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Schweinfurt: Durchhänger wieder wettgemacht
Schweinfurt            Mighty DogsBayernliga. Ein großer Knaller war es nicht, das letzte Vorrundenspiel, in dem die Dogs es zeitweise gar zu lässig angehen lassen wollten und erst im letzten Drittel noch mal den Hebel umlegten - wohl auch, weil es um nicht viel mehr ging. Lohn der Mühe waren drei Punkte, die zuletzt dann doch wichtig waren:
Durch die Sonthofener Niederlage in Miesbach ergab sich aus nordbayerischer Sicht eine Traumgruppe für die Zwischenrunde. So wohl Bayreuth wie Weiden sind darin vertreten - der momentan dritte Gegner Peißenberg hat aber ein Nachholspiel gegen Höchstadt offen und könnte bei Erfolg mit den Bulls die Plätze tauschen.

In der Besetzung des Freitags lieferten sich die Dogs mit den ohne Musial und Jäske angetretenen Blue Devils zunächst eine flotte Partie, bei der weitgehend auf intensives körperliches Spiel verzichtet wurde. Man ließ den Puck laufen, was den Schweinfurtern zeitweise auch gut gelang. Trotz etlicher Konzentrationsmängel in der Abwehrarbeit verzeichneten sie bald ein eindeutiges Chancenplus. Weidens hervorragend eingestelltem Goalie Hamberger war es zu verdanken, daß es lange beim 0:0 blieb. Dann schlug der erste Sturm zu, erst mit Jens Feuerfeil, dann durch David Nemirovsky, der heute oft nur andeutete, welche Klasse er besitzt.

So geht es automatisch weiter, dachte man wohl auch nach der Pause, und die Partie plätscherte so dahin. Einlullen ließen sich dadurch aber hauptsächlich die Dogs, die nur noch auf Schönspielerei bedacht schienen und damit ihre Gegner stark machten. Nach dem Anschlußtreffer kniete sich Weiden mehr hinein und drängte auf den Ausgleich. Weil darum richtiggehend gebettelt wurde, fiel er als logische Konsequenz auch. Hatte man auf ERV- Seite gedacht, das Spiel bereits sicher zu haben, sah man sich grob getäuscht und es Varian Kirst zu danken, daß die Devils nicht noch in Führung gingen.

Aber die Dogs hatten einiges zuzulegen und bewiesen es im letzten Drittel, bemerkenswerter Weise nicht durch erzwungene oder "dreckige" Tore, sondern weiterhin wunderbar herausgespielte. Ausnahme vielleicht Marcel Juhasz` 4:2, als er eine Lücke zum Sololauf nutzte und in bester Penalty-Manier abschloß. Das war es dann auch schon. In den letzten 10 Minuten waren die Hausherren wirklich die klaren Herren im Haus, auch weil von Weiden nun so gut wie gar nichts mehr kam. So konnte das letzte Tor beinahe ohne jede Gegenwehr herauskombiniert werden, eines der schönsten an diesem Abend.

Tore:
17. 1:0 Feuerfeil (Nemirovsky D., Nemirovsky M.) PP1
20. 2:0 Nemirovsky D. (Nemirovsky M., Feuerfeil)
32. 2:1 Waldowsky (Schönberger) SH1
40. 2:2 Waldowsky (Kritzenberger, Schreier) PP1
45. 3:2 Feuerfeil (Nemirovsky M., Eckmair) PP1
49. 4:2 Juhasz (Dunlop, Funk) PP1
60. 5:2 Eckmair (Juhasz)

Strafminuten: Schweinfurt 6; Weiden 14

Zuschauer: 1400

eishockey.net / PM Schweinfurt




 
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