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(2:1) - (1:2) - (0:0) - (0:0 ОТ) - (1:0 SO)
28.04.2022, 02:30 Uhr

Vegas verpasst erstmals die Playoffs

Niederlage in Chicago

Þ28 April 2022, 10:35
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Vegas Golden Knights

Die Vegas Golden Knights haben erstmals in ihrer Franchise-Geschichte die Stanley Cup Playoffs verpasst. Am Mittwochabend stand Vegas im United Center mit dem Rücken zur Wand und verlor bei den Chicago Blackhawks mit 3:4 nach Penaltyschießen. Es war bereits die dritte Shootout-Niederlage in Folge, die das historische Aus der Golden Knights verursachte.

Da im Parallelspiel die Dallas Stars einen Punkt gegen die Arizona Coyotes holten (3:4 n.V.), sicherten sich die Texaner bereits vorzeitig den letzten verbliebenen Playoff-Platz. Doch auch die Golden Knights erledigten ihre Hausaufgaben nicht wie erhofft, zogen in der Windy City selbst im Shootout den Kürzeren und verloren gegen die Chicago Blackhawks mit 3:4 n.P.

In der entscheidenden Phase der Saison schaffte es Vegas nicht, konstant zu punkten und verlor bereits zum dritten Mal in Folge im Penaltyschießen. "Ich glaube nicht, dass der Tank leer war", sagte Vegas-Trainer Peter DeBoer. "Vielleicht war die Motivation ein Faktor, nachdem wir gestern verloren haben und dadurch ohnehin nur noch eine mathematische Chance bestand. Als Dallas im Parallelspiel zwischenzeitlich schon mit 3:0 vorne lag und am Ende in die Verlängerung ging, war uns ja klar, dass es nicht reichen würde. Ich denke, es gab einen emotionalen Zusammenbruch nach einer schweren und harten Niederlage gestern in Dallas."

Der mentale Bruch passierte aber wohl schon im Spiel zuvor am Sonntag beim 4:5 n.P. gegen die San Jose Sharks, bei denen der Schweizer Timo Meier bei nur noch 0,9 Sekunden auf der Uhr mitten ins Herz der Golden Knights traf. Im Shootout (0/3) erzielte dann Thomas Bordeleau den Siegtreffer. Am Dienstagabend, beim 2:3 n.P. im Showdown bei den Dallas Stars, verspielte Vegas zwei Führungen, blieb im Penaltyschießen erneut ohne Erfolg (0/6), während Miro Heiskanen die Texaner jubeln ließ. Und nun, beim alles entscheidenden 3:4 n.P. bei den Chicago Blackhawks, zeigten die Golden Knights erneut Nerven und blieben im Sieben-Runden-Shootout abermals ohne ein einziges Erfolgserlebnis (0/7). Vegas konnte keinen seiner letzten 17 Penaltyschüsse verwandeln (0/17).

"Ich habe keine Erklärung dafür, warum so viel gute Spieler nicht ins Tor treffen", zeigte sich DeBoer ratlos. "Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Ich fühle mich schlecht für unseren Goalie: L.T. (Logan Thompson) hat uns immer eine Chance im Shootout gegeben."

Stürmer Max Pacioretty sah den Fehler nicht im Penaltyschießen selbst, sondern in der Zeit davor: "Wir haben nicht genug gemacht, um die Spiele in der regulären Spielzeit oder in der Overtime zu gewinnen, um sicher zu gehen, dass es keine Fragezeichen geben wird. In diesem Sommer gibt es viel nachzutrauern."

Überrascht und enttäuscht

Immerhin waren die Golden Knights als Top-Favorit in der Pacific Division in die Saison 2021/22 gestartet, spielten aber die schlechteste Saison ihrer Franchise-Geschichte, mussten sich am Ende hinter den Calgary Flames, Edmonton Oilers und Los Angeles Kings einreihen und verpassten erstmals überhaupt die Qualifikation für die K.o.-Phase.

"Klar bin ich überrascht und auch enttäuscht. Ich stehe in der Reihe der Verantwortlichen ganz vorne", sagte DeBoer, dessen Team einen schweren Rucksack trug: "Es gab hohe Erwartungen an diese Mannschaft. Es ist nicht leicht und fühlt sich für niemanden gut an. Wir sind seit einer Weile unter Druck und haben das auch gefühlt. Wir spielen schon seit drei, vier Wochen ums Überleben, also schon eine ganze Zeit."

"Es ist enttäuschend", sagte auch Center Chandler Stephenson. "Dort wollten wir nicht stehen."

Viele Verletzte und kaum Chemie

Eines der Hauptgründe für das Ausscheiden war die Verletzungsmisere: Kein einziger Spieler absolvierte die bislang absolvierten 81 Saisonspiele. Leistungsträger wie Kapitän Mark Stone (36 Spiele), Pacioretty (38 Einsätze), William Karlsson (66 Spiele), Reilly Smith (56), Alec Martinez (25) oder Brayden McNabb (68) fielen gar über einen längeren Zeitraum aus. In der finalen Phase der Hauptrunde verletzte sich auch noch Stammtorwart Robin Lehner schwer (Schulter-OP), weshalb der 25-jährige Rookie Logan Thompson zum neuen Starter wurde. "Sowas habe ich noch nicht erlebt. Das ist verrückt. Viele Top-Spieler haben über einen längeren Zeitraum gefehlt", haderte Stephenson.

Auch der Blockbuster-Trade von Jack Eichel (33 Spiele, 12-10-22) schlug nicht ein wie erhofft. Seit dessen Debüt am 16. Februar kommen die Golden Knights auf eine magere 14-14-5-Bilanz, holten also nur die Hälfte der möglichen Punkte.

"Auf dem Papier hat uns eigentlich nichts gefehlt. Wir hatten alles, was wir gebraucht hätten. Aber wir wissen auch, dass harte Arbeit das Talent auf dem Papier schlagen kann. Chemie ist das wichtigste auf und neben dem Eis. Wir hätten diese gerne schon im Training Camp aufgebaut. Es braucht Zeit, um das zu kreieren. Aber wir hatten genug Spieler, die miteinander spielen können, um Erfolg zu haben. Das ist also nicht entschuldbar", unterstrich Pacioretty. "Wir hatten viele Verletzte, aber auch viel Tiefe, weshalb wir es trotzdem in die Playoffs hätten schaffen müssen. Das ist eine bittere Pille, die wir schlucken müssen. Ich habe bis zum Ende die Hoffnung nicht verloren und gedacht, dass wir es noch schaffen würden. Wir haben jetzt viel Zeit, um das zu reflektieren und müssen einen Weg finden, uns zu verbessern. Keiner hat erwartet, dass wir so weit unter Wert abschließen würden."

"Es gibt keine Entschuldigung"

Für Vegas heißt es jetzt Wunden lecken. Pacioretty hofft, dass das Playoff-Aus in diesem Jahr einen positiven Effekt für die Zukunft haben könnte: "Man muss sich jetzt Teams anschauen, die sich nach solchen Unglücken verbessert haben. Tampa wurde gesweept und hatten danach großen Erfolg. Auch andere Mannschaften haben die Playoffs verpasst und haben dann in der Folgezeit mit demselben Kern lange Läufe realisiert. Wir glauben an das, was wir haben. Wir wissen, dass wir alles in dieser Kabine haben, um zu gewinnen. Aber es gibt keine Entschuldigung für die Position, in der wir jetzt sind."

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