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30.12.2018, 22:29

Stuttgart Rebels ziehen Zwischenbilanz

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Stuttgart Rebels
Stuttgart Rebels

Viel Positives gibt es vom Stuttgarter Eishockey-Club auf der Waldau zu vermelden. Allerdings lässt der sportliche Befreiungsschlag der ersten Mannschaft nach zwei Dritteln der Spielzeit weiterhin auf sich warten.

Nach zwei Dritteln der Spielzeit in der Regionalliga Süd-West hätten sich die Stuttgart Rebels sicherlich mehr erwünscht als einen Platz im unteren Tabellendrittel. Doch der Elan, mit dem man in die aktuelle Saison gestartet ist, hat noch nicht zu den erhofften Erfolgen geführt. Doch beim Stuttgarter Eishockey-Club gibt es auch Positives zu vermelden, denn die Arbeit im Verein und der Spielbetrieb auf der Waldau laufen besser als im Vorjahr.


Pünktlich zu den Weihnachtsferien hat für die Stuttgart Rebels die Sirene das Ende des zweiten Saisondrittels in der Regionalliga Süd-West angekündigt. Drei Wochen Spielpause geben der ersten Mannschaft des Stuttgarter Eishockey-Clubs die Chance zur Erholung, bieten aber auch Platz für einen Rückblick auf den bisherigen Saisonverlauf.

Blickt man auf die Tabelle und die bisherigen Ergebnisse, so können die Stuttgarter nicht zufrieden sein: 16 Spiele sind gespielt, acht weitere noch offen. Viermal konnten die Rebels als Sieger nach der regulären Spielzeit das Eis verlassen, davon zweimal vor heimischem Publikum. Viermal ging es nach der regulären Spielzeit ins Penalty-Schießen, dass die Mannschaft nur einmal für sich entscheiden konnten. Bei acht Spielen ging die gegnerische Mannschaft als Sieger und damit mit drei Punkten von der Eisfläche. In Summe konnten die Spieler um Mannschaftskapitän Tim Becker somit 17 Punkte sammeln – das reicht gerade für den 7. Platz in der Tabelle (von 9), die Play-Offs der vier besten Teams sind in weiter Ferne.

Dabei war man mit anderen Erwartungen in die Saison gestartet: sechs neue Spieler ergänzten den Kader der Rebels seit Saisonbeginn und brachten teilweise fundierte Erfahrung und Spielpraxis nach Stuttgart mit. Das erste Testspiel lief gleich erfolgreich, man konnte den Vorjahresmeister Bietigheim bezwingen. Doch danach wollte es nicht mehr so richtig laufen: der Ligabetrieb startete für die Rebels mit vier Niederlagen. Erst im fünften Match konnte man dem Gegner aus Zweibrücken zwei Punkte nach Penalty abknöpfen. Die Zuschauer erlebten dabei in der Stuttgarter Eiswelt zwar oft starke Spielszenen – aber eben auch schwache Momente, in denen der Puck wiederholt wenige Zentimeter neben dem gegnerischen Tor landete oder die Rebels selbst im Powerplay nicht die tonangebende Mannschaft waren. So zeigt sich Christian Ballarin, 1. Vorsitzender der Stuttgarter Eishockey-Clubs, vom spielerischen Verlauf der Saison nicht begeistert: „Wir müssen ehrlich sein: die Erwartungen, die wir zu Beginn der Saison hatten, wurden bislang nicht erfüllt. Die Mannschaft hat zwar oft gezeigt, dass sie es grundsätzlich kann – beim Spiel auf dem Eis läuft es dann aber meist nicht so rund, wie es laufen könnte. Wir sehen in der Mannschaft Qualität – aber eben auch noch erhebliches Verbesserungspotential.“

Deutlich zufriedener zeigt sich der Vorsitzende mit dem, was sonst auf der Waldau erreicht werden konnte: „Wir haben in den letzten Monaten mit einem großartigen Team viel erreicht und vieles bewegen können.“ Dieser Erfolg zeigt sich vor allem bei den Spielen in der Stuttgarter Eiswelt: gleich bei mehreren Spielen wurde den Zuschauern ein attraktives Rahmenprogramm geboten, die Stimmung im „Home of the Rebels“ ist merkbar besser geworden. Besondere Events wie die „American Hockey Night“ oder das Charity Game zugunsten herzkranker Kinder boten viel Abwechslung in den Drittelpausen. Gleichzeitig wurden die Öffentlichkeitsarbeit und die Präsenz in den sozialen Medien intensiviert. All dies macht sich auch positiv bei den Zuschauerzahlen bemerkbar, die mit im Schnitt 380 Zuschauern pro Spiel deutlich über dem Vorjahresschnitt liegen. Auch die in dieser Saison erstmals eingeführten VIP-Tickets erfreuen sich einer guten Nachfrage; ebenso konnte die Zahl der Sponsoren merkbar ausgebaut werden. Am Ende führt dies zu einem spürbaren Plus von rund zehn Prozent in der Kasse und verbessert damit die Handlungsmöglichkeiten des Vereins gerade auch in der Jugendarbeit.

Auch bei der Nachwuchsarbeit konnte der vor einem halben Jahr neu gewählte Vorstand und sein Team schon einiges erreichen: im Januar 2019 startet erstmals die Winter Academy als neues Angebot der Hockey Academy. Durch zwei zusätzliche Eiszeiten in den frühen Morgenstunden konnte das Trainingsangebot für die Jugend ausgebaut werden. Daneben läuft das Programm „Kindi-auf-Kufen“ und die Laufschule wie in den Vorjahren mit großer Resonanz und großem Erfolg weiter. Im Resümee zeigt sich Ballarin mit der Arbeit im Verein zufrieden: „Wir haben viele ehrenamtliche Helfer, die das Engagement des Vereins in seiner Breite überhaupt erst ermöglichen. Ihnen zollen wir Dank und Respekt für das, was sie für den Verein jeden Tag von neuem leisten“, so der Vorsitzende. Nach seinen Wünschen für die zukünftige Vereinsarbeit gefragt, ergänzt er: „Wir haben noch viele Ideen und können jede weitere helfende Hand gut gebrauchen. Langfristig steht eine dritte Eishalle auf der Waldau ganz oben auf der Wunschliste, da wir wie die anderen Vereine bemerken, dass uns die fehlenden Eiszeiten zunehmend in unserer Entwicklung einschränken.“

Beim Spielbetrieb sind nun die Trainer und der Teammanager gefordert. Teammanager Claus Becker: „Oft war der Erfolg für das Team zum Greifen nah, wurde dann allerdings zu oft durch mangelnde Cleverness und taktische Schwächen vergeben. Wir haben aktuell noch acht Spiele, rechnerisch also 24 Punkte vor uns. Hier eine maximale Ausbeute zu organisieren ist zu jedem Spieltag unser Job.“ Der Fokus wird dabei auf der kommenden Saison liegen: „Wir wollen in den nächsten Wochen und Monaten die Grundlagen schaffen, damit die Stärken, die in der Mannschaft unzweifelhaft vorhanden sind, besser zur Geltung kommen.“ Klar ist aber auch: eine weitere Verstärkung des Kaders zur kommenden Saison wird auch mit Blick auf die sportliche Konkurrenz in der Liga zwingend nötig sein. Der Verein hofft, dazu in diesem Jahr die notwendigen Grundlagen geschaffen zu haben.

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