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(1:1) - (1:2) - (2:3)
06.04.2022, 01:00 Uhr

Avalanche bleiben in Pittsburgh eisklat

50 Saisonsieg für Colorado

Þ06 April 2022, 14:40
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Colorado Avalanche

Als zweites Team in dieser Saison nach den Florida Panthers, haben sich die Colorado Avalanche einen Platz in den Stanley Cup-Playoffs gesichert. Die Mannschaft von Trainer Jared Bednar gewann am Dienstag (Ortszeit) 6:4 bei den Pittsburgh Penguins und trug sich dabei noch aus einem anderen Grund in die Geschichtsbücher der NHL ein.
Denn mit diesem Sieg hat das Team aus Denver die Marke von 50 Siegen geknackt. Und das in 70 Spielen. 50 Siege in einer Saison in 70 Partien oder weniger - das gelang in den vergangenen 25 Jahren lediglich zwei Mannschaften: den Tampa Bay Lightning (Saison 2018/19, 66) und den Washington Capitals (2015/2016, 69). Überhaupt hat es in der Geschichte der NHL nur neun Teams gegeben, die so schnell bei 50 Erfolgen waren. Außer den bereits genannten waren das noch die Montreal Canadiens, die das drei Mal schafften, die Boston Bruins (zwei Mal) und die Detroit Red Wings.

"Wir haben eine talentierte Mannschaft, oder? Und wir haben große Erwartungen", meinte Bednar nach der Partie in Pittsburgh. Es sei schon schwierig, die Saison, die sein Team bis zu diesem Zeitpunkt abgeliefert habe, nicht gut zu finden. "Ich mag, was ich sehe. Und ich finde, dass wir uns an diesem Punkt im Jahr immer noch verbessern. Das wollen wir machen bis zum bitteren Ende."

Die Konkurrenz wird diese Kampfansage registriert haben und nach dem Auftritt der Avalanche in der PPG Paints Arena ganz genau hinschauen. Gegen Sidney Crosby und Co. zeigten die Avalanche, was sie in dieser Saison so stark macht. Vor allem, dass sie sich auf ihre erste Sturmreihe verlassen können, auch wenn die durch die Verletzung von Kapitän Gabriel Landeskog (Knieoperation) gerade gesprengt ist. Doch weder das, noch die Ausfälle von Nazem Kadri und Valeri Nichushkin, vermochten die Lawine aufzuhalten.

Für das 0:1 sorgte der Chef persönlich: Nathan MacKinnon wurde der Treffer gutgeschrieben. Und zuerst dachten alle, dass er seinen Sturmpartner Mikko Rantanen bedient hatte. Doch die Zeitlupe gab Aufschluss: Penguins-Stürmer Bryan Rust hatte seinen Keeper Tristan Jarry (26 Saves) beim Klärungsversuch selbst überwunden (3.). Wenige Minuten später machte es Rust besser und traf zum 1:1, als er davon profitierte, dass ihm der Rebound von Colorados Keeper Darcy Kuemper (41 Saves) direkt auf die Kelle fiel (6.).

Rebound war auch das Stichwort bei der erneuten Führung der Gäste im zweiten Drittel, als J.T. Compher davon profitierte, dass Jarry einen Schuss von Alex Newhook ihm direkt auf den Schläger abwehrte. So hatte Compher bei seinem 14. Saisontor keine Mühe (30.). "Das sind zwei ganz wichtige Siege in Folge für uns gegen ein solches Team", betonte der Vorbereiter und verwies darauf, dass sein Team vor wenigen Tagen bereits den ersten Vergleich mit den Penguins in Denver für sich entschieden hatte. Solche Siege einzufahren stärke das Selbstvertrauen der Mannschaft und bringe Gewissheit, dass die Avalanche in diesen Partien bestehen könne, meinte Newhook.

Nach der erneuten Führung setzten die Gäste nach. MacKinnon sorgte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, sein 24. Saisontor, für die erstmalige Zwei-Tore-Führung der Avalanche (33.). Hoffnung keimte bei den Penguins-Fans noch mal auf, als ihr Team kurz vor der zweiten Drittelpause nochmal rankam auf 2:3 (38.). Nach einer unübersichtlichen Szene in Kuempers Torraum wurde das Tor schließlich Evan Rodrigues gutgeschrieben.

Doch Colorado ließ sich davon nicht beeindrucken und antwortete nach dem zweiten Seitenwechsel im Stile eines Titelanwärters. Verteidiger Josh Manson sorgte mit seinem ersten Tor im Avalanche-Jersey für den erneuten Zwei-Tore-Abstand (42.). Manson war zur Trade Deadline von den Anaheim Ducks nach Colorado gekommen. Für die Entscheidung sorgte Darren Helm. Er schaltete mit Logan O'Connor nach einem Scheibenverlust der Gastgeber in der Verteidigungszone der Avalanche schnell um und verwertete eiskalt den Pass seines Sturmpartners (56.).

Jake Guentzel verkürzte auf 3:5 (59.), Artturi Lehkonen besorgte mit einem Schuss ins leere Penguins-Tor den sechsten Treffer der Gäste (60.). Beim Schlusspunkt, dem 4:6 der Gastgeber durch Mike Matheson (60.), waren die meisten Sitze in der PPG Paints Arena schon verwaist.

"Wir haben hier eine starke Kultur aufgebaut, haben viele herausragende Spieler", meinte MacKinnon. Doch er fand auch mahnende Worte bezüglich des komfortablen Tabellenbilds für sein Team: "Das bedeutet gar nichts. Wir haben in der vergangenen Saison die Presidents' Trophy gewonnen. Es spielt keine Rolle, ob man in den Playoffs an Position acht oder eins gesetzt ist. Wir wollen einfach nur in die Endrunde kommen und einigen Schaden anrichten." Durch die 2:6-Niederlage der Minnesota Wild bei den Nashville Predators haben die Avalanche ihren Vorsprung auf Minnesota an der Spitze der Central Division auf 15 Punkte ausgebaut.

Für Colorado gab es an diesem Abend noch mehr positive Nachrichten. Verteidiger Bowen Byram stand erstmals seit 10. Januar wieder im Kader. Nach seiner Zwangspause wegen einer Gehirnerschütterung kam er auf 15:02 Minuten Eiszeit, gab zwei Schüsse aufs Tor ab und bildete ein Verteidigerpärchen mit Routinier Erik Johnson. Durch die Rückkehr des jungen Kanadiers, den Colorado 2019 im NHL Draft in der ersten Runde an vierter Stelle gezogen hat, haben die Avalanche in der Abwehr jetzt noch mehr Tiefe im Kader. Für die beiden Finnen Rantanen und Lehkonen war es jeweils das 400. NHL-Spiel in der regulären Saison. Rantanen knackte mit seinen beiden Vorlagen auch noch die Marke von 400 Scorerpunkten (164 Tore, 236 Assists).

Die Avalanche treten am Freitag bei den Winnipeg Jets an (8 p.m. ET; NHL.tv; Sa. 2 Uhr MESZ), die Penguins treffen bereits am Donnerstag auswärts auf die New York Rangers (7 p.m. ET; NHL.tv; 1 Uhr MESZ).

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