| Beach Boys Timmendorf schaffen die Sensation |
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Am Freitagabend wurden zudem die Wedemark Scorpions klar mit 7:2 besiegt. Der Kampf um Platz zwei geht somit in die finale Runde und die Beach Boys sind noch voll im Spiel. Der Start im Spitzenspiel bei den Piranhas misslang, denn die Gastgeber gingen früh durch zwei Konter mit 2:0 in Führung. Doch die Beach Boys ließen sich hiervon nicht aus dem Konzept bringen und spielten weiter konzentriert nach vorne, was sich schnell auszahlen sollte: Nur kurz nach dem zweiten Rostocker Treffer verkürzte Jason Horst im Powerplay auf 2:1. Wenige Minuten später glich der furios aufspielende Patrick Saggau trotz Timmendorfer Unterzahl aus. Und als wäre das nicht schon genug gewesen, erzielte Korbinian Witting kurz vor der ersten Drittelsirene noch das 2:3 und damit die erste Timmendorfer Führung des Abends. Den Start in den zweiten Spielabschnitt verschlief die Mannschaft von Trainer Henry Thom dann komplett und Rostock kam nicht nur zum Ausgleich, sondern zog auch innerhalb kürzester Zeit auf 5:3 davon – begünstigt durch individuelle Fehler des EHCT. Die Beach Boys wirkten verunsichert, steckten aber nicht auf. Patrick Saggau verdeutlichte mit seinem Anschlusstreffer (29.) zum 5:4, dass man die Strandjungs an diesem Abend noch lange nicht abschreiben durfte. Dies unterstrich auch Eigengewächs Moritz Meyer, der in der 34. Spielminute den 5:5-Ausgleich im Powerplay erzielte. Im letzten Drittel war die Spannung regelrecht mit Händen zu greifen, denn jede länger das Spiel lief, wurde immer deutlicher, dass das nächste Tor wohl entscheidend sein würde. Rund eine Minute vor Schluss, als schon fast alle Zuschauer davon ausgingen, dass die Overtime oder sogar das Penaltyschiessen über Sieg oder Niederlage entscheiden würde, sorgte Jeff Maronese für einen Jubelorkan bei den weit über 100 mitgereisten Fans, als er den Puck zum 5:6 über die Linie drückte. Die Piranhas versuchten noch alles, nahmen den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch dies brachte ihnen nichts mehr ein – den Beach Boys hingegen schon, denn Patrick Saggau traf zum 5:7-Endstand ins leere Netz. Nach Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen, die Spieler lagen sich in den Armen und feierten den Sieg mit ihren Fans wie den Gewinn einer Meisterschaft. Die Sensation war geglückt und der Rostocker EC musste seine geplante Meisterfeier erst einmal aufs nächste Wochenende verschieben. Dass die Beach Boys weiter im Rennen um Platz zwei sind, liegt auch daran, dass am Freitagabend vor heimischem Publikum gegen den Underdog aus der Wedemark deutlich mit 7:2 gewonnen werden konnte. Zwar verschlief der EHCT den Start komplett und die Scorpions gingen früh mit 2:0 in Führung. Doch genau wie am Sonntag in Rostock bewiesen die Strandjungs Moral, holten den Rückstand auf und bogen das Spiel noch um. Die Tore erzielten Patrick Saggau (vier), der an sechs von sieben Treffern beteiligt war, sowie Kenneth Schnabel, Marcus Klupp und Jeff Maronese. Am kommenden Wochenende gibt es damit das, worauf alle Fans und Freunde der Beach Boys seit Monaten hoffen: zwei echte Endspiele vor heimischem Publikum. Werden die Partien gegen Braunlage (Freitag 25.02. um 20 Uhr) und den Erzrivalen aus Adendorf (Sonntag 27.02. um 17 Uhr) gewonnen, stehen die Chancen gut, dass Timmendorf in die Endrunde mit den besten Teams der Oberliga Ost und West einzieht und um den Aufstieg in die 2.Bundesliga spielt. Die Situation ist eigentlich ganz einfach: Die Beach Boys brauchen die sechs Punkte und müssen auf drei weitere Punkte am grünen Tisch aus dem abgesagten Spiel in Salzgitter hoffen. Wenn gleichzeitig die Harzer Wölfe noch Punkte gegen die starken Hannover Braves lassen, sind die Beach Boys Zweiter. Der Adendorfer EC, längere Zeit auf Platz zwei, hat mit der Vergabe dieses Platzes übrigens nichts mehr zu tun und steht bereits als Teilnehmer der Relegation um den Klassenerhalt fest. „Wir verlieren kein Spiel mehr“, kündigte Trainer Henry Thom vor Wochen an und bisher hält seine Mannschaft dieses Versprechen. Für alle Sportbegeisterten aus der ganzen Region kann es am Freitag und Sonntag deshalb nur ein Ziel geben - das ETC in Timmendorfer Strand. Die Fans werden den Eistempel sicherlich wieder zum Beben bringen. Frühes Erscheinen sichert wie immer die besten Plätze, denn mit neuen Rekordbesuchen ist zu rechnen. eishockey.net / PM EHC Timmendorf
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