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Härter, als nötig – aber erfolgreich

Þ23 November 2019, 01:40
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EC Bad Tölz
EC Bad Tölz

Crimmitschau liegt Bad Tölz nicht. Das war vor dem Spiel klar und änderte sich auch am heutigen Freitag nur bedingt. Der 3:2-Overtime-Erfolg war erst der zweite Triumph im zehnten direkten Duell mit den Sachsen seit dem Tölzer Aufstieg in die DEL2. Praktisch über die gesamte Spieldauer taten sich die Löwen schwer. Johannes Sedlmayr besorgt schlussendlich kurz vor Schluss den Extrapunkt.

Die Tölzer Löwen surfen weiter: Die Erfolgswelle hat nun eine Höhe von acht Siegen in Serie erreicht. Seit mehreren Wochen warnt Kevin Gaudet vor Selbstzufriedenheit. Umso länger diese Serie anhalte, umso schwerer werde es sich selbst zu motivieren, so der Kanadier. Das wurde am Freitagabend deutlich. “Heute hatten wir Probleme zwei gute Pässe zu spielen. Wir waren nicht 100% bei der Sache”, so Gaudet, der seinem Team allerdings nur bedingt einen Vorwurf machte. “Crimmitschau ist eine gute Mannschaft. Gut besetzt, guter Trainer. Es ist nicht einfach.” Die Eispiraten kamen mit zwei Siegen in Folge im Rücken nach Bad Tölz und überzeugten mit einer stabilen Grundordnung. Das Tölzer Power-Eishockey kam kaum zur Entfaltung, so entwickelte sich ein unspektatkuläres Auftaktdrittel. Vincent Schlenker traf nach unfreiwilliger Vorlage von Johannes Sedlmayr nach fünf Minuten zur Crimmitschauer Führung. Bad Tölz hatte mehr Spielanteile, kam aber kaum zu Großchancen. So musste ein Arbeitstor her. Timo Gams traf noch vor der ersten Pause im Nachschuss irgendwie durch die Schoner von Michael Bitzer zum Ausgleich.

Im Mitteldrittel steigerten sich die Buam etwas. Die Pässe kamen etwas genauer, doch besonders das sonst so starke Powerplay machte sorgen. “Unser Überzahl war heute ganz schwach”, so Gaudet. Insgesamt blieben sechs Überzahl-Möglichkeiten ungenutzt. Dafür traf Stefan Reiter per Direktschuss, nachdem Shawn Weller einmal quer durch das Eispiraten-Drittel passte. Doch auch aufgrund dreier nicht genutzter Großchancen durch Max French (2x) und Tyler McNeely blieb Crimmitschau stets im Spiel und gefährlich. Patrick Pohl besorgte ausgerechnet im Tölzer Powerplay zwei Minuten vor Drittelende das 2:2.

Im Schlussdrittel dann kaum noch nennenswerte Offensivaktionen auf beiden Seiten. Hier und da wurden potenzielle Konter etwas zu schlampig ausgespielt, womit es auch nach 60 Minuten beim 2:2 blieb. In der Overtime waren lange die Eispiraten näher am Tor. Einen vermeintlichen Treffer erzielten die Gäste durch Austin Fyten, der Jubel verpuffte nach dem deutlichen Kopfschütteln des Schiedsrichters allerdings schnell. Als sich in der weeArena schon viele auf das erste Penaltyschießen der Löwensaison eingestellt hatten, starteten Philipp Schlager und Johannes Sedlmayr einen finalen Konter. Diesen vollendete Letzterer fünf Sekunden vor Ende der Spielzeit zum Siegtreffer.
Sicher war der Heimauftritt nicht das beste Löwenspiel der Saison. Doch Kevin Gaudet fand am Ende des Tages erneut die richtigen Worte: “Wir haben einen unglaublichen Lauf. Wir haben einen Weg gefunden zu gewinnen. Das zählt am Ende. Ich bin sehr stolz auf den achten Sieg in Folge”. Nicht mehr, nicht weniger. Am Sonntag steht der nächste Test in Frankfurt an.

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