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(0:1) - (1:2) - (0:1)
02.12.2022, 19:30 Uhr

Niederlage im Derby

Die erste Retro-Night geht verloren

Þ02 Dezember 2022, 23:31
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Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers

Großartige 6.818 Zuschauer wollten sich die erste Retro-Night der Nürnberg Ice Tigers gegen den EHC Red Bull München nicht entgehen lassen. Im einmalig schönen weiß-roten Trikotdesign von 1960 empfingen die Ice Tigers den souveränen Spitzenreiter aus München. Nürnberg hatte früh im Spiel eine Powerplaysituation, die beste Möglichkeit, einen Schuss von Rick Schofield von der blauen Linie, wehrte Mathias Niederberger ab (2.). Die Ice Tigers nahmen den Schwung des Powerplays mit und spielten druckvoll in Richtung des Tores der Red Bulls. Elis Hede scheiterte mit einem flachen Schuss an Niederberger (5.), Patrick Reimer mit einem Direktschuss von der rechten Seite (6.). München kam nach und nach besser in die Partie und ging in der 11. Minute in Überzahl in Führung. Niklas Treutle konnte einen satten Direktschuss von Andreas Eder nicht festhalten, Patrick Hager stocherte die Scheibe an den langen Pfosten, wo Frederik Tiffels goldrichtig stand und abstaubte. Gregor MacLeod hatte die Nürnberger Antwort auf dem Schläger, als er über die rechte Seite vors Tor zog und aufs kurze Eck schoss, Niederberger war dran und die Scheibe blieb knapp vor der Torlinie liegen (16.). München konterte in der 18. Minute über Justin Schütz, Frederik Tiffels bekam den Querpass und schoss aufs kurze Eck, Treutle parierte stark mit dem Schoner.

Kurz nach Beginn des Mittelabschnitts hatte Elis Hede den Ausgleich für die Ice Tigers auf dem Schläger, als er von Blake Parlett von hinter dem Tor der Red Bulls mustergültig bedient wurde und mit einem Schuss aufs kurze Eck scheiterte (22.). In der 27. Minute kamen die Ice Tigers zu ihrer nächsten guten Gelegenheit: Tyler Sheehy konterte über die linke Seite, zog im Münchner Drittel zur Mitte und schoss aus dem Handgelenk knapp am langen Pfosten vorbei. Die Ice Tigers waren den Red Bulls in dieser Phase ein mindestens gleichwertiger Gegner, der Spitzenreiter war in den entscheidenden Situationen aber etwas cleverer und glücklicher. So auch in der 29. Minute, als Andreas Eder auf der linken Seite an die Scheibe kam und Treutle mit einem perfekten Handgelenkschuss aus nahezu unmöglichem Winkel zum 0:2 überwand. Die Ice Tigers fanden allerdings einen Weg zurück in die Partie. Dane Fox eroberte den Puck hinter dem Münchner Tor, zog nach vorne und spielte so punktgenau quer, dass Patrick Reimer nur noch einschieben musste und den 1:2-Anschlusstreffer erzielte (31.).

Die Ice Tigers waren nun dran, fingen sich in der 36. Minute aber das dritte Gegentor, das in seiner Entstehung äußerst unglücklich war. Zach Redmond schoss von der blauen Linie und traf dabei den Schläger von Lukas Ribarik, so dass der Puck eine entscheidende Richtungsänderung bekam und gegen Treutles Bewegungsrichtung zum 1:3 einschlug. Trotz des Zwei-Tore-Rückstands gaben die Ice Tigers auch im letzten Drittel alles, taten sich in der Offensive gegen clever agierende Münchner aber schwer. Zwar funktionierte der aggressive Forecheck der Ice Tigers sehr gut, die eroberten Scheiben kamen aber nur selten gefährlich aufs Tor von Mathias Niederberger. München machte das geschickter und entschied die Partie in der 53. Minute endgültig. Maximilian Kastner war es, der einen halbhohen Handgelenkschuss von Zach Redmond von der blauen Linie akrobatisch an Treutle vorbei abfälschte und das 1:4 erzielte. Die Fans der Ice Tigers honorierten die Leistung ihrer Mannschaft in den Schlussminuten mit Standing Ovations, München brachte die Führung aber souverän über die Zeit und beendete die Nürnberger Siegesserie nach drei Erfolgen in Serie.

 

Stimmen zum Spiel

Don Jackson (München): Wir sind mit viel Respekt vor den Nürnberg Ice Tigers in das Spiel gegangen. Nürnberg ist bei fünf gegen fünf eines der offensivstärksten Teams der Liga, darauf haben wir in der Vorbereitung auf das Spiel hingewiesen. Wir wussten, dass wir ein gutes Spiel brauchten. Es war eines unserer besten Spiele in dieser Saison. Es ist schwierig in dieser Halle, weil das Eis etwas kleiner ist. Nürnberg hat überragend gekämpft, ich bin einfach stolz auf meine Jungs.

Tom Rowe (Nürnberg): Ich habe den Jungs heute gesagt, dass München das professionellste Team der Liga ist. Sie spielen schnell und hart, es macht immer viel Spaß gegen sie. Sie haben ganz stark gespielt, wir haben aber gut gespielt und ich bin sehr stolz auf die Jungs. Wir haben alles gegeben, um vors Tor zu ziehen. Wir hatten gute Chancen, konnten aber nicht genügend ausnutzen. Ich habe es geliebt, wie die Jungs heute gespielt haben. Das war ein sehr solides Spiel von uns. Ich habe den Jungs nach dem Spiel gesagt, dass sie den Kopf nicht hängenlassen sollen.

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