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17.02.2019, 14:16

Für das große Durchhaltevermögen belohnt

Für Nico Hischier und seine New Jersey Devils sah es in Minnesota lange Zeit nicht nach einem Erfolg aus

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New Jersey Devils
New Jersey Devils

Nach 28 gespielten Minuten sah es gar nicht gut aus für die New Jersey Devils während ihres Gastauftritts bei den Minnesota Wild. Mit 1:4 Toren lag das Team im Rückstand und wohl nur die allergrößten Optimisten glaubten zu diesem Zeitpunkt noch an einen Erfolg im Xcel Energy Center, wo die Devils die drei Spiele zuvor jeweils gewannen.

Dank sehr großer Leidenschaft und zweier ganz unterschiedlicher Matchwinner drehte New Jersey am Freitag die Partie in der Folgezeit zu einem 5:4-Erfolg nach Verlängerung. Zu verdanken hatten sie diese zwei Punkte in erster Linie der starken Leistung des lange in der Kritik stehenden Torhüters Cory Schneider und dem am Ende alles entscheidenden Torschützen Nico Hischier.

Für Schneider war es der erste Sieg in einem NHL-Hauptrundenspiel seit dem 27. Dezember 2017. In seinen folgenden 21 Spielen war er ohne ein Erfolgserlebnis geblieben (0-17-4). In der laufenden Spielzeit 2018/19 lautete seine ernüchternde Bilanz 0-7-2.

In St. Paul stand er zu Spielbeginn einmal mehr nicht im Tor der Gäste. Schneider wurde erst beim Stande von 1:4 für Keith Kinkaid auf das Eis geschickt, nachdem dieser von den 17 auf ihn abgefeuerten Torschüssen gleich vier passieren lassen musste. Der in den vergangenen Monaten vielfach leidgeprüfte Backup konnte in der verbleibenden Zeit alle 15 Versuche der Wild erfolgreich entschärfen und verhalf seinem Team zu einem bemerkenswerten Comeback.

"Manchmal läuft es wirklich komisch. Ich freue mich jetzt aber in erster Linie für unser Team. Es ist toll, dass wir den Rückstand aufholen konnten und mit einem Sieg für unseren Aufwand belohnt wurden", äußerte sich Schneider nach der Begegnung sichtlich erleichtert.

"Jeder der mich persönlich kennt weiß, dass ich nie sonderlich emotional werde. Weder im Erfolgs- noch im Misserfolgsfalle", relativierte der Torhüter einen für ihn und seine Mitspieler besonderen Abend. "Natürlich bin ich jetzt sehr erleichtert, aber ich habe eben nur meinen Job erledigt. Alle haben mich toll unterstützt, auch als es zuletzt nicht gut lief. Hoffentlich kann ich noch mehr zurückzahlen, den Jungs helfen, dass sie ein paar weitere Siege einfahren."

Ebenso erleichtert war nach der Begegnung der junge Schweizer Hischier, der nach 3:19 Minuten der erforderlich gewordenen Verlängerung zum entscheidenden 5:4 für New Jersey einnetzte und dadurch die dritte Niederlage der Devils in Serie doch noch vermeiden konnte.

Am Ende durften die Devils erleichtert durchatmen, die beim Kampf um einen Wildcard-Platz in der Eastern Conference gegenüber den Pittsburgh Penguins einen Rückstand von 15 Punkten aufweisen. Nachdem ihr laufender Auswärtstrip mit einem Torverhältnis von 5:13 aus den Spielen gegen die St. Louis Blues und Chicago Blackhawks begonnen hatte, durften sie im dritten Spiel auf fremdem Eis endlich einmal jubeln.

Brad Hunt und Joel Eriksson Ek hatten die Hausherren in den ersten 20 Minuten mit 2:0 in Front geschossen, Marcus Johansson in der ersten Minute des Mitteldrittels auf 1:2 verkürzt. Nachdem Mikael Granlund und Will Butcher das Ergebnis kurz darauf auf 4:1 für die Wild stellten, war der Arbeitstag von Kinkaid vorzeitig beendet.

Das Spiel schien für das Ostküstenteam verloren, als Schneider das Eis betrat. Doch das Franchise aus Newark gab sich nicht geschlagen, konnte durch Will Butcher in der 39. Minute auf 2:4 verkürzen.

Kyle Palmieri und Ben Lovejoy retteten die Devils im dritten Abschnitt in die Verlängerung, sorgten damit für zumindest schon einmal einen Zähler als Belohnung für den zähen Kampf. Hischier war es mit seinem 17. Saisontor am Ende vorbehalten das Comeback perfekt zu machen.

Belohnt wurde damit die tolle Moral der Devils, die Trainer John Hynes nach dem Spiel ebenfalls herausstrich, nicht ohne Schneider dabei explizit zu loben: "Die Jungs haben eine tolle Reaktion gezeigt. Das haben wir ihnen auch gerade schon auf der Bank gesagt. Cory hat dabei eine herausragende Rolle gespielt. So ist das manchmal. Er war sofort voll da, als er auf das Eis kam. Schön, dass er endlich wieder einen Sieg bejubeln durfte. Seine Leistungen waren in der Vergangenheit schon häufiger wirklich gut. Das war heute ein wichtiger erster Schritt für ihn, zurück zu der Form, in der wir ihn alle schon gesehen haben."

Selbstvertrauen gestärkt haben dürfte der Abend ebenfalls beim Siegtorschützen Hischer, der seine Ausbeute durch das Tor und einen weiteren Assist auf sechs Zähler aus vier Spielen (1 Tor, 5 Assists) schraubte. Blickt man auf die Bilanz der neun letzten Auftritte, dann kommt der Schweizer auf zehn Zähler (4 Tore, 6 Assists).

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