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Kolumne Sechs mit Gummi Moskitos Essen: Eitelkeiten und Dilettantismus pflastern ihren Weg

Moskitos Essen: Eitelkeiten und Dilettantismus pflastern ihren Weg PDF Drucken E-Mail
Sechs mit Gummi
kolumne_75x75Sechs mit Gummi die eishockey.net-Kolumne. Wir schreiben das Jahr 2008. Die Moskitos verabschiedeten sich aus der zweiten Liga aufgrund einer Insolvenz. Nicht die Erste am Westbahnhof. Mann hatte das Glück, daß es eine zweite Mannschaft gab, die für die darauf folgende Saison die Spielberechtigung für die Regionalliga West besaß, immerhin die seinerzeit höchste Amateurliga auf der Ebene des Landesverbandes. Ich mochte diese Junge Truppe.

Sie hatten mich seinerzeit sehr positiv überrascht. Junge Leute mit zwei drei erfahrenen Spielern, die Mischung stimmte. Die Playoff-Spiele wurden nur denkbar knapp verpasst. Insofern konnten und mussten die Mücken mit dieser Saison sehr zufrieden sein. Allein die Tatsache, daß zu Beginn der Saison noch ein Schuldenberg von rund € 200.000 auf den Verein lasteten, kann man eigentlich nur von einem gelungenen Neuanfang sprechen. Auch für die Fans war, trotz am Ende unglücklichem Ausgang, diese Mannschaft ein Sympathieträger.

Schon zur folgenden Saison wurde der Kader vollkommen unnötigerweise umgekrempelt und dermaßen verstärkt, daß eine gewisse Erwartungshaltung schon geschürt wurde. Gut, am Ende der Saison hat man den Aufstieg in die Oberliga geschafft (wie fünf andere Teams es erheblich preiswerter hinbekommen haben) und wurde in mitreißenden Finalspielen schlussendlich Sieger der Playoff. Das während der Saison installierte Trainerteam hat ganze Arbeit geleistet.

Gerade durch den zuletzt guten Zuschauerzuspruch konnten die Verbindlichkeiten auf in diesen beiden ersten Regionalligarunden auf runde 50 – 60 T€ gedrückt werden. Eigentlich finanzielle Kontinuität.

Dann beginnt die Zeit der Eitelkeiten und zweier großer Fehler, in meinen Augen die Kardinalfehler.
Zum Einen wurden alte Zöpfe angeschnitten, in dem man Sponsoren vergraulte, die zudem ehrenamtlich für den Verein arbeiteten. Zum Anderen wurde Jari Pasanen als Trainer und sportlicher Leiter installiert als Ersatz für das vorherige, erfolgreiche Duo Suarez / Egen. Suarez stand den abgeschnittenen Zöpfen zu nahe, deshalb musste er seinen Hut nehmen. Nur am Rande, beim derzeitigen Liquiditätsproblem resultiert eine Position, wenn auch eine kleine, immer noch aus dem Rechtsstreit mit Ulli Egen.

Pasanen, übrigens mit dem Versprechen neuer Sponsoren zu akquirieren (siehe Anmerkung 1), angeheuert, tat dann genau das, wofür er bekannt ist. Er scharrte fertige Spieler um sich, versprach Wohnungen und Autos. Bemerken muss man hierbei, daß es sich schlussendlich um 14 Wohnungen (Wohnbau) handelte und zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ein Autosponsor in Sicht war. Erschwerend kam hinzu, daß zur Vorbereitung und zum Saisonbeginn die Sanierung der Eishalle am Westbahnhof nicht rechtzeitig fertig wurde. Es war jedenfalls frühzeitig klar, daß bei einer seriösen Budgetierung hierfür ein Puffer geschaffen werden musste. Daß dieser Puffer möglicherweise mangelhaft ausgefallen war, ist sicherlich den Verpflichtungen Pasanens geschuldet.
Frank Dittmann fing an zu rechnen und er kam tatsächlich zu dem Schluss, daß man sich von einigen Verpflichtungen trennen müsse. Leider konnte er sich, weshalb auch immer, nicht gegenüber Pasanen durchsetzen. Gerade in dieser Phase nach dem Gewinn der Meisterschaft wurden die Weichen für das heutige Finanzdesaster gestellt.



Hinsichtlich Sponsorenakquise kam man dann auf einen Mann, der mehr wollte, als mit ein paar Euronen dem Verein zu helfen. Voraussetzung war der Rücktritt von Frank Dittmann, der diesem Wunsch sicherlich gerne nachkam.
Joachim Herden übernahm das Ruder als Präsident zunächst bis zur nächsten Jahreshauptversammlung um die Finanzsituation bis dahin zu klären. Ferner konnte er mittels neuer Sponsoren zunächst die schon seinerzeit im Raum stehende Insolvenz abwenden. Soweit, so gut.
Anstatt die Finanzsituation zunächst zu klären, wurden weitere Spieler verpflichtet. Ein Chris Straube, für den Zweitligaverein Weißwasser zu teuer, heuerte für € 2.500 netto p.M. zuzüglich Handgeld, zuzüglich Wohnung und Auto, am Westbahnhof an. Es kamen ein Reese, in Dortmund für zu leicht befunden, der auch mehr als € 400 kostet, ferner noch ein Scharfenort und ein Schmitt. Anstatt abzuspecken wurde der Kader weiter aufgebläht. Die Frage, die man sich hier stellen muss ist die, wer das schlussendlich zu verantworten hat, bzw. wer die Verträge von Seiten der Mücken geschlossen hat. War bzw. hat der Schatzmeister über die Situation informiert?

Tatsache ist, daß ab Januar diverse offene Posten nicht mehr bedient werden konnten. Die Geldbeschaffung gestaltete sich, trotz diverser Versprechungen seitens Joachim Herden, als äußerst schwierig. Der große Geldbeschaffer gefiel sich besser im Rampenlicht an der Bande, als seinem Tagesgeschäft nachzugehen. Die Wolken über dem Westbahnhof verdichteten sich immer mehr, ohne daß weiteres Geld in die Kassen floss. Berücksichtigen muss man hierbei sicherlich auch, daß aufgrund der Hallenproblematik viele Heimspiele am Stück ausgetragen werden mussten, das Winterwetter zuschlug, und teilweise auf Termine in der Woche ausgewichen werden musste. Alles suboptimale Bedingungen für eine volle Halle (siehe Anmerkung 2).
Endlich, am Dienstag, den 08.02.2010, traf man sich in den Räumen der AIDA Personalmanagement, zu einer Vorstandssitzung, um die wirtschaftliche Situation und den Liquiditätsbedarf bis zum Ende der Saison zu diskutieren. Alleine für Januar bis März (drei Monate) werden Löhne, Sozialversicherung, Lohnsteuer und Berufsgenossenschaft für gut € 130.000 bis € 150.000 benötigt. Für November 2010 bis März 2011 wird Umsatzsteuer in Höhe von € 50.000 bis € 60.000 fällig. Rechnet man dies mit weiteren Positionen zusammen, so kommt man auf einen Betrag von € 220.000, wobei Einnahmen aus Heimspielen mit rund € 57.000 bereits berücksichtigt sind. Berücksichtigt man Altschulden, Bürgschaften und Darlehen, so dürfte der aktuellen Schuldenstand irgendwo zwischen
€ 400.000 bis € 500.000 liegen.

Ferner wurde in dieser Sitzung nochmals auf die persönliche Haftung des Vorstandes hingewiesen.
Joachim Herden stand zum Zeitpunkt der Sitzung mit der Commerzbank in Verhandlung über einen Kredit, um die Liquiditätslücke zu schließen. Hierfür wollte er persönlich bürgen. Die Entscheidung sollte Ende der 6. Kalenderwoche 2011 fallen.
Des Weiteren wurde auf der Sitzung die außerordentliche Mitgliederversammlung besprochen, die bis Mitte März einberufen werden soll. Ziel soll es sein, daß der Vorstand neu gewählt und eine Satzungsänderung der Hinsicht erfolgen soll, daß die alleinige Verfügungsmacht künftig beim Präsidenten liegt.
Außerdem wird, entgegen der derzeitigen Satzungslage, Joachim Herden zukünftig alle Entscheidungen alleine treffen.
Im Zuge der Kreditverhandlungen soll auch ein neues Konto für den Verein errichtet werden, mit alleiniger Verfügungsgewalt durch Joachim Herden.
Abgesehen davon, daß die derzeitige Satzung hier mit Füßen getreten wird, habe ich für solche Gutsherrenart-Strukturen überhaupt kein Verständnis.
Die Ereignisse und Ergebnisse dieser Vorstandssitzung wurden schließlich durch eine Kontopfändung überholt. Am Freitag, den 11.02.2011, haben schließlich Uwe Stock und Ulrich Kopetzki beim zuständigen Amtsgericht Antrag auf Insolvenzverfahren gestellt, in ihren Augen der einzig richtige Weg in Anbetracht der Umstände.

Über die aktuelle Lage habe ich folgendes Video- und Pressematerial als Link zur Verfügung gestellt.

Die Ansprache von Joachim Herden und Herbert Geisberger vor dem Spiel gegen Herne

http://www.powerplay-tv-essen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=274:ansprache-joachim-herden-herbert-geisberger-132-2011&catid=19:ol-eishockey-1011&Itemid=20

Die Pressemitteilung von Joachim Herden vom 14.02.2011

http://www.powerplay-tv-essen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=275:pressemitteilung-joachim-herden-praesident-esc-moskitos-essen-142-2011&catid=19:ol-eishockey-1011&Itemid=20

Pressegespräch vom 15.02.2011: Uwe Stock, Ulrich Kopetzki und Holger Schulz   ehemalige Vorstandsmitglieder des ESC Moskitos Essen luden ein. Thema: Hintergründe zum Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Moskitos Essen.

http://www.powerplay-tv-essen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=276:pressegespraech-uwe-stockulrich-kopetzki-und-holger-schulz-ehemalige-vorstandsmitglieder-des-esc-moskitos-essen-luden-ein-1522011-&catid=19:ol-eishockey-1011&Itemid=20

Hier auch noch ein Bericht des Kollegen Friedhelm Thelen von Hockeyweb vom 13.01.2011

http://www.hockeyweb.de/home/artikel/news/streit-in-essen-eskaliert-herden-will-antrag-zuruecknehmen/

Dazu noch ein Bericht aus „der Westen“ vom 14.01.2011

http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/essen/Insolvenzantrag-liegt-auf-Eis-id4282925.html#derwestenRSS

Die Frage des Verschuldens ist relativ einfach zu beantworten. Frank Dittmann durch seine Eitelkeiten hat die Weichen gestellt. Joachim Herden hat noch zusätzlich Kohlen aus dem Tender genommen und Dampf gemacht. Wenn er solch ein Amt übernimmt, dann muss kurzfristig ein Kassensturz gemacht werden und rigoros auf die Kostenbremse getreten werden. Zusätzliche Verpflichtungen, für die man überhaupt kein Geld mehr hatte, zeugen nicht gerade von Sachverstand. Seine Versprechungen, Joachim Herden redet gerne in großen Zahlen, wurden seltenst (nie?) eingehalten. Offensichtlich kann er nicht einmal das kleine Einmaleins überschauen. Schaut man sich seine Vita an, dann ist ohnehin eine große Skepsis angebracht.

Ich äußerte mich hierzu schon vor Monaten. Er beherrscht in keiner Weise sein Tagesgeschäft. Er findet sich sogar auf dem Spielberichtsbogen wieder (nein nicht nur sein unsäglicher „Einsatz“ gegen Unna), als er sich als Co-Trainer mit einem Glas Bier in der Hand erwischen lässt. Alles in Allem ein Mann, der für Unsportlichkeiten, Versprechungen und großes Blendwerk steht. Substanz sucht man vergeblich. Als Fazit bleibt, daß in unserem Sport niemand solche Leute benötigt. Er ist zu eitel, daß er sein Versagen verantwortet.

Die Rolle der Herren Uwe Stock, Ulrich Kopetzki und Holger Schulz sollte man auch richtig einordnen. Schaut man sich das Schaffen der Herren Stock und Kopetzki im wirklichen Leben an, dann kann und werde ich es nicht begreifen, daß sie mehr oder weniger tatenlos dem Treiben der Herren Dittmann, Pasanen und Herden mitgetragen haben. Holger Schulz lass ich mal außen vor. Er kam zu diesem Amt eher wie die Jungfrau zum Kind und machte nichts anderes als die Beisitzer, eben beisitzen. Die Herren Stock, Kopetzki und Schulz waren einfach zu schwach. Ein kleines Geschmäckle bleibt auch hinsichtlich der Aussage des Herrn Stock, daß der Wirtschaftsprüfer die Daten des Steuerbüros technisch nicht lesen kann. Dazu muss man wissen, daß Frau Arnolds im Steuerbüro Stocks Vorgängerin als Schatzmeister war.
Wie wird es mit den Mücken weitergehen?

Vom Antragsteller kann der Antrag jederzeit zurückgenommen werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Gericht über den Antrag entschieden hat. Hierzu benötigt der Präsident satzungsgemäß eine zweite Unterschrift aus dem Bereich des geschäftsführenden Vorstandes. Den Gerüchten nach soll Jari Pasanen kommissarisch für diesen Notvorstand zur Verfügung stehen. Soweit die Sichtweise des Herrn Herden.
Meine Sichtweise sieht etwas anders aus. Man muss wissen, daß ein „Notvorstand“ zunächst vom Amtsgericht bestellt wird, wobei der Verein durchaus ein Vorschlagsrecht hat. Die Frage stellt sich allerdings, ob das Amtsgericht nach Einsetzung eines vorläufigen Insolvenzverwalters einem „Notvorstand“ zustimmt, zumal das gleiche Gericht vom „Zustand“ der Mücken weiß.

Gleichzeitig kann ich mir vorstellen, daß die schon zu erschwerten Bedingungen veranlasste Verfügung des Amtsgerichtes bezüglich Einsetzung eines vorläufigen Insolvenzverwalters nicht so mir nichts dir nichts aus der Welt geschafft werden kann. Die Verfügung dient neben dem Schutz des Antragstellers auch dem Schutz der Gläubiger. Insofern kann ich mir ebenfalls vorstellen, daß zur Entscheidung der Herr des derzeitigen Verfahrens, Herr Dr. Christoph Niering, nicht nur gehört wird.

Dummes Zeug ist es übrigens, wenn Joachim Herden behauptet, daß er in Absprache mit dem „Sachverständigen“ dafür gesorgt hat, daß der Antrag zur Zeit auf Eis liegt. Er liegt nicht auf Eis, er befindet sich in der Prüfungsphase, nicht mehr und nicht weniger. Übrigens bin ich auch der Meinung, daß Jari Pasanen als „Notvorstand“ bedeuten würde, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.
Stand ist zur Zeit folgende Verfügung des Amtsgerichtes Essen:

Amtsgericht Essen, Aktenzeichen: 162 IN 46/11 
In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen des im Register des Amtsgerichts Essen unter VR 3431 eingetragenen Eissportclub "MOSKITOS" Essen e.V., Curtiusstraße 2, 45143 Essen, gesetzlich vertreten durch den Vorstand Uwe Stock, Helgolandring 66, 45149 Essen, Joachim Herden, Zum Eisenhammer 5 a, 46049 Oberhausen und Ulrich Kopetzki, Emmastraße 66, 45130 Essen ist am 14.02.2011, um 11:45 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Dr. Christoph Niering, Zweigertstr. 53, 45130 Essen bestellt.

Verfügungen des Schuldners über Gegenstände seines Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).
Den Schuldnern des Schuldners (Drittschuldnern) wird verboten, an den Schuldner zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen des Schuldners einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen den Schuldner werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO). 
162 IN 46/11
Amtsgericht Essen, 14.02.2011

Das bedeutet, daß der vorläufige Insolvenzverwalter zunächst prüft, ob das Insolvenzverfahren überhaupt eröffnet oder aber mangels Masse abgelehnt wird. Wird Verfahren abgelehnt, dann ist der ESC Moskitos Essen Geschichte. Sämtliche künftige Zahlungen sind nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu richten. Das hat den Grund, daß keine Gläubigerbevorzugung erfolgt. Sämtliche Zahlungen fließen also zunächst der Masse zu. Falls es Joachim Herden gelingt, rechtzeitig den Antrag zurückzunehmen, dann bedarf es trotzdem einiger Mittel, damit es weitergehen kann. Ich für meinen Teil bezweifle die Beschaffung, würde mich aber freuen, wenn ich positiv überrascht werde.

Was sagen hierzu die Durchführungsbestimmungen.

1.6.3 Clubs, über deren Vermögen während der laufenden Saison oder vor Beginn der kommenden Saison das Insolvenzverfahren eröffnet wird, scheiden mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens (maßgebend ist der Tag des Amtsgerichtsbeschlusses) aus dem laufenden Spielbetrieb aus und können sich für die kommende Saison nur für einen Spielbetrieb unterhalb der Oberliga des für sie zuständigen LEV bewerben. Den Clubs, bei denen durch das sofortige Ausscheiden Spiele entfallen, ist Schadensersatz zu leisten.

1.6.4 Clubs, die während der laufenden Saison einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen oder für die von einem Gläubiger ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt wird, können an den Spielen der Endrunde und der Aufstiegs-Play-Offs zur 2. Bundesliga nicht teilnehmen, sofern der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht vor Beendigung der jeweiligen aktuell gespielten Runde zurückgenommen wird und/oder das Insolvenzverfahren nicht fortgeführt wird, d.h. Erledigung ohne Eröffnungsbeschluss bzw. Nichteröffnungsbeschluss findet. Solche Clubs werden nach Abschluss der jeweiligen Runde auf den letzten Tabellenplatz gesetzt bzw. stehen als Verlierer/Ausscheider der jeweiligen Runde fest und den Clubs, bei denen durch das Ausscheiden Spiele entfallen, ist Schadensersatz zu leisten. Eine sportliche Qualifikation für die Oberliga, an deren Spielbetrieb teilgenommen wurde, besteht nicht mehr, d.h. diese Clubs können sich für die kommende Saison nur für einen Spielbetrieb unterhalb der Oberliga des für sie zuständigen LEV bewerben.

Zur Zeit greift zunächst Ziffer 1.6.4. Bedeutung: Keine Playoff-Runde und für die nächste Saison maximal Bewerbung in die Regionalliga West. Wird das Insolvenzverfahren eröffnet, dann greift Ziffer 1.6.3. Bedeutung: Sofortiges Saisonaus und zur nächsten Saison maximal Bewerbung in die Regionalliga West. Wird das Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt, dann haben sich die Stechmücken erledigt. Damit der ESC Moskitos Essen in die Playoff-Runde einziehen und nächstes Jahr auch mindestens Oberliga spielen kann, benötigt Joachim Herden mehr als nur ganz viel Geld, um den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens aus der Welt zu schaffen. Wollen wir das Beste hoffen, denn für jeden Eishockey-Standort ist es schade.

Anmerkung 1
Es kommt immer mal wieder vor, daß Trainer in ihren Bewerbungen sich damit brüsten, daß sie sich durch eigene Sponsoren selbst finanzieren und unter Umständen noch Geld für die Mannschaft besorgen. Sieht man aufgrund dieser Tatsache in den Spiegel und erkennt dabei die Dollarzeichen in seinen Augen, dann sollte man keinesfalls in Panek verfallen. Augen auswaschen für bessere Sicht ist angebrachter.
Anmerkung 2
Diejenigen, die einen Zuschauerschwund „an den ach so langweiligen Spielen gegen Unna und Neuss etc. festmachen“ sei gesagt, daß Spiele durchaus interessanter sind, wenn nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Würden die Moskitos mit einem ihrem Budget angemessenen Kader antreten, dann hätte es sicherlich mehr interessante Spiele gegeben, und das nicht nur am Westbahnhof. Dessen bin ich mir ziemlich sicher.

Unser Kolumnist Jürgen Windeck freut sich über spannende Diskussionen im Forum: Link




 
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