| Bad Nauheim schlägt Herne 7:3. |
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Die Hausherren gingen bereits nach 18 Sekunden durch Dennis Cardona schnell in Front - vielleicht sogar zu schnell, denn offenkundig dachte man, die Partie würde so weiterlaufen. Da sahen sich die Hausherren aber getäuscht, denn Herne hielt dagegen und war phasenweise im ersten Abschnitt gar die bessere Mannschaft. Louven (3.) und Kruminsch (6.) hatten beste Gelegenheiten zum Ausgleich, doch Markus Keller hielt seinem Team den knappen Vorsprung. Selbst zwei Powerplay-Situationen der Roten Teufel brachten nicht viel Nennenswertes, während Herne durch Pigache (15.) zu einer weiteren guten Chance kam. Doch auch hier war der EC-Keeper mit der Fanghand gewohnt sicher zur Stelle. Erst gegen Ende des ersten Abschnittes gaben die Gastgeber mehr Gas und prüften durch Piwowarczyk (18.) den gegnerischen Goalie. Dasselbe Spiel offenbarte sich den knapp 1.000 Fans im Colonel-Knight-Stadion im Mittelabschnitt: Herne spielte aggressiv nach vorne, während die Bad Nauheimer Kombinationen nicht ihre Abnehmer fanden. Dann aber die besagten dreieinhalb Minuten: zunächst traf Manuel Weibler zum 2:0 (27.), dem Oliver Bernhardt im Powerplay mit einem satten Schlagschuss nur 57 Sekunden später das 3:0 folgen ließ. Herne schien angeknockt, was die Hausherren mit einem Doppelpack von Dennis Cardona (29. und 31.) zum vorentscheidenden 5:0 nutzen konnten. Zwar wechselten die Ruhrstädter ihren Goalie bereits nach dem vierten Tor, doch auch Dennis Uhlig für Stefan Kornewald konnte die klare Führung der Roten Teufel auch nicht verhindern. Zu diesem Zeitpunkt war Bad Nauheims Kyle Piwowarczyk schon nicht mehr mit von der Partie, der Kanadier blockte einen Schuss, der genau auf den Knöchel ging, so dass er mit einem Bluterguss ausschied. Im letzten Drittel wollten die Gastgeber eigentlich das Ergebnis herunterspielen, doch plötzlich wurde es noch einmal spannend: Hendle traf zum ersten Herner Tor mit einer Bogenlampe (45.) und spielte weiter munter nach vorne. Der Lohn war das 5:2 durch Liesegang in der 52.Minute, dem Linda mit einem satten Blueliner in der 58.Minute gar das 5:3 folgen ließ. Die Spieler von Trainer Fred Carroll standen in dieser Phase einfach zu weit weg vom Mann und setzten nicht das um, was ihnen der Coach an der Bande vorgab. Dennoch fielen die Treffer sechs (Weibler, 58.) und sieben (Gare, 60.), so dass zumindest das Ergebnis passte. "Einige Spieler dachten wohl, dass wir Herne die Bude voll machen würden. Aber auch Herne hat gute Spieler, zudem haben wir nach dem 1:0 auf die Bremse gedrückt. Im dritten Drittel wollten wir defensiv spielen, doch da haben ein paar Akteure einfach geschlafen", sagte Fred Carroll nach dem Spiel. "Wir haben gut angefangen, aber ein Großteil des Teams hat zunächst wohl nicht an einen Erfolg hier in Nauheim geglaubt. Wir haben gut auf Konter gewartet, allerdings sah der Torhüter zwei, drei Mal nicht glücklich aus. Da unser Stammgoalie verletzt ist, haben wir hier ein kleines Problem. Dennoch bin ich insgesamt zufrieden, das Spiel ist ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. Bad Nauheim hat auf jeden Fall verdient gewonnen", so HEV-Trainer Sikorski. Am kommenden Wochenende haben die Roten Teufel zwei Heimspiele: Freitag gastiert Hamm (19.30 Uhr, Gruppenrabatte für Firmen und Vereine), Sonntag kommt Neuss zum Abschluss der Vorrunde (19.00 Uhr). EC Bad Nauheim - Herner EV 7:3 (1:0, 4:0, 2:3) eishockey.net / PM Nauheim Nützliche Links zur Oberliga-West 2010/11
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