| Saisonabschluss gegen die Piranhas |
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Es war eine Saison der Extreme für die Beach Boys: Nach einem langen und harten Sommer, in dem lange Zeit nicht einmal feststand, ob es überhaupt weiter Eishockey in Timmendorfer Strand geben würde, missglückte der (Kalt-)Start in die erste Oberliga-Saison seit fast einem Jahrzehnt gründlich: Fünf der ersten sieben Partien wurden verloren (auch bedingt durch die wegen der langen Unsicherheit sehr kurze Vorbereitung) und schon frühzeitig drohten im Kampf um einen der ersten beiden Plätze die Felle davonzuschwimmen. Doch eine beispiellose Serie von zwanzig (!) Spielen ohne Niederlage nach regulärer Spielzeit (davon 19 Siege) machten das Unmögliche möglich und hievten die Strandjungs doch noch in die namhaft besetzte Zwischenrunde um den Aufstieg in die Bundesliga. Unvergessen bleiben vor allem die letzten drei Spiele mit dem Sieg in Rostock und den im Anschluss gewonnenen Heimspielen gegen die direkte Konkurrenz aus Braunlage und Adendorf. Eine ähnliche Euphorie wie in diesen Wochen hat es im Timmendorfer Eishockey lange nicht mehr gegeben. Auch wenn es dann erwartungsgemäß in der Zwischenrunde nicht zum Einzug in die Play-Offs gegen die besten Süd-Clubs reichte, waren die Spiele gegen Bad Nauheim, Duisburg und Halle echte Highlights, von denen es in der kommenden Saison hoffentlich noch einige mehr zu erleben gibt. Einer wird dann nicht mehr mit auflaufen: Korbinian Witting beendet am Freitag nach 361 Pflichtspielen und elf Jahren seine Karriere im Dress der Beach Boys. Der „Bulle von Tölz“ musste schon in dieser Saison für längere Zeit passen und machte bereits da deutlich, wie schwer es ihm fiel, „seinen“ Jungs nicht helfen zu können: „Ich fühlte mich immer schlecht, wenn ich nicht gespielt habe. Eishockey ist eben ein Mannschaftssport und ich hatte immer das Gefühl, die Jungs im Stich zu lassen. Es ist außerdem auch ungerecht den Spielern gegenüber, die für mich gespielt haben und dann nicht mehr ran durften, wenn ich dabei war.“ Zukünftig will sich „Korbi“ nun ganz seiner jungen Familie und dem Beruf widmen. Komplett von der Bildfläche verschwinden wird Witting aber nicht, denn im Training will er sich auch zukünftig immer mal wieder mit der Mannschaft austoben und sich sicherlich auch das eine oder andere Spiel von der Tribüne aus ansehen. Während in Timmendorf noch im verborgenen die nächste Saison geplant wird, stehen bei den Piranhas an diesem Wochenende bereits einige mögliche Neuzugänge als Gastspieler unter Beobachtung. Unter anderem werden zwei junge Deutsch-Kanadier und Verteidiger Jan Schmidt vom Ost-Oberligisten FASS Berlin in Rostock erwartet. Nach dem Spiel kommen wie nach jeder Saison bei der Saisonabschlussfeier im Hallen-Restaurant „Penalty“ die game-worn-Trikots der Beach Boys unter den Hammer, ehe anschließend in „Martins Chevy“ im Ortszentrum bis zum Morgengrauen weitergefeiert werden dürfte... eishockey.net / PM EHC Timmendorf
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