Oberliga-Nord/Crocodiles Hamburg. Gelingt gegen Essen wieder ein Coup?

Die Crocodiles stehen sicher in den Playoffs der Oberliga. Ein großartiger Erfolg für die Hamburger, die sich damit für eine tolle Saison belohnen. Die "fünfte Jahreszeit" für jeden Eishockeyspieler und jeden Fan beginnt für die Krokodile am 17. März. Bis dahin hat das Team aber noch einiges vor. Der fünfte Tabellenplatz soll gesichert werden und auch nach oben schielt man noch. Sportchef Sven Gösch zur weiteren Marschroute: "Wir werden weiter angreifen und Platz vier solange nicht aufgeben wie wir ihn rechnerisch erreichen können." Einen wichtigen Schritt in Richtung viertem Tabellenplatz können die Krokodile am Sonntag machen. Dann wird es nach zweiwöchiger Pause endlich wieder laut im Eisland Farmsen. Zu Gast ist ab 19 Uhr niemand geringeres als das derzeitige Team der Stunde. Die ESC Wohnbau Moskitos Essen konnten bislang alle neun Spiele der Meisterrunde für sich entscheiden und belegen derzeit den dritten Tabellenplatz hinter Herne und Tilburg. Zweimal hatte Essen im Penaltyschiessen das Glück auf seiner Seite. Einmal waren es die Crocodiles, die sich nach einem großartigen Kampf erst im Duell Mann gegen Mann geschlagen geben mussten. Diese Einstellung wird das Team von Andris Bartkevics erneut an den Tag legen müssen, um die Siegesserie der Moskitos zu beenden.

Diese sind in allen Mannschaftsteilen sehr gut besetzt. Neben einem breit aufgestellten Angriff, der unter der Saison noch mit Veit Holzmann von den Preussen Berlin und dem niederländischen Nationalspieler Nardo Nagtzaam verstärkt wurde, bleibt der Essener Abwehrblock das Maß der Dinge. 92 Gegentore in 39 Saisonspielen sprechen eine deutliche Sprache. In den neun absolvierten Partien der Meisterrunde mussten die Stechtiere erst 20 Gegentore hinnehmen. Dabei ist etwas überraschend, dass die Moskitos eine Unterzahlquote von „nur“ 80% vorweisen können. Eine kleine Schwäche, die dem Team von Trainer Frank Gentges durchaus bewusst ist. Entsprechend diszipliniert agieren die Essener. Mit bislang 478 Strafminuten gehört man zu den fairsten Teams der Oberliga. Es wird den Crocodiles helfen, wenn der siebte Mann wieder hinter dem Team steht. Dann kann es, wie bereits in der Hauptrunde, erneut zur Sensation kommen. Damals siegte das Team von der Elbe im heimischen Eisland mit 5:4 nach Verlängerung. Bislang wurden über 1500 Karten für die Partie abgesetzt. Die restlichen Tickets sind im Onlineshop (www.eventimsports.de/ols/crocodiles/ ) und allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Türen zum Eisland öffnen um 18 Uhr.

Zwei Tage zuvor wird das Team um Kapitän Christoph Schubert die Reise nach Halle an der Saale antreten. Um 20 Uhr trifft man morgen in der Sparkassen-Arena auf die Saale Bulls. Das Team aus Sachsen-Anhalt ist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, konnte diese aber nur bedingt erfüllen. Mittlerweile droht sogar der Verlust der direkten Playoff-Qualifikation. Der Tabellensechste hat nur noch zwei Pünktchen Luft zum Verfolger aus Leipzig, die ihrerseits die Hoffnung haben, dass man die Pre-Playoffs umgehen kann. Entsprechend warnt Sven Gösch vor einem hochmotivierten Gegner: „Halle wird aufgrund der Tabellensituation 120% geben. Wir müssen dort kühlen Kopf bewahren und diszipliniert auftreten.“ Mit einem Sieg können sich die Crocodiles endgültig den fünften Platz in der Tabelle sichern. Doch gerade zuhause sind die Bullen nur schwer an den Hörnern zu packen. Die Spitzenteams aus Herne und Tilburg mussten in der Meisterrunde die Saale ohne Punkte verlassen. Dass es die Hamburger besser können, haben sie in der Hauptrunde bewiesen. Damals gewannen die Hanseaten quasi in der Schlusssekunde mit 3:2 nach Verlängerung.

Neben Daniel Hollmann und Fabian Calovi wird am kommenden Wochenende auch Torwart Kai Kristian fehlen. Der DEB sperrte ihn nach dem Vorfall in Leipzig für zwei Spiele. Ein weiteres Spiel Sperre wurde zur Bewährung ausgesetzt.

 

eishockey.net / PM Hamburg Crocodiles

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