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Bundesliga Dresdner Eislöwen Geschäftsführung reagiert auf Online-Betrüger

Geschäftsführung reagiert auf Online-Betrüger
Dresdner  EislöwenBundesliga. Aufgrund der jüngsten Betrugsfälle im Online-Ticketgeschäft haben sich die Dresdner Eislöwen dazu entschlossen, beim Online-Ticketkauf bis auf weiteres ausschließlich die Möglichkeit zur Zahlung mittels Kreditkarte einzuräumen.
„Wir bedauern diesen Schritt außerordentlich, denn gut zwei Drittel unserer Fans nutzen das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) für den Online-Ticketkauf. Diesen schlagen wir jetzt faktisch die Tür vor der Nase zu. Wir schaden uns quasi selbst, müssen aber weiteren Missbrauch unterbinden“, sagt Geschäftsführer Matthias Broda.

Unbekannte buchen seit mehreren Wochen Eintrittskarten bei den Dresdner Eislöwen unter falschen Daten unter Nutzung des elektronischen Lastschriftverfahrens (ELV). So werden Namen, Adress- und Kontodaten von Dritten verwendet, die im Internet frei zugänglich sind, ohne dass die betreffenden Personen davon wissen. Auch das Spendenkonto für die Aktion „Fans helfen Ihrem Club wurde durch den Täter missbraucht. „Allein in den letzten zwei Tagen wurden mithilfe dieses Kontos Tickets im Wert von 5.000 € gebucht. Zwar werden diese nun Schritt für Schritt zurückgebucht, aber der Vorgang ist sehr zeitaufwendig und wir bleiben auf den Transaktionskosten sitzen“, ärgert sich der Geschäftsführer. Insgesamt wurden unberechtigte Buchungen i.H.v. 50.000 € durch Unbekannte veranlasst.

Die Dresdner Eislöwen haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Vom Ticketingprovider etix wurden die IP-Adressen zu den entsprechenden Buchungen an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet. Durch diesen „elektronischen Fingerabdruck“ ist es in der Regel möglich, die Buchung bis zum Computersystem des Nutzers zu verfolgen. Zudem prüft das lokal ansässige Unternehmen, weitere Schritte zur Erhöhung der Ausfallsicherheit beim Lastschriftverfahren, z.B. mittels einer auf das Handy gesendete Transaktions-PIN. „Die Umstellung wird aber nicht von heute auf morgen passieren können. Wir können nur um das Verständnis unserer Zuschauer werben und hoffen, dass sie dennoch unsere Spiele besuchen werden“, so Broda, der einen Imageschaden und Umsatzeinbrüche befürchtet. Bei den Eislöwen wird fast jedes zweite Ticket online gebucht, nur rund 33% der Fans nutzen dabei dabei eine Kreditkarte.

eishockey.net / PM Dresden




 
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