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Tore am Fließband
Schweinfurt            Mighty DogsBayernligaMighty Dogs - EC Pfaffenhofen 13:0 (6:0, 4:0, 3:0). Diesen Ausgang hätten die kühnsten Tipper nicht vorausgesagt. Mit 13 Ausrufezeichen unterstrichen die Mighty Dogs ihren Anspruch, heuer um die Meisterschaft mitzuspielen. Die Gäste sahen nicht die Spur von Land und konnten einem im Laufe der Partie schon richtig leid tun.

Mit 14 Feldspielern waren die Ice Hogs angereist und hatten kaum Zeit, sich auf dem Eis zu orientieren. Mit gnadenlos schnellem Spiel und kompromisslosem Pressing wurden sie von den Schweinfurtern regelrecht überfallen. Diesmal schlugen die Dogs aus ihrer Überlegenheit rasch Profit und zogen in fast gleichmäßigem Zweiminutentakt auf 5:0 davon. Damjan Herdzik, eigentlich der Back Up hinter dem wegen Krankheit fehlenden Goalie Bastian Niedermeier, hatte keinen Ersatzmann auf der Bank und musste wohl oder übel im Kasten bleiben. Allerdings fing sich der Keeper im Laufe der Partie und hatte einige gute Szenen.

Nach gut 10 Minuten war allerspätestens den Ice Hogs jeder Zahn gezogen.
Nachdem zur ersten Pause bereits das halbe Dutzend voll war, konnte man keine große Spannung für den Rest der Begegnung erwarten. Etwas mehr jedoch vom vielgelobten Paradeblock der Pfaffenhofener, der heute alles vermissen ließ. Von Dylla, Martindale, Vokaty war kaum etwas zu sehen, die Mighty Dogs hatten die Situation jederzeit im Griff. Gestürmt wurde jetzt naturgemäß nicht mehr so hochkonzentriert, es reichte dennoch für weitere 4 Treffer. Im letzten Drittel war die Linie und der Fokus zusehends weg, es wurde herumgespielt und schaugelaufen. Die letzten Tore resultierten einfach aus der Spielfreude gegen Gäste, deren Körpersprache schon genug ausdrückte und die froh waren, als das grausame Geschehen sein Ende fand.
Und so bitter es für die Pfaffenhofener klingt: Es hätte leicht noch höher ausfallen können. Chancen waren genügend vorhanden, in Gestalt von mehreren Pfostenschüssen, dann Martin Dürrs vergebener Penalty oder Bryce Hollwegs gescheiterter Alleingang. Der Amerikaner gefällt immer besser und hätte einen Treffer verdient gehabt. Welche Variationsmöglichkeiten die Mannschaft bietet, zeigte sich übrigens darin, daß durch das Fehlen Timo Ludwigs nahtlos Simon Knaup als gelernter Stürmer nach vorne rückte.

Den Jubel und Applaus nach der Schlußsirene hatten sich die Dogs reichlich verdient. Vor dem Auswärtsspiel in Memmingen kann es jetzt vor allem darum gehen, nicht die Bodenhaftung zu verlieren. denn nicht jede Mannschaft ergibt sich so gegenwehrlos wie der ECP heute. Das war kein Maßstab. Auf der anderen Seite schadet ein großes Stück gesundes Selbstbewußtsein ja nicht. Und das haben sie sich auch reichlich verdient.

Strafminuten: Schweinfurt 10; Pfaffenhofen 12

Zuschauer: insgesamt 1300

eishockey.net / PM Schweinfurt




 
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