| Bad Nauheim mit 6:4 siegreich in Hamm |
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Jeweils zwei Mal Kevin Lavallee und Tobias Schwab sowie Lanny Gare und Dylan Stanley ins leere Tor am Ende der Partie sorgten für drei verdiente Punkte, die phasenweise aber schwer erarbeitet werden mussten. Am Sonntag kommt es nun zum Derby zuhause gegen Frankfurt, das heute gegen Unna mit 3:2 die Oberhand behielt. Bei den Hessen fehlten mit Pierre Wex und Marius Pöpel lediglich die Langzeitverletzten, ansonsten konnte Fred Carroll auf alle Akteure zurückgreifen. Somit war es auch nicht verwunderlich, dass sein Team von Beginn an den Ton angab und durch Michel Maaßen in der ersten Minute gleich zwei dicke Chancen hatte, die Benjamin Voigt im Tor der Eisbären vereiteln musste. Dies schien aber wie ein Weckruf für die Hausherren zu sein, die gut dagegen hielten und ebenfalls den Weg in Richtung gegenerisches Gehäuse suchten. Der Sieg in Frankfurt schien den Westfalen sichtlich Auftrieb zu geben, so dass sich ein munteres Match entwickelte. Als Dylan Stanley in der 10.Minute die Führung schließlich auf der Kelle hatte, schnappte sich Hamms Sebastian Licau das Hartgummi nach einem Save von Voigt und bediente Karan Moallim zum doch etwas überraschenden 1:0 für die Hausherren, bei dem Markus Keller keine Chance zur Abwehr hatte. Die Gäste antworteten aber prompt: Tobias Schwab wurde nur 90 Sekunden später von Dylan Stanley mustergültig bedient, so dass der Stürmer den Ausgleich ins rechte obere Eck völlig freistehend markieren konnte. Die Hessen drückten fortan auf die Führung, es waren aber die Westfalen, die durch Sondermann in der 18.Minute mit einem abgefälschten Schlagschuss erneut in Front gehen konnten. Markus Keller rettete kurz vor der ersten Pause seinem Team sogar den knappen Rückstand, nachdem ein 3-auf-1-Konter in seiner Fanghand landete.
Die Gäste sammelten sich in der Kabine und taten im Mittelabschnitt nun mehr gegen ein Hammer Team, das sichtlich Blut geleckt hatte. Folgerichtig fiel das 2:2 durch Kevin Lavallee in der 25.Minute, der einen verdeckten Schuss im Netz unterbringen konnte. Und die Gäste blieben spielbestimmend: innerhalb von nur 69 Sekunden erhöhten Tobias Schwab und erneut Kevin Lavallee auf 4:2 in der 32.Minute, als die Kurstädter das Match im Griff hatten. Der erneute Anschluss durch Gose in der 33.Minute war eher ein Schönheitsfehler, da Kapitän Lanny Gare noch vor der zweiten Sirene auf 5:3 für die Wetterauer vorlegte. Die Roten Teufel taten in diesem Drittel das Notwendige, um den Gegner in Schach zu halten und konnten jederzeit das Gaspedal kurzzeitig durchdrücken, um die Aktivitäten der Westfalen im Stile einer Spitzenmannschaft zu unterbinden.
Im letzten Drittel kontrollierten die Hessen das Spielgeschehen vollends und ließen die Eisbären so gut wie gar nicht mehr vor das Tor von Markus Keller kommen. Zudem schwächten sich die Gastgeber durch Strafzeiten selber, so dass die Roten Teufel keine Mühe mehr mit den Westfalen hatten. Die Zeit lief für die Mannen von Fred Carroll, die offenkundig schon das Derby gegen Frankfurt im Hinterkopf hatten und auf Halten des Spielstands aus waren. Von den Eisbären kam allerdings auch zu wenig, so dass diese Einstellung nur allzu verständlich war. Erst gegen Ende des Spiels erhielten die Hausherren zwei Powerplay-Möglichkeiten, von denen Potthoff in der drittletzten Minute eine zum 4:5-Anschlusstreffer mit einem abgefälschten Schlagschuss durch Sondermann nutzte. Hoffnung keimte noch einmal bei den Eisbären auf, die in der letzten Minute ihren Goalie vom Eis nahmen, was Dylan Stanley zum 6:4.Siegtreffer ins leere Tor hinein nutzte. Somit bauen die Hessen die Tabellenführung nach der Dortmunder Niederlage in Kassel auf zwei Zähler aus und sind rechnerisch auf jeden Fall in der Endrunde. Die ausstehenden drei Partien werden nun Aufschluss darüber geben, mit wem die Roten Teufel diese zusammen bestreiten werden.
Eisbären Hamm - EC Bad Nauheim 4:6 (2:1, 1:3, 1:1)
Tore:
1:0 (09:33) Moallim (Licau)
1:1 (11:08) Schwab (Stabley, Franz)
2:1 (17:10) Sondermann (Licau)
2:2 (24:42) Lavallee (Kujala, Franz)
2:3 (30:21) Schwab (Gare)
2:4 (31:30) Lavallee
3:4 (32:30) Gose
3:5 (36:19) Gare (Schwab)
4:5 (57:51) Potthoff (Sondermann) PP 5-4
4:6 (59:42) Stanley (Schwab) ENG
Strafminuten: EBH 10 + 10 (Loecke) / ECN 12
Zuschauer: 500
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