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09.02.2019, 17:54

Saale Bulls unterliegen zu Hause mit 4:7

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Saale Bulls Halle

Einen Satz hörte man nach der gestrigen Partie immer wieder, ob in Fangesprächen oder auch bei der anschließenden Pressekonferenz: „Es war ein eigenartiges Spiel“. Geschuldet ist diese Einschätzung wohl ganz klar dem Spielverlauf und den harten Auseinandersetzungen auf dem Eis im letzten Drittel, aber der Reihe nach:

Nach der wieder nur sehr kurzen Erholungspause – erst am Donnerstagmorgen waren die Saale Bulls vom Auswärtsspiel aus Hamburg kommend wieder in Halle gelandet – ging es für die Saale Bulls im heimischen Sparkassen-Eisdom gegen den Tabellennachbarn von den Hannover Indians weiter. Doch nicht nur der Tabellendritte aus der niedersächsischen Landeshauptstadt mit immerhin 10 Punkten Vorsprung stellte einen harten Prüfstein dar, sondern auch die recht leere Spielerbank der Hallenser. So musste Trainer Dave Rich im Spiel neben Marius Stöber und Tim Marek (Muskelverletzungen) nun auch noch auf Johanes Ehemann (Schnittverletzung) und Jannik Striepeke (Sperre) verzichten. Ein Umstand, der gerade bei dieser schnellen Spielfrequenz ohne Regenerationszeit wohl auch spielentscheidend werden kann, wenn am Ende die Kondition nicht mehr ausreichend ist.

Doch die Bulls hatten in dieser Saison schon mehrfach gezeigt, dass sie bei solchen Herausforderungen noch ein Stück enger zusammenrücken und im Kampf über die hundert Prozent hinausgehen. Es waren dann auch die Hausherren, welche die Partie vom Anbully weg bestimmten und sofort aufdrehten. So hämmerte Nathan Burns die schwarze Scheibe auch kurze Zeit später in Richtung Kevin Beech im Tor der Gäste, aber dieser konnte sie noch aus der Luft fischen. Der Dauerangriff auf das Tor der Hannoveraner ging weiter, wobei mehrfach die Gestänge bei den Schüssen der Bulls zu hören waren, aber ihnen dabei das Torglück versagt blieb. Diese fanden die Saalestädter kurze Zeit später und zeigten vor allem, dass sie Überzahl spielen können, da sich die Indians mit ihrer harten Gangart selber durch Strafen dezimiert hatten. So konnte Nathan Burns in der 6. Spielminute nach 36 Sekunden Überzahl endlich die Führung für die Bulls holen. Noch ein wenig schneller bei der Umsetzung war Jan-Niklas Pietsch in der 11. Minute, denn er brauchte nur 5 Sekunden und erzielte das 0:2. Doch nun hatten sich anscheinend die Gäste aus Niedersachsen warm gespielt und legten ihrerseits los.

Sie zeigten in der 13. Spielminute warum sie mit einem deutlichen Vorsprung zur Tabellenspitze gehören und momentan einen Lauf von 8 Siegen verbuchen konnten. Denn mit den Toren von Lukas Valasek und Brent Wiliam Norris innerhalb von nur 9 Sekunden und anscheinend für die Bulls aus dem Nichts kommend, konnten sie den Ausgleich holen. Das Spiel war damit wieder auf null zurückgesetzt und es ging munter auf dem Eis hin und her, wobei die Indians mit hartem Forechecking die Angriffe der Saalestädter immer recht schnell stoppen konnten. Diese konnten sich zwar trotzdem in das Drittel der Gäste kämpfen, aber nun gab es wieder nur Gehäusetreffer.

Da Tim May am Ende des ersten Spielabschnitts noch eine Strafe kassierte, ging es für die Hallenser nach der Pause für gut eine halbe Minute in Unterzahl weiter. Und diese Zeit genügte den Gästen, um mit dem Tor von Arnoldas Bosas nun selber die Führung im Spiel zu übernehmen. Nun ging es auch Schlag auf Schlag weiter und der Angriff der Bulls wurde hart vor dem Tor von Beech gestoppt. Dafür gab es einen Penalty, welcher aber leider von Chris Francis nicht erfolgreich umgesetzt werden konnte. Im Gegenzug schlugen die Hannoveraner wieder zu, als Lukas Valasek das Tor der Hallenser umkreiste und mit dem sog. Bauerntrick den Puck in die offene Ecke schieben konnte.

Der Rückstand von zwei Toren ließ die Bulls jedoch nicht aufstecken, denn so einfach wollten sie das Spiel nicht her schenken. Für ihren Einsatz wurden sie auch belohnt, dieses Mal konnte Alexander Zille aus einem Konter heraus den Puck zum 3:4 einnetzen. Die Partie blieb damit weiterhin eng und spannend, denn beide Teams schenkten sich nichts. Dies schlug sich jedoch vor allem in den Strafzeiten für beide Mannschaften, aber nicht in weiteren Toren nieder.

Das letzte Drittel begann für die Hallenser genau wie das zweite, denn wieder hatten sie eine halbe Minute Unterzahl zu überstehen. Dieses Mal überstanden sie diese aber ohne erneuten Gegentreffer. Doch die Gäste blieben weiterhin gefährlich und zeigten dies mit dem Tor von Roman Pfennings in der 42. Minute. Die Partie blieb spannend, aber vor allem angespannt, denn die Härte zwischen beiden Teams schaukelte sich merklich nach oben. Diese entlud sich in der 45. Minute mit mehreren Schlägereien zwischen den Indians und den Bulls. Da dort nicht nur die Fäuste flogen, sondern auch Blut floss, folgte eine Strafenflut auf beiden Seiten. So kassierten die Hannoveraner insgesamt 18 Minuten und die Bulls 43 Minuten Strafzeiten, wobei dabei die 5 plus Spieldauerstrafe gegen Kapitän Kai Schmitz mehr als deutlich zu Buche schlug und ihnen so ganze fünf Minuten in Unterzahl bescherte. Diese konnten die Niedersachsen nun zu ihrem bereits sechsten Treffer im Spiel nutzen und Branislav Pohanka netzte zum 3:6 ein.

Und die Härte auf dem Eis blieb unverändert, wobei nach den abgelaufenen fünf Minuten die Hannoveraner zwei Mal in Unterzahl auf dem Eis standen. Die Hausherren setzten alles daran, noch was am Spielstand zu tun und sie hatten dabei Kevin Beech auch bereits getunnelt, aber der Puck blieb zwei Zentimeter vor der roten Linie liegen. Bis zum Abpfiff tat sich dort doch noch was, denn mit den Toren Jonas Gerstung für die Bulls und von Arnoldas Bosas für die Gäste endete das Spiel beim Stand von 4:7.

Die Punkte gehen so erneut mit an die Leine und die Bulls müssen den vierten Platz für die Essener, welche zur gleichen Zeit den Herner EV schlugen, wegen des besseren Torverhältnisses räumen. Der Kampf um das Heimrecht in den Playoffs bleibt weiterhin spannend, wobei die beiden Verfolger noch ein Spiel weniger als die Hallenser absolviert haben. Für die Saale Bulls geht es nun am kommenden Sonntag in der thüringischen Landhauptstadt gegen die TecArt Black Dragons Erfurt weiter und dort werden sie den Kampf um den Sieg wieder neu annehmen.

Torschützen:

1:0 Nathan Burns – 6.
2:0 Jan-Niklas Pietsch – 11.
2:1 Lukas Valasek – 13.
2:2 Brent Wiliam Norris – 13.
2:3 Arnoldas Bosas – 21.
2:4 Lukas Valasek – 23.
3:4 Alexander Zille – 29.
3:5 Roman Pfennings – 42.
3:6 Branislav Pohanka – 48.
4:6 Jonas Gerstung – 56.
4:7 Arnoldas Bosas – 59.

Tore: 4:7 (2:2/1:2/1:3)

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