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05.05.2022, 04:00 Uhr

Draisaitl führt Oilers zum Serienausgleich

6:0 Erfolg gegen die Los Angeles Kings

Þ05 Mai 2022, 12:00
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Edmonton Oilers

Am Montag verpassten die Edmonton Oilers von Leon Draisaitl den Start in Spiel eins gegen die Los Angeles Kings, was in einer enttäuschenden 3:4-Niederlage für den Mitfavoriten auf den Gewinn des Stanley Cups vor den eigenen Fans im Rogers Place mündete. Schon im ersten Drittel der Auftaktbegegnung in die Stanley Cup Playoffs 2022 musste Edmonton einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Eine Bürde, die sich am Ende als zu groß erwies.

Zwei Tage später sollte vieles besser werden. Insbesondere für den Spielbeginn hatten sich die Protagonisten in den Reihen der Oilers im Vorfeld viel vorgenommen. Diesmal sollte von Anfang an deutlich entschlossener und konzentrierter agiert werden. Und das gelang den Hausherren am Mittwoch auch. In einem ausgeglichenen ersten Spieldrittel (Torschussverhältnis 14:12 für Los Angeles) hielt die Mannschaft aus Edmonton die Konzentration hoch, ging mit einem torlosen Unentschieden in die erste Pause, um dann zu Beginn des Mitteldrittels der Partie entschlossen den eigenen Stempel aufzudrücken. Und wie!

Draisaitl, der bereits am Montag unter den Torschützen seines Teams war, damals das zwischenzeitliche 3:3 markiert hatte, gelang in Spiel 2 das so wichtige 1:0 (22,pp). In Überzahl agierend traf der Deutsche nach Vorarbeit von Tyson Barrie und Ryan Nugent-Hopkins zur Führung. Dieses Erfolgserlebnis wirkte wie eine Initialzündung für Edmonton, das in der Folgezeit wie befreit aufspielte und noch vor Drittelende durch weitere Erfolgserlebnisse von Darnell Nurse (27., sh) und Ryan McLeod (27.) auf 3:0 davonzog, damit schon fast für eine Art Vorentscheidung auf dem Eis sorgte.

Wie wichtig es für die Oilers ist in Führung zu gehen, das zeigt auch ein Blick auf die Statistik der Liga. In der abgelaufenen Hauptrunde war Edmonton mit einer Siegquote von 87,9 Prozent das erfolgreichste Team aller 32 Mannschaften, wenn ihnen das 1:0 in einer Begegnung gelungen war. Hinter den Oilers folgten die New York Rangers (82,9 Prozent) und Colorado Avalanche (82,7) in dieser Kategorie mit deutlichem Abstand auf den Plätzen zwei und drei. 

Welche befreiende Wirkung das Führungstor von Draisaitl Tor auch in diesem Fall auf die Psyche des Teams hatte, konnte man in Spiel 2 der Erstrundenserie gegen die Kings einmal mehr beobachten. Zwar wurden die Kalifornier am Ende mit dem Endergebnis von 6:0 durchaus unter Wert geschlagen, hatten sie während der 60 Minuten doch auch durchaus ihre guten Momente, jedoch wirkten die Gastgeber nachdem ihnen die Führung erst einmal gelungen war, phasenweise wie aufgedreht. Folglich ließen sie in den finalen 20 Minuten noch drei weitere Treffer durch zweimal Evander Kane (44. und 52., pp)sowie Jesse Puljujarvi (44) folgen. 

Am Ende durfte sich Torhüter Mike Smith, der in Spiel eins nach seinem schweren Patzer beim 3:4 noch in der Kritik stand, nach gezeigten 30 Paraden überseinen fünften Playoff-Shutout der Karriere freuen. "Um ehrlich zu sein, habe ich mich in Spiel eins gar nicht so schlecht gefühlt. Ich glaube, ich bin mit der gleichen Einstellung in das heutige Spiel gegangen und wollte natürlich eine gute Leistung zeigen, vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass man die Ursache für eine Niederlage war. Heute Abend hat das gesamte Team offensichtlich besser gespielt. Dafür wurden wir belohnt."

Die Erleichterung in Reihen der Oilers war nach diesem sportlichen Befreiungsschlag förmlich zu greifen, und die außergewöhnliche Playoff-Atmosphäre, die in der Halle herrschte, trug die Mannschaft diesmal zusätzlich, statt sich als eine potenzielle Belastung zu erweisen. "Diese Stimmung ist unglaublich, um ehrlich zu sein", befand Smith. "Wir wollen alles für den Erfolg tun, und natürlich ist es nur ein Spiel, aber es ist toll zu sehen, dass die Stadt das spürt, denn sie hat es verdient. Es ist lange her, dass sie während der Playoffs in Edmonton etwas zu feiern hatten, also hoffen wir, dass wir so weitermachen können und es ist ein langer Weg, aber ohne treue Fans geht es nicht."

Am Ende geriet der Pflichtsieg in Spiel 2 so zu einer unerwartet klaren Angelegenheit für Draisaitl, Connor McDavid und ihre Mitstreiter. Sie haben dem immensen Druck, drohte ihnen im Falle eines weiteren Misserfolges vor der eigenen Anhängerschaft mit einem 0:2-Rückstand vor den beiden nun folgenden Auswärtseinsätzen in Los Angeles doch eine immense Unruhe im Umfeld, überzeugend standgehalten. Die Mannschaft hat den Eishockeyfans in aller Welt eindrucksvoll bewiesen, dass sie dieser Situation gewachsen war und hat dabei sogar eine Top-Leistung gegen einen unbequem zu bespielenden Gegner abgeliefert. 

Der klare Heimsieg dürfte die Nerven beruhigt und für jede Menge frisches Selbstvertrauen im Lager der Oilers gesorgt haben, bevor es jetzt am Freitag (10 p.m. ET; NHL.tv; Sa. 4 Uhr MESZ) mit Spiel 3 in Los Angeles in der Best-of-7-Serie beim Stande von 1:1 weitergeht.

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