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Kobras unterliegen in Neuss

Neusser EV – Dinslakener Kobras: 6:4 (1:1; 2:1; 3:2)

Þ17 Oktober 2020, 15:37
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dinslaken
Dinslaken Kobras

Die Generalprobe Teil 1 für den anstehenden Saisonauftakt ist missglückt: Am gestrigen Abend unterlagen die Dinslakener Kobras beim Ligakonkurrenten Neusser EV verdient mit 4:6 (1:1; 1:2; 2.3). Die Gründe für diese Niederlage sind vielschichtig: Fehlende Durchschlagskraft vor des Gegners Tor, ein unaufgeräumtes Defensivverhalten und individuelle Fehler standen an diesem Abend einer hohen Effizienz beim Toreschießen und einer starken Torhüterleistung des Neusser Neuzugangs Markus Endress gegenüber. Die Kobras hatten über die gesamte Spielzeit deutlich mehr Spielanteile und Tormöglichkeiten, konnten diese aber nicht in Treffer ummünzen. Kurz und gut: Sie waren spielbestimmend, aber nicht dominant.

Im ersten Abschnitt hätten die Weichen eigentlich schon für einen Sieg der Giftschlangen gestellt sein müssen, doch man übertraf sich im Auslassen glasklarer Torchancen. Und dann passiert das, was in solchen Situationen immer passiert: Bei einem Konter der Hausherren fehlte in der Verteidigung die Zuordnung und ausgerechnet Jason Popek, der Kanadier in Diensten des NEV, wurde von den Giftschlangen völlig übersehen. Der nutzte dann den kleinen Raum, den ihm Ken Passmann in dieser Situation zuließ, um seine Farben in Führung zu bringen.

Eine eigene Strafe brachte die Vanek – Truppe wieder zurück in die Begegnung. Ein wieder genesener Martin Brabec schnappte sich an der roten Linie das Spielgerät, tanzte sich durch 2 Neusser Verteidiger und narrte auch den Schnapper des NEV zum verdienten 1:1 – Ausgleich. Ja, der Tscheche in Diensten der Kobras war wieder mit dabei. Verzichten musste Coach Vanek dafür auf dessen Sturmkollegen Martin Beneš und Dennis Appelhans aus verschiedenen Gründen, sodass der Dinslakener Übungsleiter die Reihen mal wieder umstellen musste. Zudem fehlte in der Verteidigung Petr Macaj.<


Die personellen Abwesenheiten sind allerdings nur der Chronistenpflicht geschuldet. Auch ohne diese Drei hätten die Dinslakener gestern eigentlich als Sieger das Eis verlassen müssen. Im weiteren Verlauf konterten sich die Hausherren eine 3:1 – Führung heraus. Ein ums andere Mal dürfte sich Ken Passmann im Stich gelassen gefühlt haben. Dennoch schafften es die Gäste, den 2-Tore Rückstand durch Überzahltreffer von Jerome Baum und Moritz Hofschen zu egalisieren. Auch das 4:3 durch Jason Popek konnte noch einmal ausgeglichen werden: Ebenfalls in Überzahl, ebenfalls durch einen Verteidiger: Niklas Clusen.

Zwar blieb den Giftschlangen nach dem Führungstreffer durch den kanadischen Neuzugang Jesse Healy in der 51. Minute ausreichend Zeit, den Ausgleich wiederherzustellen, doch ausgerechnet jetzt funktionierte dieses Vorhaben nicht. Im Gegenteil: Holger Schrills schoss in der 54. Minute für seinen NEV eine weitere 2-Tore-Führung heraus, auf die die Kobras bis zum Schluss keine Antwort mehr fanden.

Sehr treffend analysierte Dinslakens Kapitän Sven Schiefner die Partie: „Wir hatten es selbst in der Hand, die Begegnung zu gewinnen, doch was wir allein im ersten Abschnitt an 100%-igen Torchancen ausgelassen haben, war schon der Wahnsinn. Auf Neusser Seite hätte sich keiner beschweren dürfen, wenn es nach den ersten 20 Minuten 6 – 8:1 für uns gestanden hätte. Das zieht sich schon so durch die letzten Spiele. Bei einigen von uns herrscht derzeit Ladehemmung. Ich hoffe, dass sich das bald legt. Leider sind wir auch eine Mannschaft mit einigen Kopfmenschen, die sich dann so etwas sehr zu Herzen nehmen und bei denen es dann erst recht nicht läuft wie gewünscht. Aber auch diese Phase werden wir überwinden, davon bin ich überzeugt.

Leider hatte dann gestern Abend auch noch die Defensivarbeit viel Luft nach oben. In diesem Bereich waren wir sehr unkonzentriert und haben den Gegner immer wieder zum Toreschießen eingeladen, was sie dann auch dankend angenommen haben. Dies alles hat dann in Summe einfach nicht für einen Sieg gereicht. Auch dass zwei von drei Akteuren aus der ersten Reihe gefehlt haben, soll hier nicht als Entschuldigung herhalten. Wir hätten das Spiel auch so gewinnen müssen.
Alles in allem war es eine verdiente Niederlage, die ich allerdings auch nicht zu hoch bewerten würde. Was uns im Moment fehlt, ist, dass wir uns selbst belohnen. Dann lässt man auch nicht so schnell die Köpfe hängen. Wir sind zwar heute ziemlich geknickt, doch ansonsten ist die mannschaftliche Geschlossenheit in Takt und die Stimmung im Team ist gut. Wir versuchen es am Sonntag besser zu machen und vor heimischem Publikum dann auch einen Sieg einzufahren“.

Torschützen Neuss: Popek (3), Healy, Schrills, Stein

Torschützen Dinslaken: Brabec, Hofschen, Baum, Clusen

Strafminuten Neuss: 22
Strafminuten Dinslaken: 13 + 20 (SD Kelsch)

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