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Ζ-Ι
(1:2) - (0:3) - (1:0)
11.11.2021, 04:00 Uhr

Minnesota besiegt auch Arizona

Führung in der Central Division für die Wild

Þ11 November 2021, 09:50
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Minnesota Wild

Die Minnesota Wild haben einen Lauf: Mit dem 5:2-Auswärtserfolg bei den Arizona Coyotes verlängerten die Wild ihre Siegesserie auf vier Spiele und zeigten sich erneut in Torlaune. Der Schweizer Kevin Fiala erzielte ein Traumtor.

Minnesotas Shootingstar Kirill Kaprizov hatte in den ersten acht Saisonspielen nicht getroffen. Am 2. November aber löste der Calder Trophy-Gewinner (Rookie der Saison 2020/21) den Knoten und erzielte den Siegtreffer zum 5:4 n.V. gegen die Ottawa Senators. Nicht nur beim 24-jährigen Russen, sondern beim kompletten Wild-Team sorgte das für einen Ketchup-Effekt (erst kommt lange nichts, dann alles auf einmal): Minnesota gewann vier Spiele in Serie, erzielte dabei immer mehr als vier Tore mit Scorerpunkten von 19 (!) verschiedenen Spielern. Allen voran: Der Schweizer Fiala (1-4-5), die Verteidiger Jared Spurgeon (1-4-5) und Matt Dumba (1-3-4) sowie Kaprizov (3-1-4), aber auch der Deutsche Nico Sturm (1-1-2).

Die Folge: Das Team hat seit dem 2. November die beste Offensive in der NHL (4,75 Tore/Spiel), gibt die viertmeisten Torschüsse ab (38 Schüsse/Spiel) und hat zudem überzeugende Special Teams mit 27,3 Prozent Erfolgsquote im Powerplay (10.) sowie 90 Prozent im Penalty Killing (6.). 

Auch am Mittwochabend in der Gila River Arena in Glendale präsentierte sich die Wild-Offensive brandheiß: Fünfmal knipste Minnesota die Torlampe an, verteilte die Scoring-Last mit fünf unterschiedlichen Torschützen auf mehrere Schultern und hatte in Fiala (1-2-3), Mats Zuccarello (0-2-2), Spurgeon (0-2-2) und Jon Merrill (0-2-2) vier Multi-Punkt-Spieler.

Den Anfang machte Joel Eriksson-Ek im Powerplay, der mit der Präzision eines Chirurgen den Puck vom linken Bullykreis zum 1:0 in den rechten Winkel jagte (5.). Kurz darauf parkte Marcus Foligno seinen großen Körper vor dem gegnerischen Tor und fälschte einen Schuss von Merrill gekonnt zum 2:0 ab (10.). Durch einen Puckverlust aber kamen die Coyotes noch im ersten Durchgang zum Anschlusstreffer: Andrew Ladd vollende seinen Alleingang zum 1:2 (15.).

In einem dominanten zweiten Abschnitt (11:5 Schüsse) ließ Minnesota dann keinen Zweifel mehr an seiner teils drückenden Überlegenheit. Ein regelrechtes Kunststück führte Fiala beim 3:1 vor: Der 25-jährige Schweizer nahm die Scheibe im Fahren aus der Luft mit der Rückhand ab und lenkte diese mit herausragender Hand-Augen-Koordination artistisch in den kurzen Knick (23.). "Das war Glück", sagte Fiala, in dessen Gesicht beim Torjubel sich die Überraschung über dieses Traumtor sichtbar abzeichnete. "Es war einfach eine schnelle Reaktion. Instinkt! Ich habe gesehen, dass der Puck beim Pass nach oben abgefälscht wurde und habe einfach nur versucht, ihn aufs Tor zu bringen. Zum Glück ist er reingegangen. Das war kein normaler Treffer. Ich war selbst ein bisschen beindruckt. Das war vielleicht eines der schönsten Tore, die ich je erzielt habe."

Für Fiala war es der zweite Saisontreffer - zuletzt traf der Stürmer im allerersten Saisonspiel. "Das ist schon eine Weile her", lachte Fiala. "Es fühlt sich gut an, aber ich hätte auch heute mehr Tore schießen können."

Kaprizov: 30. NHL-Tor bedeutet Franchise-Rekord

36 Sekunden später schaltete sich Verteidiger Dmitry Kulikov mit nach vorne ein, wurde zwischen den Bullypunkten angespielt, guckte sich Torwart Karel Vejmelka in Ruhe aus und vollendete zum 4:1 (24.). Dann passten sich im Powerplay Zuccarello und Kaprizov hinter dem Tor den Puck zu. Kaprizov erkannte, dass Vejmelka nicht schnell genug von Pfosten zu Pfosten kam und drückte die Scheibe zum 5:1 ins Torwarteck (39.). Der Russe ist damit der erste Spieler in der Franchise-Geschichte der Wild, der die Marke von 30 Treffern in gerade einmal 67 Spielen erreichen konnte. Minnesota war mit diesem Tor außerdem 2/3 in Überzahl und sorgte für einen vorzeitigen Feierabend von Vejmelka (17 Saves, 77,3 Prozent Fangquote), der für Scott Wedgewood (acht Saves) ausgewechselt wurde.

Im Schlussdrittel betrieb Shayne Gostisbehere noch ein wenig Ergebniskosmetik und traf zum 2:5 für Arizona (48.). Minnesotas Goalie Kaapo Kahkonen stoppte 24 von 26 Schüssen (92,3 Prozent Fangquote) - darunter auch ein toller Save in Unterzahl, als er einen Breakaway von Coyotes-Stürmer Lawson Crouse mit der Fanghand entschärfte (39.).

Ohne Scorerpunkt blieb der 26-jährige Augsburger Sturm, der als Center neben Brandon Duhaime und Ryan Hartman in den Starting-Six stand und bei 13:07 Minuten Eiszeit (davon 1:10 in Unterzahl) auf zwei Schüsse und einen Check kam.

Fiala spielte in einer Reihe mit Eriksson-Ek und Foligno, kam auf 14:03 Minuten Eiszeit (davon 2:26 im Powerplay) und verbuchte neben drei Punkten (ein Tor, zwei Assists) auch vier Schüsse sowie eine Plus-Minus-Bilanz von +2.

"Wir sind gut in Form, treten in jedem Spiel aufs Gas und nie auf die Bremse", so Fiala. "Genauso machen wir weiter. Wir glauben an uns."

Nach vier Siegen in Folge geht es für die Wild nun mit breiter Brust weiter gen Westen, wo der Drei-Spiele-Roadtrip mit Auswärtsspielen bei den Vegas Golden Knights und bei den Seattle Kraken fortgesetzt wird. Das nächste Heimspiel in St. Paul ist erst nächste Woche gegen die San Jose Sharks.

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