ʥ
Ihre Daten sind 100% gesichert und werden verschlüsselt übertragen
ı
ʦ
Wir verwenden Cookies, um Ihnen Inhalte bereitzustellen und ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Mehr erfahren Sie hier
ı
03.12.2018, 09:36

Schwaches Mitteldrittel kostet Punkte

Bären unterliegen Ratingen mit 2:3

ȭ
neuwied
EHC Neuwied

Krystian Sikorski sehnt sich in Bezug auf Eishockey momentan nach nichts sehnlicher als über einen längeren Zeitraum seinen annähernd kompletten Kader in der Eishockey-Regionalliga West aufbieten zu können. Dem Trainer der Ratinger Ice Aliens fehlen quasi seit Saisonbeginn Woche für Woche in (un)schöner Regelmäßigkeit Spieler, auch am Sonntagabend beim Gastspiel im Neuwieder Icehouse beim EHC „Die Bären“ 2016, wo die „Außerirdischen“ zwar mit ihrem tschechischen Neuzugang Michal Plichta (beim letzten Heimspiel des EHC noch mit Dinslaken zu Gast) aufliefen, dafür aber unter anderem ohne die erkrankten Brazda-Brüder Tim und Tobias – zwei der prägenden Gesichter des Ratinger Aufgebots. So standen auf dem Spielberichtsbogen 19 Neuwieder 14 Ratinger Spielernamen gegenüber. Umso glücklicher war Sikorski, dass er und sein Team drei Punkte mitnahmen an den Sandbach. Mit 3:2 behielten die Gäste insgesamt verdient die Oberhand, weil die Deichstädter erst in der Endphase richtig Fahrt aufnahmen. Die Schlussoffensive kam zu spät. „Wir haben mit einem kleinen Kader unser Spiel gemacht. Die Punkte nehmen wir als Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk gerne mit“, freute sich Sikorski, während sein Neuwieder Kollege Daniel Benske entgegnete: „Mit dieser Leistung können wir auf keinen Fall zufrieden sein. Wir haben uns nicht so präsentiert, wie wir es uns vorstellen. Es war insgesamt über drei Drittel zu wenig, um gegen eine gute Mannschaft wie Ratingen zu gewinnen.“

Die Bären hatten zwar in den ersten Minuten Vorteile, aber als sich die Gäste gefunden hatten, wurde schnell deutlich, dass diese Aufgabe alles andere als eine leichte Geburt werden würde. Maximilian Bleyer traf für Ratingen nach sieben Minuten die Torlatte und wenig später nach einem Querpass von Kapitän Dennis Fischbuch den Schoner von Felix Köllejan. Das Tor fiel aber auf der Gegenseite. Eine Überzahl musste für die Bären herhalten, um in Führung zu gehen. Kevin Wilson legte quer, Michael Jamieson stand im Slot und vollstreckte zum 1:0 (16.).

Soweit hatte Trainer Benske noch nicht viel auszusetzen. Das änderte sich im zweiten Drittel, das die Rot-Weißen mit 3:0 für sich entschieden. Eine inkonsequente Aktion auf der linken Verteidigungsseite, ein nicht unter Kontrolle gebrachter Abpraller und ein Zwei-gegen-eins-Konter brachten Ratingen in Front. Michal Plichta (21.), Marvin Cohut (24.) und Dustin Schumacher (28.) drehten das Ergebnis. Benske: „Da passte es hinten und vorne nicht.“ Die Neuwieder brauchten irgendein Erlebnis, das sie in Schwung bringt. Eine zweiminütige, überstandene Unterzahlsituation ausgangs des Mittelabschnitts, als die Ruppigkeiten zunahmen, zum Beispiel. Hätte Ratingen hier nachgelegt, wäre die Entscheidung wohl gefallen gewesen, aber so? Die Bären hofften auf den psychologischen Effekt. Sie brannten darauf, das schwache Mitteldrittel gutmachen zu können, mussten sich zunächst jedoch in Geduld üben. Ein großflächiges Loch im Eis bis auf den Beton sorgte für eine lange Unterbrechung. Nachdem Wasser, Eis und Kohlendioxidlöscher ihren Dienst verrichtet hatten und die Verletzungsgefahr gebannt war, brannte es häufiger vor Felix Zerbe. Jetzt drückte die Benske-Truppe, kam aber lediglich noch zum Anschlusstreffer durch Sven Schlicht (48.). Chancen waren in der Endphase reichlich vorhanden, aber entweder parierte Zerbe, die Schüsse verfehlten das Ziel, ein Schläger beziehungsweise Körperteil der aufopferungsvoll kämpfenden Ratinger funkte dazwischen oder Alexander Richter traf den Querbalken. Auch mit zwei Mann mehr – Benske holte in Überzahl Felix Köllejan zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. „Die Jungs haben meine Botschaft und Ziele, meinen Stil allmählich verstanden. Das war von der ersten bis zur letzten Minute Kampf ohne Ende“, freute sich Krystian Sikorski.

Zuschauer: 679

Strafminuten: 10 + Disziplinarstrafe gegen Pering : 12

Tore:
1:0 Michael Jamieson (Wasser, Wilson) 16‘
1:1 Michal Plichta (Scharfenort, Schneider) 21‘
1:2 Marvin Cohut (Fischbuch) 24‘
1:3 Dustin Schumacher (Schneider, Klemmer) 28‘
2:3 Sven Schlicht (Jamieson) 48‘.

News Kategorie
Spielbericht
â
Impressum | Datenschutz
Sedcardsystem | MK1 v8.9.4 | RegNr. 18401 | use-media Œ