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(0:2) - (0:0) - (2:0) - (0:0 ОТ) - (0:1 SO)
25.11.2021, 01:00 Uhr

Fiala und Sturm bezwingen Devils

Minnesota gewinnt im Penaltyschießen

Þ25 November 2021, 08:45
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Minnesota Wild

Gleich vier deutschsprachige Spieler, von denen drei an diesem Abend ganz besonders auf sich aufmerksam machen konnten, standen sich am Mittwoch in der NHL im Spiel New Jersey Devils gegen Minnesota Wild gegenüber. Am Ende siegten die Gäste rund um den Deutschen Nico Sturm und den Schweizer Kevin Fiala mit 3:2 nach einem Shootout im Prudential Center von Newark. Die Eidgenossen Nico Hischier und Jonas Siegenthaler auf der Gegenseite zogen in diesem Duell knapp den Kürzeren, wurden aber zumindest mit einem Zähler ihrer Mannschaft für ihre Bemühungen belohnt.

Selbst wenn drei der vier Deutschsprachigen in diesem Duell außergewöhnlich glänzen konnten, im Mittelpunkt des internationalen Interesses standen nach dem Spiel auch andere. Minnesotas Torhüter Cam Talbot zum Beispiel, der 40 Rettungstaten ablieferte und damit den späten Sieg der Wild überhaupt erst möglich machte.

"Er war großartig", lobte Minnesotas Stürmer Marcus Foligno seinen Goalie dementsprechend nach der Schlusssirene. "Er hat das ganze Spiel über unglaublich gespielt und war ein wichtiger Grund dafür, dass wir dieses Eishockeyspiel letztendlich gewonnen haben. Nichts scheint ihn aus der Ruhe zu bringen. Er ist das Gesicht unseres Teams, wenn es um Ausgeglichenheit geht, und er hat großartig gespielt."

Ryan Hartman (13.) und Sturm (20., sh) hatten die Wild im ersten Drittel scheinbar beruhigend mit 2:0 in Führung geschossen. Hartmans Führungstreffer war sein drittes Tor in vier Spielen und seinen zehnten Saisontreffer für Minnesota. Er profitierte dabei von einem abgefälschten Schuss von Dmitry Kulikov. Sturms Erfolgserlebnis gelang ihm durch einen Schuss vom rechten Bullykreis aus, nachdem er einen Pass von Frederick Gaudreau bei einem 2-auf-1-Konter angenommen hatte.

Doch die Devils zeigten sich in der Folgezeit unverzagt, erkämpften sich, nach einem torlosen Mitteldrittel, im dritten Spielabschnitt durch zwei Treffer von Pavel Zacha (44.) und Yegor Sharangovich (59.) noch die Verlängerung. Der Schweizer Hischier hatte beide Tore seiner Devils vorbereitet, erhielt dafür jeweils einen Assist-Punkt gutgeschrieben.

Nachdem die fünfminütige Extraschicht torlos blieb, musste ein Penaltyschießen über den Sieger in diesem Spiel entscheiden. Fiala gelang hierbei in der zweiten Runde der einzige Treffer des Tages, wodurch er den Wild (12-6-1) den zweiten Punkt aus diesem Duell sicherte und deren drei Spiele umfassenden Roadtrip (1-1-1) das passende Ende bereitete.

"Man kann im Shootout keinen bestimmten Plan festlegen, denn wenn man erst einmal danach sucht, macht der Gegner plötzlich etwas ganz anderes und lässt einen dann dumm aussehen", spielte Talbot, der von keinem der Angreifer New Jerseys in dieser Disziplin bezwungen werden konnte, seinen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft hinterher bescheiden herunter. "Ich versuche in solchen Situationen einfach, so geduldig wie möglich zu bleiben."

Die Devils kamen im Powerplay in dieser Begegnung nicht über ein 0:4 hinaus und haben in den letzten drei Spielen keine ihrer insgesamt zehn Überzahlsituationen zu einem Treffer nutzen können. "Wir hatten heute ein paar wirklich gute Chancen im Powerplay", befand Devils-Trainer Lindy Ruff. "Leider haben wir ein paar falsche Entscheidungen getroffen, müssen einfach weiter daran glauben, dass es besser wird, wenn wir weiter daran arbeiten."

Kuriosum am Rande: Die Paarung fand mit einer rund halbstündigen Verspätung statt, da die Wild unerwartet im Verkehr stecken blieben und dadurch nicht rechtzeitig von ihrem Hotel in New York aus den Weg in das benachbarte New Jersey fanden.

"Alles, was ich denke, ist, dass wir uns, wenn wir dort ankommen, einfach auf das Spiel vorbereiten müssen", meinte Talbot, angesprochen auf diese mögliche Störung der Konzentration. "Es gibt nicht viel anderes zu tun. Sobald du anfängst, über all die Dinge nachzudenken, die du nicht kontrollieren kannst, wird das Spiel für dich in die falsche Richtung laufen. Also geh einfach hin und mache, was du tun sollst."

"Wir lassen uns von vielen Dingen nicht unterkriegen ... auf der Busfahrt hierher haben wir 'Don't Worry, Be Happy' gespielt", erinnerte sich Foligno. "Das war insgesamt ein sehr ereignisreicher Roadtrip. Wir konnten als Team besser zusammenwachsen, haben alle gemeinsam zu Abend gegessen, ein paar schöne Erinnerungen geschaffen und bei dem Teambildenden Maßnahmen, die wir unternommen haben, mehr übereinander erfahren. Also war es perfektes Timing, dass uns das passiert ist. Wir müssen einfach verstehen, dass es Dinge gibt, die man nicht kontrollieren kann, und dass man trotz solcher Umstände letztendlich einfach an die Arbeit gehen muss."

Der Bus mit den Wild-Spielern fuhr kurz nach 16 Uhr ab in Richtung Prudential Center, blieb aber fast zwei Stunden lang im Verkehr stecken, während der komplette Tross mit der Mannschaft sechs Blocks von ihrem Hotel in Manhattan entfernt auf die Beseitigung eines Unfalls wartete.

"Es war echt eine Show", scherzte Foligno hinterher, mit der sicheren Gewissheit des Sieges gegen die Devils im Rücken. "Wir nahmen eine schöne, landschaftlich reizvolle Route durch New York City. Es war großartig. Die jungen Leute haben es wirklich verinnerlicht. Ich bin schon öfter wegen eines Schneesturms oder ähnlichem zu spät zu Spielen gekommen, aber das hier war anders. Wir hatten eine kleine Tanzparty, als wir näher kamen, und eine Polizeieskorte war auf dem Weg, also waren die Jungs in lockerer Stimmung."

Ob die Laune nach der für das Team jetzt beginnenden Serie von fünf Heimspielen im Lager der Wild auch noch so gut sein wird, bleibt abzuwarten.

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