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Nico Sturms steiler Aufstieg bei den Wilds

Der Deutsche Stürmer hat in der NHL den Durchbruch geschafft

Þ15 Juli 2021, 20:24
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Minnesota Wild

Der deutsche Stürmer Nico Sturm hat in der Saison 2020/21 den Durchbruch in der NHL geschafft. Bei den Minnesota Wild kam er in der Hauptrunde in 50 Spielen 17 Scorerpunkte (elf Tore, sechs Assists) gesammelt und kam auch in den Stanley Cup Playoffs in sieben Partien zum Einsatz (ein Tor, ein Assist). In der kommenden Saison will der 26-jährige Augsburger noch mehr Verantwortung übernehmen.

Die Wild waren die Überraschungsmannschaft in der abgelaufenen Spielzeit und qualifizierten sich als Dritter der Honda West Division (35-16-5) für die Playoffs. In der Stanley Cup First Round zog Minnesota in sieben Spielen gegen die hochfavorisierten Vegas Golden Knights den Kürzeren (Serien-Endstand 3:4).

"Ich glaube nicht, dass wir die Serie in Spiel 7 verloren haben, sondern eher in Spiel 3 und 4, die wir zu Hause verloren haben. Nachdem wir Vegas schon in Spiel 1 das Heimrecht gestohlen haben, durfte das nicht passieren. Wir hätten unsere beiden Heimspiele gewinnen müssen", blickte Sturm im Interview mit NHL.com/de zurück und zieht dann doch ein positives Fazit: "Man muss sehen, wo man vor ein, zwei Jahren war. Von daher war es aus persönlicher und mannschaftlicher Sicht eine erfolgreiche Saison. Wir haben gezeigt, dass wir mit den Besten mitspielen können. Mit dem Plan, den wir haben, glaube ich, dass wir in Zukunft auch um den Stanley Cup mitspielen können."

Sturm selbst wurde ein immer wichtigerer Faktor im Team der Wild. Das belegen auch zwei Siegtreffer (geteilter 6. Platz) und immer mehr Eiszeit in der vierten Linie. "Meine Rolle war schon über die Defensivarbeit definiert", so Sturm. "Phasenweise waren wir mit Zach Parise und Nick Bonino aber fast die beste Reihe und haben gut gescort. Wenn du auch gegen die dritte oder vierte Reihe des Gegners spielst, dann erwartest du auch, die Matchups zu gewinnen und das Tor zu treffen."

Mit einer Plus-Minus-Bilanz von +10 hatte Sturm den fünftbesten Wert in Minnesota (gleichauf mit Shootingstar Kirill Kaprizov), war also in Sachen Defensivarbeit ein sehr verlässlicher Spieler. Entsprechend erhielt der 1,91 Meter große und 94 Kilogramm schwere Linksschütze besonders in Unterzahl eine immer größere Rolle. "Das Penalty Killing war natürlich auch ein großer Faktor, der mir helfen wird, mich in der Liga zu etablieren. Es ist definitiv eine meiner Stärken", glaubt Sturm.

Wie sehr Trainer Dean Evason auf Sturm vertraute, zeigte sich in den wichtigsten Spielen des Jahres: In den Stanley Cup Playoffs erhielt der 26-Jährige im Schnitt 11:07 Minuten Eiszeit und war in Unterzahl mit 41 Prozent der Situationen der am dritthäufigsten eingesetzte Angreifer hinter Bonino (49 Prozent) und Joel Eriksson Ek (44,4 Prozent).

 

Insbesondere von Eriksson Ek konnte sich Sturm in diesem Jahr viel abschauen: "Er hat so angefangen wie ich, ist eher als defensivstarker Center gesehen worden und hat sich zu einen der besten Two-Way-Mittelstürmer der Liga entwickelt. Er hat viel mehr Anerkennung und Respekt in der Liga bekommen und sich das auch verdient. Nach ihm kann ich mein Spiel formen."

Sturm justierte übrigens schon während der Saison bei sich selbst nach. Als seine Eiszeiten Anfang April plötzlich abnahmen und er kurzzeitig sogar aus der Aufstellung rotiert war, besserte der Stürmer nach: "Sicherlich habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht mein bestes Eishockey gespielt und war auch noch nicht zu 100 Prozent etabliert. Da bist du dann ganz schnell draußen. In diesem Moment war das schwer zu verstehen, gerade als unerfahrener Spieler macht man sich Gedanken. Wenn man so viele Spiele macht, dann kommt man in einen Trott rein. Wenn man aber mal auf der Tribüne sitzt und das Spiel von außen betrachtet, dann sieht man ein, zwei Sachen anders. Ich hatte auch die Chance, mit den Coaches über drei, vier Tage mal eine Stunde lang zu arbeiten. Das hilft einem auch weiter. Rückblickend ist das alles in Ordnung."

 

Drei Monate später ist Sturms Standing bei den Wild ein anderes. Im Saison-Endspurt war er nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken. Nachdem sich Minnesota von Verteidiger Ryan Suter und Stürmer Parise via Buyout getrennt haben, gibt es nun zwei Optionen mehr, Sturm für den Expansion Draft zu beschützen.

"Es gibt die Möglichkeit, dort (im Expansion Draft) ausgewählt zu werden. Wenn es so kommt, dann kommt es so, das kann ich nicht beeinflussen. Das ist Teil des Geschäfts. Auch unter der Saison kann immer ein Trade passieren", sagte Sturm, betonte aber auch: "Ich würde gerne bleiben, denn ich fühle mich hier wohl. Ich möchte jetzt einfach mehr Eiszeit und Verantwortung übernehmen, das habe ich auch dem Management und dem Trainer so gesagt."

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