| Teufel siegen im Hessenderby vor 4.500 Zuschauern! |
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Vom Eröffnungsbully an war es das von allen Beteiligten erhoffte Derby: bereits nach 21 Sekunden kassierte Frankfurts Jan Barta eine Strafe, die Janne Kujala nach feiner Vorarbeit von Lanny Gare zum 1:0 verwandelte. Die Löwen antworteten aber prompt: als die Hausherren durch Pöpel eine Strafe absaßen, traf Kevin Thau mit einem Rebound nach einem Fairbarn-Schuss zum Ausgleich (7.). In der Folgezeit gewannen die Gastgeber aber deutlich die Oberhand, die Löwen konnten das hohe Tempo der Roten Teufel nur selten mitgehen und kassierten hierdurch zahlreiche kleine Strafen. Eine solche gegen Schwarzer nutzte Lanny Gare mit einem Rebound zur erneuten EC-Führung. Und die Kurstädter blieben am Drücker: nur 40 Sekunden später bestrafte Gare einen Ausrutscher von Sevo mit einem freien Querpass auf Schwab, der das 3:1 besorgte. Frankfurt musste nun mehr machen und kam das ein oder andere Mal gefährlich vor das Gehäuse von Markus Keller, doch dieser hielt bis zur Pause seinen Kasten sauber.
Aufregung zu Beginn des zweiten Abschnitts: die Löwen konnten mehr als eineinhalb Minuten mit zwei Mann mehr agieren, nachdem Pöpel und Gare Strafzeiten erhielten, zudem musste Alexander Baum wegen Meckerns für 10 Minuten in die Kühlbox. Doch Frankfurt kam nicht gefährlich genug vor den Kasten von Markus Keller, der die wenigen Schüsse allesamt entschärfte. In der 25.Minute hatten dann die Hausherren zwei Mann mehr zur Verfügung, aber auch hier blieb eine 1:40-minütige Überzahl ohne Zählbares. Einzig ein Außenpfostenschuss von Kevin Lavallee war in der 26.Minute zu verzeichnen, ansonsten hielten sich beide Teams merklich mit Aktionen zurück. Das Kräfteverhältnis war zu deutlich verteilt, denn die Roten Teufel hatten das Geschehen im Griff, während die Bemühungen der Löwen ohne Effekt verpufften. So lief die Zeit herunter, auch wenn die Gastgeber die größeren Spielanteile hatten, die man jedoch nicht in Treffer ummünzen konnte.
Im letzten Drittel wurde es nochmal richtig dramatisch, denn die Löwen drängten, während sich die Hausherren in der Defensive wiederfanden. Die Roten Teufel versuchten es mit Kontern, scheiterten aber einmal am Pfosten durch Schwab (46.) sowie an Löwen-Goalie Wendler, der gegen Wex und Gare hielt. Je länger das Match dauerte, umso mehr warfen die Frankfurter ihr Spielermaterial nach vorne, so dass auch Markus Keller einiges zu tun bekam. Als die Zeit den Gäste davon lief, so dass Löwen-Trainer Clayton Beddoes seinen Goalie vom Eis nahm, war es Tobias Schwab, der 53 Sekunden vor dem Schlusspfiff das alles entscheidende 4:1 markierte. Die Fans waren natürlich vollends aus dem Häuschen, und die Stimmung hielt noch lange Zeit nach dem Ende der Partie an. Das war nach 24 Jahren das Derby, das man sich in der Kurstadt erhofft hatte, und das Beste war: es blieb alles friedlich und ruhig - so wie es sein soll. "Heute hat jeder seinen Job gemacht. Das war ein tolles Spiel vor einem noch tolleren Publikum", sagte EC-Coach Fred Carroll nach dem Spiel. "Die erste Hälfte gehörte Bad Nauheim, die zweite anschließend uns. Leider konnten wir dies aber nicht in Zählbares verwerten. Der Bad Nauheimer Sieg geht somit in Ordnung", äußerte sich Löwen-Trainer Beddoes nach dem Spiel.
EC Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 4:1 (3:1, 0:0, 1:0)
Tore:
1:0 (01:05) Kujala (Gare, Schwab) PP 5-4
1:1 (06:37) Thau (Fairbarn, Schwarzer) PP 5-4
2:1 (10:18) Gare (Schwab, Lavallee) PP 5-4
3:1 (10:58) Schwab (Gare, Mangold)
4:1 (59:03) Schwab (Gare, Lavallee) ENG
Strafminuten: ECN 14 + 10 (Baum) + 10 (Weibler) / LFF 22 + 10 (Seyller)
Zuschauer: 4.500 (ausverkauft)
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