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02.12.2018, 08:33

Ice Dragons feiern 10. Sieg in Folge

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herford
Herforder EV

Zwei bereits ersatzgeschwächte Teams, ein Hauptschiedsrichter, der nach wenigen Minuten verletzt vom Eis musste, ein hartes, schnelles, aber nie unfaires Spiel, 2 Spieldauerstrafen und am Ende ein 5:2 Sieg der Ice Dragons: Am Freitagabend war in der Eishalle „Im kleinen Felde“ wirklich alles drin. Einzig, dass der Sieg mit einer Sperre von Alexander Chmelkov und Verletzungen von Gleb Berezovskij und Jan-Niklas Linnenbrügger erkauft wurde, trübte die Freude der Ice Dragons über die drei Punkte am Ende. Dennoch, Jeff Job war nach dem Spiel gegen die Ice Aliens zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir haben haben im ersten Drittel ein paar gute Torchancen gegen einen sehr guten Christoph Oster ausgelassen. Aber die Jungs waren von der ersten bis zur letzten Sekunde voll im Spiel, haben gekämpft, sind mit 4:1 in Führung gegangen und haben sich auch durch den Anschluss nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie wollten unbedingt gewinnen und haben das auch geschafft!“

Ohne den erkrankten Kris Gehring und die verletzten Aric Schinke und Philipp Brinkmann musste sich der Herforder Coach wieder etwas einfallen lassen. Er zog Fabian Staudt zurück in die Verteidigung, um zwei Defensiv-Reihen zur Verfügung zu haben. Und es sei vorweg erwähnt: Der Herforder Kapitän machte ein tolles Spiel in der ungewohnten Rolle! Das Spiel war gerade angepfiffen, da war schon die erste Verletzung zu beklagen: Der erfahrene Hauptschiedsrichter Karl Jasik wurde in der 4. Minute von einem Puck getroffen und musste dann passen. Seine beiden jungen, noch ein wenig unerfahrenen Linesmen Robert Licau und Robin Schott mussten im Zwei-Mann-System übernehmen, wirkten dabei zwar anfangs nervös, machten ihre Sache am Ende dennoch sehr gut! Anschließend nahm die Partie mehr und mehr Fahrt auf. Die Gäste wirkten dabei etwas reifer in der Spielanlage, die Ice Dragons dafür zielstrebiger im Spiel nach vorne. So hatten sowohl Christoph Oster im Tor der Gäste als auch Kieren Vogel ihre Chancen, sich auszuzeichnen, was beide mit Bravour taten! Dabei rückte jedoch Christoph Oster mehr und mehr in den Blickpunkt, auch weil die Ice Dragons zweimal die Chance bekamen, in numerischer Überlegenheit zu spielen. Die erste Schrecksekunde der Partie ereignete sich dann in der 17. Minute. Jan-Niklas Linnenbrügger versuchte mit einer Körpertäuschung Tom Giesen aussteigen zu lassen. Giesen rutschte etwas weg, traf bei dieser Bewegung Linnenbrügger voll am Knie, worauf der zur Behandlung in die Kabine musste, und Giesen mit 5+Spieldauer zum Duschen geschickt wurde. Dabei zeigte sich der Ratinger Verteidiger als absolut fairer Sportsmann, ging zielstrebig in die Herforder Kabine, um sich bei Linnenbrügger zu entschuldigen! In der folgenden 5-Minütigen Überzahl hatten die Ice Dragons dann Torchancen im Überfluss, einzig einen Weg am starken Christoph Oster vorbei wollten sie nicht finden. Und zerstörten sich die Überzahl dann kurz vor Schluss des Drittels selbst, als sie sich selbst noch eine Strafzeit einhandelten.

So startete das zweite Drittel mit 4 gegen 4 Feldspielern, wie gemacht für Killian Hutt und Ben Skinner! Und die zeigten dann auch gleich, dass sie viel Platz auf dem Eis durchaus zu nutzen wissen: Es lief die 21. Minute als Hutt eine Vorlage von Ben Skinner zum 1:0 verwandelte. Doch die Gäste schlugen zurück: Zwei Zeigerumdrehungen später war Alexander Schneider zur Stelle, um im Nachschuss zum 1:1 auszugleichen. Dennoch wirkte es so, als wenn die Ice Dragons die Partie nun mehr und mehr im Griff hätten, immer öfter stand Christoph Oster im Blickpunkt. Bis zur 28. Minute. Da nämlich gab es dann die zweite Schrecksekunde des Abends. In der neutralen Zone krachten Alexander Chmelkov und Dustin Schumacher eher unglücklich als geplant aufeinander. Alexander Chmelkov riss instinktiv beide Arme nach oben, um sich zu schützen, traf dabei aber Dustin Schumacher am Kopf. Die Folge sorgte für sorgenvolle Mienen auf beiden Seiten: Schumacher lag benommen auf dem Eis, musste mit der Trage vom Eis geholt werden, konnte aber zum Glück im letzten Drittel zurück auf die Spielerbank. Gute Besserung an dieser Stelle! Chmelkov wurde mit einer Spieldauer zum Duschen geschickt, die Ice Aliens waren nun 5 Minuten in Überzahl. Als dann noch Killian Hutt nur Sekunden später eine 2-Minütige Strafe erhielt, schwante den Herforder Fans böses. Doch die Ice Dragons zeigten ihre Qualität in Unterzahl, ließen wenige Schüsse zu, klärten die Scheibe immer wieder und konnten sich auf Kieren Vogel im Herforder Tor verlassen, wenn doch ein Schuss durchrutschte. Wie schon die Ice Dragons im ersten Drittel, schafften es auch die Gäste, sich diese Überzahl durch eine Strafe selbst zu verkürzen. Erneut gab es also eine 4 gegen 4 Situation. Und wieder nutzten Ben Skinner und Killian die Situation sofort aus, als Killian Hutt die Scheibe auf Ben Skinner passte, der von links aufs Tor von Christoph Oster zog, sich gegen zwei Mann durch tankte und zum 2:1 abschloss! Jetzt waren die Ice Dragons wieder am Drücker und konnten sogar auf 3:1 erhöhen, als Aaron Reckers in der 37. Minute seine starke Leistung an diesem Abend mit einem sehenswerten Schlagschuss von der blauen Linie krönte und dem Ratinger Goalie Christoph Oster keine Chance ließ. Als dann noch Ben Skinner mit einer Kopie seines ersten Treffers das 4:1 nur wenige Sekunden später folgen ließ, sah es kurzzeitig so aus, als würden die Ice Dragons ihre Gäste nun überrennen. Jedoch wirklich nur kurzzeitig, denn nur 40 Sekunden später erzielte Tim Brazda den Anschlusstreffer und sorgte damit für den 4:2 Pausenstand.

Im letzten Drittel dann mussten die Ice Dragons neben Linnenbrügger, der es in Drittel zwei zwar noch einmal versucht hatte, aber sein Bein nicht schmerzfrei belasten konnte und Chmelkov auch noch auf Gleb Berezovskij verzichten, der nach einem Check über Übelkeit klagte. Personell also weiter geschwächt, dennoch nicht bereit, auch nur einen Zentimeter Eis kampflos aufzugeben, machten sich die Ice Dragons daran, die Führung zu halten. Und sie machten es geschickt, ließen wenig zu, verteidigten clever und setzten auf schnelle Konter! Bei einem dieser Konter in der 50. Minute konnte Killian Hutt nur mit einem Foul gestoppt werden, bekam einen Penalty zugesprochen. Doch fand er bei seinem Versuch keinen Weg vorbei an Christoph Oster im Tor. Die Ice Aliens warfen nun alles nach vorne, wollten unbedingt zurück ins Spiel finden. Die Defensive der Ice Dragons  jedoch hielt dem Druck, gestützt auf Kieren Vogel, souverän stand. So war es dann die endgültige Entscheidung, als Thommy Kuntu-Blankson nach einem Traumpass von Leon Nasebandt plötzlich alleine auf Christoph Oster zulief und den Ratinger Torwart mit einer tollen Bewegung ins leere laufen ließ, um dann locker zum 5:2 Endstand einzuschieben.

Torfolge:

1:0 Hutt/Skinner (20:51)
1:1 Schneider/Cohut (23:25)
2:1 Skinner/Hutt/Rempel (31:43)
3:1 Reckers/Nasebandt/Hutt (36:52);
4:1 Skinner/Hutt (37:24) PP1
4:2 Ti.Brazda/Plichta/Schneider (38:05)
5:2 Kuntu-Blankson/Nasebandt/Staudt (55:21)

Strafminuten:

Herford 6 + 5 + Spieldauer (Chmelkov)
Ratingen 12 + 5 Spieldauer (Giesen)

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