| Noch drei Punktspiele für Bad Nauheim |
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Am Weihnachts-Wochenende gastieren die Kurstädter zunächst am Freitag in Herford (Spielbeginn 21.00 Uhr), am zweiten Feiertag (Montag) erwartet das Team von Fred Carroll im heimischen Colonel-Knight-Stadion die Kassel Huskies zum mit Spannung erwarteten Rückspiel des Hessenderbys (Beginn bereits um 18.00 Uhr).
Gegen die Dragons aus Herford fuhren die Hessen mit 22:2 den bislang höchsten Saisonsieg ein, der jedoch auch in dieser Höhe keine Überraschung war, unterlagen die Westfalen bislang acht Mal zweistellig. Dementsprechend haben die Herforder mit 148 Gegentoren den zweitschlechtesten Ligaschnitt vorzuweisen und liegen mit nur 13 Zählern nach 19 Spielen (darunter zwei Wertungen zugunsten der Dragons) auf dem drittletzten Tabellenplatz.
Folgerichtig bereitet sich das Team von Trainer Bruce Keller bereits jetzt auf die Qualifikationsrunde zur Oberliga vor und versucht - auch durch personelle Veränderungen im Kader - für diese ab Januar gewappnet zu sein. So holte man aus Peißenberg (Bayernliga) z.B. den gebürtigen Kanadier Darren McKague, der in der letzten Saison in der ersten holländischen Liga für Turnhout in 46 Spielen stolze 41 Treffer markierte. Auch für seinen neuen Arbeitgeber hat er in zwei Partien bereits zwei Mal einnetzen können. Im Tor wechselte aus Hannover das 22-jährige Talent Florian Holst zu den Dragons, der sich gegen die Roten Teufel erstmalig beweisen soll. "Darüber hinaus sind wir mit weiteren Spielern in Kontakt, die uns für die Qualifikationsrunde verstärken werden", sagt Dirk Marchel von den Dragons. Somit wollen die Westfalen das Match gegen den haushohen Favoriten nutzen, um für die nächste Runde ein paar Dinge einzustudieren und die neuen Akteure einzubauen. Das Match kann man übrigens wieder per Live-Fanradio unter www.ecn-fanradio.de verfolgen. Ganz anders dürfte es im Heimspiel der Roten Teufel am kommenden Montag (2.Weihnachtsfeiertag, Spielbeginn bereits um 18.00 Uhr !!) gegen die Kassel Huskies werden. Hier treffen zwei Teams aufeinander, die sich bereits im Hinspiel (6:5-Sieg der Kurstädter nach Penaltyschießen) einen großen Kampf lieferten und tolles Eishockey auf hohem Niveau zeigten. Auch wenn die Punkte (leider) nach der Vorrunde gestrichen werden, so geht es in den Hessenderbys vor allem um das Prestige, zumal beide Mannschaften zu den Aufstiegsfavoriten zählen. Demenstprechend lief dann auch die Nachfrage nach Karten, bereits Dreiviertel aller Tickets sind abgesetzt. Alleine aus Nordhessen werden rund 1.000 Fans zu diesem Spektakel erwartet. Kassels Trainer Jamie Bartman dürfte rechtzeitig zur Zwischenrunde wieder einen kompletten Kader zur Verfügung haben, nachdem zuletzt im Training nur noch Patrick Schädel und Julian Grund verletzungsbedingt fehlten. Keiner will es sich natürlich nehmen lassen, nach Möglichkeit eine Revanche im Bad Nauheimer Kurpark zu landen, so dass alle verfügbaren Mann dabei sein werden. Höchstes Augenmerk gilt es hierbei, auf die Paradereihe um Manuel Klinge und Petr Sikora zu richten, die den Roten Teufeln im Hinspiel einige Probleme bereitet hat. Sollte man diese Topformation neutralisieren können, dürfte auch im Rückspiel ein Erfolg möglich sein. Für Spannung ist auf jeden Fall garantiert, und mit der Kulisse im Rücken ist keine zusätzliche Motivation notwendig. Zudem können die Roten Teufel den zweiten Tabellenplatz fixieren, womit sie nach der Vorrunde auch tabellarisch die Nummer eins in Hessen wären. Wenn das keine guten Voraussetzungen für eine Top-Partie sind .....
Bei den Roten Teufeln hat Dylan Stanley seit einer Woche das Eistraining wieder aufgenommen. In Herford wird der Kanadier möglicherweise seine ersten Spielminuten seit dem 21. Oktober absolvieren, um einen letzten Test unter Wettbewerbsbedingungen vor dem Kassel-Spiel zu starten. Sollte Stanley auflaufen können, wäre die Mannschaft erstmals in dieser Spielzeit komplett, was zu diesem Zeitpunkt natürlich optimal getimet wäre. Aber auch wenn er noch etwas Zeit nach seinem verheilten Knöchelbruch benötigen würde, kann Fred Carroll einen starken Kader aufbieten, was die Cracks in zuletzt 15 Partien ohne Niederlage eindrucksvoll bewiesen haben. Die Pflichtaufgabe in Herford dürfte Sieg Nummer 16 werden, so dass das Heimmatch gegen Kassel ein Endspiel um die Vorherrschaft in Hessen ist. Es ist also angerichtet für ein spannendes und sportlich attraktives Eishockey-Weihnachts-Wochenende mit den Roten Teufeln.
eishockey.net / PM Bad Nauheim Nützliche Links zur Oberliga-West 2011/12
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