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Tobias Rieder unterschreibt in Buffalo

Landshuter erhält einen Vertrag über ein Jahr für 700.000 US-Dollar

Þ11 Oktober 2020, 02:00
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Buffalo Sabres

Am Freitag wurde der Markt für die Free Agents der NHL eröffnet und es wurde ein ereignisreicher Tag. Es gab lange nicht mehr so viele Spieler von dieser Qualität, die ohne Vertrag waren, so fanden bereits am ersten Tag viele namhafte Athleten eine neue Heimat. Darunter auch Tobias Rieder, der in der kommenden Saison für die Buffalo Sabres antreten wird.

Der Landshuter unterschrieb einen Vertrag über ein Jahr für 700.000 US-Dollar. Die Sabres sind Rieders fünftes Team in der NHL. Er wurde in der vierten Runde des NHL Draft 2011 von den Edmonton Oilers gedraftet, die ihn jedoch an die Arizona Coyotes abgaben, ehe er zu seinem ersten Einsatz in der NHL kam. Bei den Coyotes war Rieder über drei Jahre lang einer der wichtigsten Leistungsträger. In seiner vierten Saison (2017/18) schickten sie ihn jedoch zu den Los Angeles Kings, es folgten Wechsel zu den Edmonton Oilers und schließlich zu den Calgary Flames. Seit seinem Transfer von den Coyotes erzielte er von Saison zu Saison weniger Punkte.

In der abgelaufenen Saison trug der 27-jährige Center das Trikot der Flames, dort lieferte er in der regulären Saison mit zehn Punkten (vier Tore, sechs Assists) in 55 Spielen die niedrigste Punktzahl seiner Karriere. Allerdings war die Saison durch die Coronavirus-Pandemie verkürzt und am Ende zeigte Rieder in der Stanley Cup Qualifikation und den Stanley Cup Playoffs, was wirklich in ihm steckt.

Am 1. August starteten die Flames in ihrer Best-of-5-Serie der Qualifikation gegen die Winnipeg Jets und Rieder machte umgehend auf sich aufmerksam. Im zweiten Drittel traf er sehenswert in Unterzahl zum 2:1. Wie sich später herausstellen sollte das Siegtor bei einem Endergebnis von 4:1. Am 13. und 16. August ließ er gegen die Dallas Stars in der ersten Runde der Playoffs zwei weitere Tore folgen und stellte mit drei Unterzahltoren den Playoff-Rekord der NHL ein. Außer ihm gelangen in der Geschichte der NHL nur sechs anderen Spielern, Derek Sanderson, Bill Barber, Lorne Henning, Wayne Gretzky, Wayne Presley und Todd Marchant drei Unterzahltore in einem Playoff-Jahr.

Die Flames schieden in der ersten Runde gegen die Stars aus, doch Rieder nutzte die zehn Spiele der Postseason, um mit drei Toren und zwei Assists seinen Wert unter Beweis zu stellen.

"Er achtet sehr auf die Details", lobte Calgarys Assistenztrainer Ryan Huska ihn vor der Qualifikation. "Tobi ist einer der Spieler, die jeden Tag organisiert und vorbereitet waren und er hat richtig trainiert. Jeden Tag. Wenn ein Spieler das macht, hat man als Trainer das Gefühl, dass ein Spieler sich selbst in eine Ausgangsposition bringt, mit der er Erfolg haben wird."

Die starke Ausbeute in Unterzahl ruft bei Rieder ein Déjà-vu hervor. Er erlangte Bekanntheit in der Liga, als er in seiner Rookie-Saison am 1. Dezember 2014 zwei Unterzahltore innerhalb von 58 Sekunden erzielte. So schnell gelang das keinem anderen Neuling in der NHL-Geschichte.

Der deutsche Nationalspieler überzeugte in den Playoffs aber nicht nur mit seiner Offensive in Unterzahl, sondern auch mit seiner Fähigkeit den Gegner vom Tor fernzuhalten. Der Unterzahlspezialist setzte seine Gegner stets früh, oft in deren eigenen Drittel unter Druck und nahm damit wertvolle Sekunden von der Uhr.

"Ich habe viele Jahre gegen Rieds gespielt und er war immer einer der Spieler gegen die zu spielen ich am meisten gehasst habe, besonders im Powerplay", gab Rieders Kapitän bei den Flames, Mark Giordano, zu. "Er ist schnell, einer der schnellsten Spieler der Liga und seine Fähigkeit das Spiel zu lesen und Pässe abzufangen werden sehr unterschätzt."

Vor allem diese Qualitäten brachten Rieder seinen neuen Vertrag bei den Sabres ein. Das Team unter Führung von Trainer Ralph Krueger setzt darauf, dass Rieder diese auch in der kommenden Saison aufs Eis bringt. In dem jungen Team, das sich im Neuaufbau befindet, könnte Rieder wieder zu mehr Eiszeit kommen, als zuletzt bei den Flames, oder zuvor bei den Oilers. Damit hätte er die perfekte Chance, auf seinen starken Leistungen in seinen letzten Spielen für die Flames aufzubauen.

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