Jerry Pollastrone auf die Strafbank. Und drei Sekunden vor der Pause führten die Füchse wieder. Clarke Breitkreuz nutzte zum zweiten Mal am heutigen Abend eine Überzahl und traf zum verdienten 3:2.

Wer nun eine Schlussoffensive der Kurstädter erwartet hatte, musste sich noch etwas gedulden. Torhüter Babulis stach Lane Scheidl den Tip-in weg (41.). Käpt’n Breitkreuz kam am „teuflischen Goalie“ auch nicht vorbei (43.). Weißwasser stand hinten sicher, Bad Nauheim wirkte etwas ratlos und das „fachkundige Publikum“ im Colonel-Knight-Stadion forderte bei jedem Hinfaller eines Rothemden Strafe. Ab Minute 48 zogen die Hausherren spürbar an. Und sogleich gab es Torchancen. Mick Köhler verfehlte das freie lange Eck, Fabian Herrmann das kurze (beides 48.). Der Torschrei auf aller Heimfans Lippen lag nach 50 Minuten. Da rettete Jan Bednar das Spielgerät von der Linie. Dieses war von Kristian Hufsky „blöd“ weggesprungen und Tim Coffman probierte es aus ganz spitzem Winkel. Danach wurde Pollastrone schön geschickt. Aber unser Hüter war wachsam (51.). Der stand jetzt immer wieder im Fokus, weil die Mittelhessen jede sich bietende Schusschance ergriffen. Doch ein gutes blau-gelbes Abwehrverhalten hielt die Roten Teufel weitestgehend außen. Und plötzlich wurde Platz auf der Spielfläche. Nach einem kleinen Tete-a-tete mussten Coffman und Garlent raus. Es folgte Huba Sekesi wegen hohen Stocks und Marco Baßler, der die Bankstrafe für seinen Torwart wegen Spielverzögerung absitzen ging. Fast hatte es in Minute 55 schon etwas von Overtime bei drei gegen drei. Taylor Vause schleppte den Puck gefühlt „ohne Ende“. An unserem Keeper kam er aber nicht vorbei. Fortan hatte das Match aus Sicht eines EHC-Anhängers Längen. Allein dreimal in Minute 58 landete das Hartgummi auf unserer Spielerbank. Es folgte also immer ein Bully vor Hufsky. Bei 57:54 min. nahm Teufel-Trainer Harry Lange erst Auszeit und sogleich den Torhüter für den sechsten Feldspieler vom Eis. Die Füchse-empty-net-Versuche endeten dreimal als Icing. Kristian Hufsky pflückte einen springenden Puck aus der Luft weg, den Andreas Pauli zuletzt berührte (59.). Und acht Sekunden vor Ultimo zielte Hickmott etwas zu hoch. Die Schlusssirene löste kollektiven blau-gelben Jubel aus.

So endeten gleich zwei Serien. Bad Nauheim musste nach fünf Siegen am Stück mal wieder über einen Spielverlust quittieren. Dagegen gewannen die Unsrigen nach drei allesamt vermeidbaren Niederlagen endlich wieder ein Spiel. Bleibt zu hoffen, dass unsere Mannschaft am Sonntag mit breiter Brust gegen Landshut ankämpft und auch das zweite 0:1 rächt. Aber Vorsicht: Nach der 3:4-Heimniederlage der Niederbayern nach Penaltyschießen gegen Selb werden die Vogel-Buben angefressen im Fuchsbau auflaufen.

Wer sich übrigens für den Samstag noch nichts vorgenommen hat, der kann den Siegern vom heutigen Tag beim öffentlichen Training von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr zuschauen. Ab ca. 14.00 Uhr werden die Spieler Autogrammwünsche erfüllen. Kommt vorbei und trefft die Mannschaft im Fanshop sowie in der Stadionkneipe "Fuchsbau". Wir freuen uns auf euch!

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