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10.02.2019, 23:27

5:4 Derbysieg im Penaltyschießen

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badnauheim
EC Bad Nauheim

Der EC Bad Nauheim siegte am Abend in einem Duell mit Playoff-Charakter im Penaltyschießen mit 5:4 gegen den Spitzenreiter aus Frankfurt. Es war im Vorfeld bereits das Duell der Superlative: Ausverkauftes Stadion, bestes Heimteam gegen das beste Auswärtsteam! Der Spitzenreiter aus Frankfurt zu Gast in der Kurstadt beim Tabellen-Vierten, und das Spiel sollte halten was es versprochen hatte.

Beide Teams wirkten von Beginn an sehr fokussiert und konzentriert. Es war ein Spiel mit Tempo sowie hoher Intensität von beiden Seiten. Die erste große Chance hatte der EC Bad Nauheim, aber Ilya Andrykhov reagiert stark gegen Andrej Bíreš. Das Spiel wog hin und her – Adam Mitchell hatte die erste große Chance für die Löwen, scheiterte aber am ebenso gut postierten Felix Bick. Der ECN optisch mit etwas Übergewicht, was das Schussverhältnis von 9 zu 6 im ersten Abschnitt wiederspiegelte. Die Löwen trugen aber auch ihre Angriffe immer wieder schnell und schnörkellos vor. Jeder Zweikampf, jede Scheibe war hart umkämpft und es sollte eine Kleinigkeit über das erste Tor entscheiden: Die Löwen-Defensive konnte einen Pass von EC-Verteidiger Nick Geitner abfangen und die Top-Reihe der Löwen nutzte die Chance mit einem 3 auf 2 Konter. Die Löwen ließen den Puck gut laufen und am Ende einer sehenswerten Kombination war es Löwen-Kapitän Adam Mitchell, der die Frankfurter 24 Sekunden vor Ende des ersten Abschnittes mit 1:0 in Führung bringen konnte.

Die Löwen kamen besser aus der Kabine und hatten gleich zwei dicke Chancen, um die Führung auszubauen, doch Felix Bick reagierte glänzend. Dann die 5. Minute und der EC zum dritten Mal im Powerplay. Andre Bíreš mit einem satten Schuss – doch knapp drüber. Die Scheibe ging ins Rund und als zwei EC-Verteidiger den Puck drin halten wollten, spitzelte Mick Köhler die Scheibe vorbei und die Löwen waren allein vor Bick. Ex-Nationalspieler Eduard Lewandowski versenkt eiskalt mit einem Shorthander zum 2:0. Doch die Antwort der Nauheimer ließ nicht lange auf sich warten: Dustin Sylvester zielt auf den im Slot freistehenden Louke Oakley, der das CKS mit dem Anschlusstor erlöste – nur noch 1:2. Der EC nur 33 Sekunden später mit dem Ausgleich: Daniel Ketter erarbeitete sich die Scheibe, startete selbst den Konter, passte dann auf Louke Oakley, der mit einem guten Zuspiel auf Dennis Reimer abschließt – Tor und Ausgleich 2:2. Der EC mit einem Doppelschlag. Dann aber Daniel Ketter mit einer Strafe: Die Löwen im Powerplay, trotzdem hatte die Chancen der ECN und das gleich zweimal. Zunächst scheiterte Dustin Sylvester, dann Zach Hamill nur um Zentimeter. Das Spiel jetzt völlig offen. Und dann die 34. Spielminute: Dustin Sylvester geht seinem Gegenspieler nach und der Referee pfeift Haken. Eine mehr als harte Strafe. Es ging weiter mit 4 gegen 3 Feldspieler, da bereits Mike Dalhuisen und Carter Proft jeweils zwei Minuten absaßen. Die Löwen brachten ihre Top-Reihe um Adam Mitchell, die wussten bei 33:52 diese Chance zu nutzen. Tim Schüle traf nach toller Vorarbeit von Matthieu Tousignant zum 3:2 für die Frankfurter. Und die versuchten jetzt nach zu setzen, das taten sie in Person von Brett Breitkreutz. Der bullige Außenstürmer zog über Außen auf und davon, überlief EC-Verteidiger Dennis Shevyrin, zog direkt zum Tor und traf zum 4:2 für die Löwen. Der EC wirkte jetzt – ob des Doppelschlages – etwas angeschlagen und konnte nur noch eine gute Chance durch Louke Oakley verbuchen. Aber es blieb bei der nicht unverdienten Zwei-Tore Führung für den Spitzenreiter vom Main zur zweiten Pause.

Der EC machte im letzten nochmal Druck und kam direkt zu einem Powerplayspiel in der 41. Minute, es dauerte nicht lange ehe Louke Oakley seinen zweiten Treffer erzielen konnte – der Anschluss – 3:4. Das CKS war wieder da und der EC weiterhin im Powerplay, da die Löwen eine weitere Strafe gezogen hatte. Und dann fiel das 4:4 durch Mike Dalhuisen, aber der Schiedsrichter winkte direkt ab. Torraum-Abseits hieß das Urteil des Unparteiischen. Ein Videobeweis war nicht möglich, da das System aus technischen Gründen nicht zur Verfügung stand. Eine Auflösung nach dem Spiel zeigte: Es war eine ganz knappe Entscheidung. Nauheim kämpfte weiter um den Ausgleich. Die Löwen zeigten sich jetzt aber clever und agierten aus einer sicheren Defensive, hatten auch ihrerseits weitere gute Torchancen. Angetrieben jetzt durch 4.445 Zuschauer im ausverkauften CKS kämpften die Teufel bis zum Ende und sie sollten belohnt werden. Christof Kreutzer nahm kurz vor Ende die Auszeit und Felix Bick zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Es sollte belohnt werden: Exakt 22 Sekunden vor dem Ende traf Zach Hamill zum vielumjubelten Ausgleich. Dies war gleichzeitig die Punkteteilung nach 60 Minuten.

Die Overtime – beide Teams mit offenem Visier und guten Chancen. Aber auch hier sollte bei den fünf Minuten 3 gegen 3 kein Treffer mehr fallen. So musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen: Zach Hamill eröffnete und traf – danach vergaben alle zwei weiteren Schützen der Teams. Dann kam der Löwe David Skodan – er musste treffen und er traf – wieder der Ausgleich. Die Spannung wuchs ins Unermessliche. Anti Kerälä für die Löwen, aber Felix Bick war zur Stelle und hielt die Scheibe fest. Für Bad Nauheim kam erneut Zach Hamill, der ließ mit seinem Treffer zur Entscheidung das CKS in seinen Grundmauern erschüttern. Riesen Jubel bei den Teufel Anhängern – Derbysieg im Penaltyschießen.

„Komplimente an meine Mannschaft – wir sind zweimal nach Zwei-Tore Rückständen zurückgekommen. Frankfurt hat heute sehr stark gespielt und gezeigt warum Sie da oben stehen. Wir haben alles gegeben und jetzt hat sich das Team einen zusätzlichen freien Tag verdient“, so EC-Head Coach Christof Kreutzer nach dem Sieg.

Tore:

0:1 [19:36] – Mitchell (Köhler, Breitkreuz)
0:2 [25:04] – Lewandowski (Köhler) // SH1
1:2 [25:27] – Oakley (D. Sylvester, Shevyrin) // PP1
2:2 [26:03] – Hamill (Oakley, Ketter)
2:3 [33:52] – Schüle (Faber, Mitchell) // PP1
2:4 [34:47] – Breitkreuz (Koziol, Erk)
3:4 [41:09] – Oakley (D. Sylvester, Hamill) // PP1
4:4 [59:38] – Hamill (D. Sylvester, Reimer) // EA

Penaltyschießen:
5:4 Zach Hamill, GWS

Strafen:

Bad Nauheim 12 // Frankfurt 24

Zuschauer:

4.445 (ausverkauft)

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Spielbericht
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