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Κ-Ε
(2:0) - (0:0) - (4:1)
22.01.2023, 17:00 Uhr

Wichtige 3 Punkte und Platz Neun

Füchse gewinnen gegen Bayreuth

Þ23 Januar 2023, 23:25
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Lausitzer Füchse

Unsere Lausitzer Füchse haben den vorzeitigen Klassenerhalt wieder selbst in der Hand. Zwei Tage nach dem 6:5 nach Overtime in Heilbronn schossen die Blau-Gelben wieder sechs Tore und ließen sich vom Schlusslicht aus Bayreuth nur eine Bude einschenken. Weil Regensburg daheim gegen Crimmitschau (1:2 nach Verlängerung) und Selb auf eigenem Eis gegen Freiburg (2:4) verloren, rückten die Weißwasseraner bis auf Platz neun vor. Das Klassement ist allerdings weiter mehr als eng. Und der Rückstand auf den Achten beträgt gegenwärtig schon sechs Punkte. Da bleibt keinerlei Zeit zur „Besinnung“. „Ich bin kein Mathematiker sondern Eishockeytrainer. Ich habe keine Ahnung, wie viele Punkte wir brauchen, um oberhalb des Playoff-Striches zu bleiben. Ich weiß nur, dass auch vor dem nächsten Spiel drei Punkte auf dem Tisch liegen. Nur das interessiert mich“, wiegelte EHC-Trainer Petteri Väkiparta Nachfragen dahingehend, ob er schon Richtung Platz zehn rechne, ab. Unser Coach musste auf Toni Ritter und Kristian Blumenschein verzichten, die in Heilbronn nach dem ersten Drittel passen mussten. Dafür feierte Jan Bednar ein Blitzcomeback und war neben Sebastian Zauner unser zweiter Defender mit Vollvisier. Jan Nijenhuis komplettierte unseren ersten Sturm mit Hunter Garlent und Roope Mäkitalo, während Louis Anders in der dritten Formation mit Marco Baßler und Teemu Henritius angriff.

Und der EHC begrüßte die Wagnerstädter gleich mit einem Tor. Lane Scheidl schickte den Puck aus der Bandenecke in den hohen Slot und Clarke Breitkreuz fackelte nicht lange. Nach 39 Sekunden führten die Heimischen mit 1:0. Wie wertvoll dieser Treffer war, lässt sich vielleicht nur erahnen. Denn zumindest mussten nun auch die Tigers etwas Konstruktives für das Spiel tun. Die vierte und fünfte Minute bescherten den Gastgebern dann zwei Strafen. Immerhin 47 Sekunden doppelter Unterzahl galt es zu überstehen. Die killten unsere Jungs bravourös. Erst, als die Schützlinge von Rich Chernomaz wieder zu viert waren, loderte Gefahr auf. Da wurden drei/ vier gute Schüsse abgegeben, die entweder unser Torhüter Nikita Quapp stoppte oder knapp ihr Ziel verfehlten (7./ 8.). Dann versuchte es Lane Scheidl aus Nahdistanz mit der Rückhand, wurde aber unfair gestoppt (9.). Das folgende Powerplay verlief eher „unbemerkt“. Anschließend ging es vor allem in unserer Defensivzone intensiv zu, ohne dass die Cracks vom Roten Main „dicke Dinger“ gehabt hätten. Weißwasser hielt es einfach und brachte das Spielgerät kompromisslos hinten heraus. Marco Baßler nahm bei zwei gegen eins den Schuss, kam aber an Brandon Halverson nicht vorbei (15.). Nach Beinstellen an Hunter Garlent wurde Christian Kretschmann eliminiert. Diesmal war das Überzahlspiel richtig zwingend. Konnte der Tigers-Goalie den von Breitkreuz abgefälschten Mäkitalo-Blueliner noch stoppen (18.), so lenkte Scheidl die von Garlent in den Slot geschickte Scheibe toll ein. Das 2:0 ging in Ordnung, auch wenn Quapp mit dem Blocker noch einen Knaller von Simon Gnyp abwehren musste (20.).

Das erste Achtungszeichen der zweiten 20 Minuten setzte Jan Nijenhuis, der mittels Schrägschuss die Kelle des Bayreuther Keepers zerstörte (22.). Nach 25 Minuten gab es bange Blicke. Hunter Garlent rutschte auf Knien bis vor die Wechselbank, erhob sich lange nicht und musste vom Eis geführt werden. Zum Glück war der Goldhelm nicht verletzt. Er hatte nur eine Kufe verloren… Wieder der sehr agile Nijenhuis zog vor Torhüter Halverson, der den linken Schoner ausfuhr und einen weiteren Einschlag unterband (28.). Gegenüber fiel Top-Scorer Ville Järvelainen der Puck direkt auf den Schläger. Der Goldhelm verzog aus drei Metern (30.). Weil die Angereisten jetzt etwas höher verteidigten und sich unser Team damit zunächst schwertat, waren Torchancen Mangelware. Die Mannschaften neutralisierten sich. Ein Garlent-Direktschuss, den Halverson hielt, und im fünften EHC-Powerplay eine Dauerfeuersalve von Garlent, Adam und Breitkreuz, die erst endete, als Maxi Adam Lane Scheidl traf, beendeten den Mittelabschnitt torlos.

In der letzten Periode ließ unser Team dann gar nicht mehr viel anbrennen. Nach ruhigem Auftakt schickte Kretschmann Tim Detig in die Bande und kassierte zwei Minuten. Käpt’n Breitkreuz frei aus vier Metern ließ die beste Gelegenheit aus (45.), ehe sich Marco Baßler – da waren die Oberfranken gerade wieder komplett – von hinter dem Tor Richtung Gäste-Drahtkäfig schlich und mit der Rückhand im langen Eck vollendete. Der Jubel war noch nicht verhallt, da besorgte Mike Mieszkowski mit Handgelenkschuss das 1:3. Nur 16 Sekunden lagen zwischen den beiden Toren. Um ein Haar hätte Baßler nachgelegt, scheiterte aber an Halverson (46.). Nach einem Garlent-Versuch jonglierte der Bayreuther Schlussmann die Scheibe bis in seinen Fanghandschuh (51.). Wenig später war es so weit: Sebastian Zauner passte vor das Tor und wieder Lane Scheidl fälschte erfolgreich ab. Das war die Entscheidung in dieser Partie. Konnte Brandon Halverson gegen Roope Mäkitalo das fünfte Tor noch verhindern (52.), so fiel das nach großem Durcheinander vor der Tigers-Kiste doch. Gnyp hatte für den schon geschlagenen Goalie gegen Mäkitalo noch gerettet. Da kam Hunter Garlent an das Spielgerät und machte kurzen Prozess. Den Schlusspunkt setzte Louis Anders, der durch alle und auch durch Halversons Beine das 6:1 erzielte.

Der Füchse-Dreier ging fraglos auch in der Höhe in Ordnung. Hoffnungsvoll stimmte bei den Blau-Gelben auch, dass sich die Last des Toreschießens endlich besser verteilte. Immerhin vier Treffer steuerte Lane Scheidl an diesem Wochenende bei (heute zwei), je zwei (heute je eines) Kapitän Clarke Breitkreuz und Louis Anders. „Für die Tore musst du viel arbeiten und dir das Scheibenglück erkämpfen. Wenn wir schnell Richtung Tor spielen, hart im Torraum agieren und einen Spieler vor dem Goalie haben, dann kommen auch die Rebounds. Das machen wir jetzt besser“, atmete Petteri Väkiparta auf. Mögen unsere Jungs am nächsten Wochenende auch ohne 3.500 km-Fahrt-Vorspiel an die Leistungen von diesmal anknüpfen und beim Torabschluss weiter „cool“ bleiben können.

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