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Κ-Θ
(3:1) - (1:3) - (2:0)
25.09.2022, 18:00 Uhr

Ice Dragons holen ersten Saisonsieg

Herford gewinnt Krimi gegen Rostock

Þ26 September 2022, 16:22
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Herforder EV

Thriller zu später Stunde – der Herforder Eishockey Verein gewann in der Oberliga Nord die Heimpremiere gegen die Rostock Piranhas in einem äußerst spannenden Duell mit 6:4 (3:1/1:3/2:0) und feierte somit den ersten Saisonsieg. André Gerartz erzielte dabei drei Treffer für die Ice Dragons und war einer der Hauptakteure im Sonntagsabendkrimi in der imos Eishalle „Im Kleinen Felde“.

Zunächst mussten sich die Zuschauer jedoch gedulden. Da die Gäste in Hamburg längere Zeit im Stau standen, begann das Spiel mit rund 75 Minuten Verspätung. Von Beginn an entwickelte sich ein munteres Spiel mit Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Gleich die erste Überzahlsituation wurde von den Gastgebern zur Führung genutzt. Rustams Begovs brachte André Gerartz in der 4. Minute ins Spiel, der nicht zögerte und zum 1:0 einnetzte. Doch Rostock hatte eine Antwort parat. Stephané Döring überlief in der 5. Minute die Herforder Defensive und ließ Torhüter Justin Schrörs keine Abwehrgelegenheit. In der 10. Minute schoss Jan-Niklas Linnenbrügger einfach mal aus der Distanz auf das Tor und fand irgendwie den Weg zum 2:1. Noch vor der Drittelpause erhöhte Dominik Patocka mit einem verdeckten Schuss auf 3:1 (17.), womit erstmals die Seiten gewechselt wurden.

Im zweiten Spielabschnitt erwischten die Ice Dragons einen Blitzstart. Erneut war es André Gerartz, der relativ unbedrängt zum 4:1 traf. Innerlich schienen die Herforder Akteure nun bereits einen Haken an die Begegnung gemacht zu haben, ließen zunächst das 2:4 in der 22. Minute durch Alexander Seifert zu und ließen Rostock in der Folge immer mehr zum Zuge kommen. In Überzahl brachte der Kanadier Keegan Dansereau die Gäste in der 30. Minute auf 3:4 heran und erzielte nur drei Minuten später den längst verdienten Ausgleich für die Piranhas. „Wir haben bei 4:1 einfach aufgehört weiterzuspielen und sind von unserer Linie als Mannschaft aufzutreten, abgewichen. Ich musste irgendein Zeichen setzen und habe einen Torwartwechsel vorgenommen, um das Team wachzurütteln. Keine Entscheidung gegen Justin Schrörs, sondern ein Signal an die Mannschaft“, begründete Chefcoach Milan Vanek nach dem Spiel seinen Goaliewechsel unmittelbar nach dem Ausgleich. Fortan hütete Kieren Vogel das Tor der Herforder und der „Wachrüttler“ zeigte Wirkung. Die Ice Dragons stabilisierten sich wieder und hielten bis zum letzten Wechsel das 4:4-Unentschieden.

Nachdem der letzte Kabinengang noch einmal zur Neueinstimmung genutzt wurde, kamen die Ostwestfalen wieder mit viel Schwung auf das Eis. Logan DeNoble sorgte in der 42. Minute erneut für die Herforder Führung und es entwickelte sich nun ein spannendes Duell mit viel Tempo. Rund 10 Minuten vor dem Ende musste Kapitän Jonas Gerstung eine 5-Minuten-Zeitstrafe wegen eines unkorrekten Körperangriffs absitzen. Während Rostock auf den Ausgleich drängte, warfen sich die Herforder Spieler in jeden Schuss. Und wenn doch einmal ein Puck den Weg auf das Tor fand, war Kieren Vogel mit einer tadellosen Leistung zur Stelle. Auch nach überstandener Unterzahl versuchten die Gäste noch einmal alles, nahmen kurz vor Schluss den eigenen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, um noch mehr Druck auf den HEV auszuüben. Doch Herford verteidigte weiterhin hochkonzentriert und setzte mit einem EmptyNet-Goal durch André Gerartz schließlich den Schlusspunkt zum 6:4.

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