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SO
Η-Θ
(1:0) - (2:1) - (0:2) - (0:0 ОТ) - (0:1 SO)
01.03.2026, 18:00 Uhr

EHC gewinnt zweites Halbfinale

Schwere Verletzung überschattet Serienausgleich

Þ02 März 2026, 11:57
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EHC Königsbrunn
EHC Königsbrunn

Es hätte ein Sonntag mit einer weiteren hochklassigen Halbfinalpartie werden sollen, am Ende des Tages konnte sich keiner der Spieler oder Zuschauer über den 4:3 Sieg nach Penaltyschießen freuen. Zwei schwerer verletzte Königsbrunner Akteure stehen nach einer intensiven, aber nie wirklich unfairen Partie unter dem Strich.

Der EHC trat wie schon am Freitag bis auf die Langzeitverletzten und dem gesperrten David Farny mit komplettem Kader an. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Routinier Stefan Vajs, als Backup war Benni Beck mit nach Niederbayern gereist.

Königsbrunn startete hellwach und hochkonzentriert in die Begegnung, die Brunnenstädter hatten sich viel vorgenommen für die Auswärtspartie. Die ersten Minuten gehörten dem EHC, der defensiv deutlich besser stand als am Freitag und kompromisslos verteidigte. Königsbrunn kassierte aber in der siebten Spielminute eine erste Strafzeit wegen Spielverzögerung, die nicht folgenlos blieb. In Überzahl erzielten die Isar Rats die 1:0 Führung, gleich danach geriet der EHC erneut in Unterzahl, verteidigte aber leidenschaftlich und ließ kaum Schüsse auf das Tor zu. Die Brunnenstädter hatten in Gleichzahl weiter mehr von der Partie und blieben geduldig, doch Dingolfing blieb defensiv stabil und ließ nur wenige Chancen zu. In der 15. Spielminute hatte Tim Bullnheimer eine sehr gute Torchance, die aber ohne Zählbares blieb. Kurz vor der ersten Pause zogen die Gastgeber gleich zwei Strafzeiten, der EHC konnte nun bis zur Pause in doppelter Überzahl spielen. Leider verpassten es die Königsbrunner, trotz guter Aktionen den Ausgleich zu erzielen, ehe es ein erstes Mal in die Kabinen ging.

Im Mittelabschnitt blieb es eine intensive Partie. Königsbrunn hatte einige gute Szenen in Überzahl, konnte aber nicht den längst überfälligen Ausgleich erzielen. Dingolfing war weiterhin effektiver und traf in der 27. Spielminute zum 2:0. Die Begegnung wurde zerfahrener, es gab auf beiden Seiten Strafen. Dennoch blieb es ein faires Play-off-Spiel mit angemessener Härte. In der 34. Spielminute hatte Königsbrunn die nächste gute Chance, die zwar ohne Torerfolg blieb, Dingolfing kassierte jedoch eine Strafzeit. Der EHC ließ aber beste Chancen liegen und verpasste den Turnaround. Es kam noch schlimmer, denn der EV traf in der 38. Spielminute zum 3:0 und mitten ins Königsbrunner Herz. Nur eine Minute später keimte aber wieder Hoffnung auf, die Brunnenstädter erzielten ihren ersten Treffer. Hugo Turcotte schnappte sich an der gegnerischen blauen Linie den Puck und kam freistehend vor dem Dingolfinger Goalie zum Abschluss. Kurz vor Drittelende kassierten die in Unterzahl agierenden Gastgeber noch eine weitere fünfminütige Strafe, so dass der EHC in doppelter Überzahl in den Schlussabschnitt starten konnte.

Die zahlreich mitgereisten Fans mussten nicht lange warten, nach gerade mal 23 Sekunden zappelte die Scheibe zum 3:2 im Tor der Gastgeber. Nach punktgenauem Anspiel von Marco Sternheimer auf den auf der rechten Seite freistehenden Johan Lorraine zimmerte dieser die Scheibe per Direktabnahme ins Dingolfinger Gehäuse. Auch danach hatten die Brunnenstädter Überzahl, die sie weiter gnadenlos nutzten. Zwei Minuten nach dem zweiten Treffer erzielte der EHC den 3:3 Ausgleich. Hugo Turcotte legte hinter dem Tor stehend für Johan Lorraine auf, dessen Schuss wurde noch von Lion Stange abgefälscht. Die Partie war nun wieder offen, doch kurz nach dem Ausgleich wurde die Partie unterbrochen, nachdem sich Peter Brückner bei einem unglücklichen Sturz in die Bande verletzte und zunächst behandelt werden musste. Nach Wiederanpfiff blieb es eine sehr intensive Partie mit Chancen auf beiden Seiten, ein weiterer Treffer wollte bis Drittelende aber nicht mehr fallen.

Maximal zehn Minuten vier gegen vier Spieler, das nächste Tor würde die Partie entscheiden. In der 64. Spielminute wurde die Partie jedoch erneut unterbrochen, Marco Sternheimer hatte sich bei einem Zweikampf auf dem Eis schwer verletzt. Nach langer Pause wurde dann beschlossen, die Uhr der Overtime bis zum Ende ablaufen zu lassen und die Partie per Penaltyschießen zu entscheiden. Im totenstillen Stadion verwandelte Johan Lorraine seinen Penalty und damit die Begegnung für den EHC, richtig freuen konnte sich jedoch keiner der anwesenden Beteiligten.

Der EHC kann mit dem 1:1 Serienausgleich die Scharte vom Freitag auswetzen, die Gedanken bei Coach Bobby Linke waren danach aber nicht beim Sport: „Das Spiel hätte heute nicht so entschieden werden dürfen. Großer Respekt an die Dingolfinger Verantwortlichen, Spieler und Fans für ihr respektvolles Verhalten. Aktuell ist Marco Sternheimers Zustand stabil, und Peter Brückner wird in den Play-offs nicht mehr auf dem Eis stehen.“

Quelle:
EHC Königsbrunn

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