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Λ-Θ
(2:0) - (3:2) - (2:2)
10.09.2021, 19:30 Uhr

Lausitzer Füchse siegen standesgemäß

Weißwasser siegt mit 7:4 gegen die Saale Bulls

Þ11 September 2021, 10:05
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Lausitzer Füchse

Es war ein sehr kurzweiliges und torreiches Spiel, das die beiden Mannschaften den 663 Zuschauern, darunter vielleicht 30 Anhängern der Hallenser, boten. Am Ende setzte sich unser Zweitligist, der auf Stéphane Döring verzichten musste, verdient mit 7:4 durch und sicherte sich damit den Gewinn der Gruppe B im Nord-Ost-Pokal. Da zeitgleich Crimmitschau mit 5:1 in Leipzig erfolgreich war, kommt es am folgenden Wochenende zum Finale Füchse vs. Eispiraten, wobei unsere Jungs am Freitag Heimrecht haben und am Sonntag auswärts antreten müssen.

Weißwasser begann schwungvoll und prüfte in persona von Hunter Garlent schon nach zwei Minuten die Qualität des Torgestänges, als ein Schrägschuss im rechten Kreuzeck Pfosten und Latte touchierte. Wenig später zappelte das Spielgerät erstmals im Netz. Jens Baxmann schob an der Blauen Linie quer auf Peter Quenneville, der erspähte Garlent, bediente ihn exzellent, sodass unsere Nummer 65 nur noch einzulenken brauchte. Fortan ging es flugs hin und her, wobei unsere Defensive das eine oder andere Abstimmungsproblem offenbarte. Klare Chancen blieben Mangelware, da der letzte Pass – beidseits – selten genau kam. Exemplarisch für den Platz, den man den Gästen gewährte, sei eine Szene aus Minute elf genannt. Erst durfte es Finn Walkowiak viel zu frei aus Nahdistanz probieren. Sogleich kam die Scheibe zum Verteidiger Maurice Becker, der kompromisslos abzog. Nils Velm, der heute das EHC-Tor hütete, war zweimal zur Stelle. Kurz darauf gab es das erste Powerplay für Blau-Gelb. Die erste Überzahl-Formation, bestehend nur aus Stürmern, nämlich aus den vier Kontingentspielern plus Clarke Breitkreuz, sorgte für ordentlich Druck und schöne Passstafetten, schaffte aber (noch) nichts Zählbares. Die Bulls konnten sogar einmal gefährlich kontern. Bei einem zwei gegen eins nahm Roman Pfennings den Schrägschuss (13.), scheiterte aber ebenso an Nils Velm wie kurz darauf Jonas Niemelä aus Nahdistanz (14.). Ein Kracher von Hunter Garlent, der knapp übers Gebälk zischte (15.), war das Zeichen für die Heimischen, nochmal auf das Gaspedal zu treten. Da spielte Clarke Breitkreuz unseren „neuen Roope“ bestens frei, der sich mit Hochschuss in die Maschen angemessen bedankte.

In den Mittelabschnitt gab Korbinian Geibel den Startschuss. Nach nur sieben Sekunden begrüßte er Halles Keeper Sebastian Albrecht mit einem wunderschönen Knaller unter das Tordach. Und keine 90 Sekunden später schnappte sich Garlent den Puck, zog unwiderstehlich auf und davon und um Albrecht herum und stellte auf 4:0. Dann musste Tim Detig auf das Sünderbänkchen. Die von der Saale nutzten das Powerplay und brachten sich auf die Anzeigetafel. Konnte Nils Velm den Schlagschuss von Erik Hoffmann noch klären, so erwischte ihn Routinier Sergej Stas beim Nachsetzer zwischen den Matten. Und nun wollten die Rot-Weißen mehr. In Minute 27 bügelte Velm einen Baxmann-Fehler gegen Lukas Valasek aus. Anschließend war unser Hüter auch gegen Hoffmann, der bei der nächsten Gäste-Überzahl gefährlich abzog, auf dem Posten (29.). Nach einer etwas „plätschrigen“ Phase gab es mal eine Möglichkeit für Moritz Raab (36.), der heute im vierten Sturm aufgeboten war. Dann belohnten sich die Schützlinge von Ryan Foster für ihren nimmermüden Einsatz. Das Strickmuster kannte man schon. Der erste Schuss kam von Erik Hoffmann, Velm musste prallen lassen, und Denis Gulda netzte aus der Luft ein. Weil Pascal Grosse noch zwei Strafminuten kassierte, konnten die Füchse nochmals „powerplayen“. Und das machten sie wirklich stark. Über die Stationen Quenneville und Arttu Rämö, die tolle Pässe spielten, kam die Scheibe zu Breitkreuz, der nur einzuschieben brauchte. Sollten unsere Jungs das Überzahlspiel auf diesem Level perfektionieren können, dann werden wir wohl reichlich Treffer zum Zungeschnalzen erleben dürfen.

Gleich nach Wiederbeginn bewies der noch 22-jährige Roope Mäkitalo seine doch schon vorhandene Routine. Als Goalie Albrecht am Boden lag und das kurze Eck irgendwie zu schützen versuchte, kurvte der Finne so lange übers Eis, bis der Schusswinkel optimal war – und machte das 6:2. Sehr zum Jubel der Gästeanhänger dauerte es nur 48 Sekunden, da wackelte das Tornetz auf der Gegenseite. Ein einfacher Pass in den Slot fand mit Erik Gollenbeck den erfolgreichen Abnehmer. Ehe sich Clarke Breitkreuz und Christian Guran in die Haare bekamen (51.), hatte Mäkitalo nach Kuba-Kania-Schuss eine gute Rebound-Chance, traf das Hartgummiteil aber nicht richtig (47.). Und als der vierte Füchse-Block die Zuordnung verlor, hatte Walkowiak die Top-Möglichkeit, um weiter zu verkürzen (49.). Dem stand Nils Velm im Weg. Der Rauferei-Versuch brachte die Angereisten in Unterzahl, weil Gurans Halten auch geahndet wurde. Wieder war das Powerplay zwingend und der Treffer von Rämö, über Mäkitalo und Toni Ritter bestens freigespielt, sehr, sehr sehenswert. Steve Hanusch und Lars Reuß hätten alsbald erhöhen können, kamen aber an Hüter Albrecht nicht vorbei (56.). Den Gegenangriff schloss Michael Fomin, der nicht attackiert wurde, mit humorlosem Hochschuss ins lange Eck zum 7:4-Endstand ab. Und Halle stand nach Großchancen für Niemelä und Valasek auch noch vor dem fünften Treffer, den Nils Velm verhinderte. Die letzten Möglichkeiten für die Heimischen hatten Quenneville und Rämö, die in Sebastian Albrecht ihren Meister fanden.

Nach der Schlusssirene bat der blau-gelbe Fanblock Erik Hoffmann zu einem kleinen Gruß vor Block D – welch‘ schöne Geste – ehe der Einzug in das Finale des Nord-Ost-Pokals gefeiert wurde. Schlüsse aus Testpartien zu ziehen, ist immer schwierig. Vermutlich aber müsste sich das Defensivverhalten noch verbessern. Denn es sind noch zu viele Gegentreffer, die sich die Oberlausitzer einfangen. Dagegen sieht sich das Powerplay der ersten Überzahlformation – vor allem mit den vielen Positionswechseln – schon sehr gut an. Ein Blick auf die Trefferausbeute in den bisherigen Testpartien zeigt aber, dass das Toreschießen möglicherweise zu „kontilastig“ ist und auch die Blöcke drei und vier mehr Torgefahr entwickeln müssten.

Coach Chris Straube sagte nach dem 7:4-Erfolg: „Bei uns hat die gegenseitige Unterstützung beim Spiel ohne Scheibe gefehlt. Damit wird unsere Performance zu langsam und ausrechenbar. Hier müssen wir uns verbessern. Sicher ist es immer gut, wenn man gewinnt. Selbst wenn Halle eine gute Mannschaft hat, in der DEL2 warten andere Kaliber. Da ist eine weitere Steigerung vonnöten.“

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