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12.04.2019, 22:12

EHC Freiburg gewinnt mit 5:1

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EHC Freiburg
EHC Freiburg

Das fünfte Spiel der Serie, das einer der beiden Mannschaften den Matchball für Spiel 6 am Sonntag liefern würde, ging verdient mit 5:1 an den EHC: Die Wölfe trafen früh (2. Spielminute), führten zwischenzeitlich mit 3:0 (26.) und beantworteten innerhalb dreier rasanter Minuten den Anschlusstreffer der Deggendorfer (27.) ihrerseits mit einem Treffer (29.). Der EHC arbeitete intensiver und spielte effizienter, während Deggendorf erst in den letzten 12 Minuten des Spiels in Form seiner Top-Reihe kontinuierlich zu Torchancen kam.

Die Aufstellungen

Der EHC ging heute mit der gleichen Aufstellung wie am Dienstag in die Partie: Antti Kauppila verteidigte an der Seite von Marvin Neher, Jan Bednar stürmte in der vierten Reihe - und Josef Mikyska stand erneut nicht im Kader. Die wichtigste Nachricht vor dem Spiel kam jedoch von Deggendorfer Seite: Jason Bacashihua stand nach seinem kurzzeitigen Ausfall im vorherigen Spiel wieder im Tor der Gäste - habe jedoch, so sein Trainer Kim Collins nach dem Spiel, heute „nicht seinen besten Tag“ gehabt.
Nachdem die Deggendorfer in den vorherigen Spielen stets das volle Kontingent an 12 Stürmern hatten aufbieten können, liefen heute nur drei Reihen für die Niederbayern auf - Josh Brittain, der in den ersten beiden Spielen jeweils ein Tor erzielt hatte, fiel heute nämlich aus.  
 
3:0 nach 26 Minuten - und immer war Jozef Balej unmittelbar beteiligt

Es ist schon interessant, wie der vielleicht wichtigste Freiburger Akteur dieser Playdowns es erneut vermochte, auf unterschiedliche Weisen dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken - und dies erneut mit zählbarem Erfolg: Das erste Freiburger Tor lässt sich darauf zurückführen, dass der NHL-erfahrene Stürmer die kanadisch angehauchte Spielweise seines Trainers vollends befolgte und die Scheibe auch aus spitzem Winkel aufs Tor feuerte (Wittfoth staubte ab zum 1:0; 2.); beim zweiten traf er mit seinem Schlagschuss selber (2:0; 18.) und beim dritten (3:0; 26.) ermöglichte er Marc Wittfoths Vorlage auf Brad McGowan, indem er sich in Scheibenbesitz durch die Deggendorfer Verteidigungsformationen durchbiss… 3:0 für den EHC - durch drei Tore der Wittfoth-McGowan-Balej-Reihe; eins für jeden der drei Stürmer.

Direkte Antwort auf den Deggendorfer Anschlusstreffer

Der EHC führte am heutigen Abend nahezu von Beginn an und führte über weite Strecken deutlich - als umso wichtiger hat es zu gelten, dass nach Deggendorfs Anschlusstreffer zum 3:1 (27.) nur 1:16 min vergingen bis dank eines Zuspiels von Tobias Kunz und der Spielübersicht von Nikolas Linsenmaier der alte Vorsprung direkt wiederhergestellt werden konnte. Neben der disziplinierten Spielweise des EHC und einem prima aufgelegten Jimmy Hertel liegt ein wichtiger Grund für den heutigen Sieg sicherlich in dem Umstand, dass man Deggendorf selbst in dieser Situation nicht im Glauben ließ, in diesem Spiel auf der Anzeigetafel in Reichweite gelangen zu können.

Der Reihe nach

Die erste torgefährliche Situation des Spiels - und das erste akustische Signal, das die Fangesänge aus beiden Fankurven unterbrach - war Jozef Balejs Schuss aus spitzem Winkel an den Außenpfosten, dessen Abpraller Marc Wittfoth zum1:0 verwertete (2.). Auf der anderen Seite des Eises setzte v.a, die Deggendorfer Reihe um Dimitrij Litesov und Christoph Gawlik - ähnlich wie am Dienstag - Akzente zum Tor. Zweimal war es jedoch die Freiburger Defensivarbeit in Form von geblockten Schüssen von Stephan Seeger und Philipp Rießle, die das Aufbegehren der Gäste unterbinden konnte.Eine zentrale Rolle in diesem ersten Drittel nahmen zwei direkt aufeinander folgende Powerplays  des EHC ein (ab der 6.), die die Wölfe fast die ganzen vier Minuten über komplett im Deggendorfer Drittel agieren sahen. Jan Melichars Powerplay-Reihen, die stets einen Blueliner, zwei Flügel, einen Spieler in der Mitte und eine Anspielstation hinter dem Tor bzw. an der Grundlinie auflaufen sahen, brachten jedoch nur einen einzigen ansatzweise gefährlichen Torschuss hervor:  einen Schlagschuss aus spitzem Winkel von Josh McGowan. Im weiteren Verlauf sah das Spiel eine gute Chance durch den EHC, indem die Kombination aus Stas und Herm die Scheibe dynamisch ins Deggendorfer Drittel brachte und nicht zuletzt auch durch den Nachschuss von Radek Havel an der Zwei-Tore-Führung kratzte (14.). Im einzigen Deggendorfer Überzahlspiel des ersten Drittels waren es dann auch eher die Freiburger, die mit einem weiteren Tor flirteten: In einem Konter in Unterzahl konnte Jannik Herm Marc Wittfoth in Szene setzten, der im Alleingang kurz vor dem Deggendorfer Tor nur mit einer Aktion vom Torschuss abgehalten werden konnte, die nah an einem Foul (und somit wohl einem Penalty) war. Als sich das Spiel nach diesen Phasen etwas beruhigt hatte, tat Jozef Balej genau das, was er in den letzten Wochen immer wieder für den EHC getan hatte: einfach einmal draufhalten! Und siehe da: Sein von einem Deggendorfer Stock abgefälschter Schuss fand prompt den Weg ins Netz zum 2:0 (18.). Die fast gefährlichste Situation vor dem Freiburger Tor in diesem Eröffnungsdrittel ereignete sich 17 Sekunden vor der Pausensirene, als ein von Antti Kauppila abgefälschter Querpass von Jimmy Hertel reaktionsschnell pariert werden musste.

Das zweite Drittel sah drei Tore innerhalb von drei Minuten - trotz einem Anschlusstreffer der Gäste konnte der EHC damit seine Führung auf 4:1 erhöhen.
Wie bei gefühlt jedem Tor des EHC war auch beim 3:0 in der 26. Minute Jozef Balej beteiligt: Vor dem Deggendorfer Tor am Abschluss gehindert will er auf spektakuläre Art per Lupfer Marc Wittfoth anspielen, der dann von jenseits der Torlinie seinerseits Brad McGowan vor dem Tor findet, der per Direktabnahme zum 3:0 verwandelt (26.).
Kurz darauf folgte jedoch der Anschlusstreffer zum 1:3 aus Gästesicht, indem Andrew Schembri einen Puck von der blauen Linie aufs Tor abgefälscht aus kurzer Distanz an Jimmy Hertel vorbeibeförderte (27.). Freiburg antwortete seinerseits jedoch, indem Nikolas Linsenmaier und Tobias Kunz für zählbaren Erfolg sorgen konnten: Als im Zuge eines Konters nämlich Linsenmaier einen Querpass von Kunz geschickt durchlässt, kann Christian Neuert (der kurzzeitig mit den beiden in einer Reihe stürmte) den Puck in Ruhe vor dem Deggendorfer Tor annehmen und per Schlenzer eiskalt zum 4:1 einnetzen (29.).

Der EHC lieferte in der Folgezeit ein solides Spiel ab - das jedoch zwei Großchancen für Deggendorf sah, bei denen Jimmy Hertel zur Stelle sein musste: Zwei Minuten nach dem 4:1 war es nun wieder die Litesov-Reihe, die für Furore sorgte, indem Litesov aus der Ecke Christoph Gawlik fand, dessen One-Timer unmittelbar vor dem Tor Jimmy Hertel jedoch parieren konnte. Deggendorfs Goldhelm-Reihe hingegen machte sich erst in der 39. Minute wieder bemerkbar, als der zweifache Torschütze der Serie, Curtis Leinweber in einem Gerangel vor dem Tor gefährlich vor Jimmy Hertel auftauchte (39.) - erneut konnte der Freiburger Keeper jedoch die Situation entschärfen.
In den letzten fünf Minuten des Drittels sorgte auf der anderen Seite insbesondere Tobias Kunz für torgefährliche Momente, indem er einmal versuchte, einen Schuss von Alexander Brückmann abzufälschen (35.) und einmal nach einem Abpraller vor dem gegnerischen Tor eine gute Chance auf dem Schläger hatte (39.).
Aus der Freiburger Drei-Tore-Führung folgte im letzten Drittel natürlich, dass Deggendorf mehr nach vorne spielen musste - die kompakte Abwehrarbeit, die der EHC nun lieferte, kann kaum besser versinnbildlicht werden, als durch den Scheibengewinn von Tobias Kunz nahe der blauen Linie innerhalb des eigenen Drittels, den dieser dann in einen Konter zum 5:1 umwandelte (45.).

In der Schlussphase des Spiels steuerte Deggendorf vermehrt aufs Tor - und das insbesondere mit der Goldhelm-Reihe um Kyle Gibbons, die jedoch zuvor im Spiel - abgesehen vom einzigen Deggendorfer Tor - kaum zur Geltung gekommen war. „Unsere besten Spieler waren heute nicht da“, so die deutlichen Worte des Deggendorfer Trainers Kim Collins in der Pressekonferenz. Innerhalb nur einer guten Minute steuerte Gibbons nun jedoch alleine mehrere Chancen bei (48./49.) - wie bei einem abgefälschten Schuss vor dem Tor oder seinem Schlenzer aus spitzem Winkel. Letzterer versinnbildlichte jedoch die Deggendorfer Verzweiflung in diesen Momenten - ein weiterer Treffer wollte den Gästen einfach nicht mehr gelingen. Diese erste Reihe der Gäste war es auch, die in der 54. Minute eine Strafe zog - diese war jedoch erst die zweite gegen Freiburg an diesem Abend, was nicht zuletzt ein Garant für den Erfolg des EHC war. „Viele Gespräche“ über „Disziplin“ habe man im Vorfeld dieses Spiels geführt, so Jan Melichar nach dem Spiel. Wie auch immer seine Worte genau gelautet hatten - sie fanden heute ihren Ausdruck auf dem Eis. Dieses Überzahlspiel führte zu finalen Chancen auf Deggendorfer Seite - Hertel parierte jedoch sowohl einen Schuss von Gawlik als auch eine Direktabnahme nahe des langen Pfostens durch René Röthke, der aufgrund einer Unachtsamkeit der Wölfe quer durch die Freiburger Box frei anspielbar war. Das Spiel endete unter dem tosenden Applaus der knapp 2600 Zuschauer in der Franz-Siegel-Halle. Die Spieler - wie auch Jan Melichar - gaben sich jedoch bedacht: „Wir wissen, dass es nicht vorbei ist“, so der Wölfe-Coach nach dem Spiel.

So geht’s weiter

Maximal zwei Spiele stehen für den EHC in dieser Saison noch auf dem Programm: Am Sonntag um 18.30 Uhr steigt in Deggendorf Spiel 6 der Serie. Mit einem Sieg sichern sich die Wölfe den Klassenerhalt - bei einer Niederlage kommt es am Dienstag zum alles entscheidenden siebten Spiel. Was also auf den ersten Blick wie eine Luxussituation aussehen mag (nur eins von zwei Spielen gewinnen zu müssen), würde bei einer Niederlage ein völlig anderes Gefühl mit sich bringen (plötzlich doch mit dem Rücken zur Wand zu stehen) … Der Kampf um den Klassenerhalt geht somit in seine letzten Runden.

Tore:
1-0 (01:25) Marc Wittfoth (Brad McGowan, Jozef Balej)
2-0 (18:01) Jozef Balej (Philipp Rießle , Marc Wittfoth)
3-0 (25:23) Brad McGowan (Marc Wittfoth, Jozef Balej)
3-1 (26:54) Andrew Schembri (Aaron Reinig, Maximilian Gläßl)
4-1 (28:10) Christian Neuert (Tobias Kunz, Nikolas Linsenmaier)
5-1 (44:30) Tobias Kunz

Strafzeiten: Freiburg 4, Deggendorf 8

Schiedsrichter: Marcus Brill, Michael Klein / Lubos Thür, Norbert van der Heyd

Zuschauer: 2.569

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