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Schweinfurt besiegt sich selbst.
Schweinfurt            Mighty DogsBayernliga. Sicher in der Aufstiegsrunde - das ist trotz der Niederlage die wichtigste Nachricht dieses Spieltages. Gegen keineswegs überragende Sonthofener schafften es die Mighty Dogs diesmal nicht, ihre Ausfälle zu kompensieren und den Kraftakt von Miesbach zu wiederholen. Besonders die Abwehr war wieder mal geschwächt, denn schon Mark Dunlop ging angeschlagen in die Partie, außerdem fehlten Pascal Schäfer, Markus Koch, Martin Dürr und Jens Feuerfeil. Nicht verwunderlich, daß es da öfter an Ordnung mangelte; auch nicht verwunderlich, daß die Dogs nach ihren Leistungen der letzten Wochen nun einmal einiges an der Konzentration und dem Biss vermissen ließen, was sie zuletzt so stark gemacht hatte. So wollte im ersten Drittel kein Tor gelingen, weil die Bulls besser standen und in Zellhuber einen durchwegs sicheren Rückhalt besaßen. Das 0:1 wurde ihnen praktisch zum Geschenk gemacht, als die Schweinfurter in der eigenen Zone den Puck vertändelt hatten. Dafür zogen sie ein gutes Unterzahlspiel auf, denn gleich zweimal schafften es die Gäste nicht, mit zwei Mann mehr auf dem Eis zu treffen.

Nach der Pause mußte auch der ERC auf einen seiner Akteure verzichten - Marc Sill war vom Schlagschuß eines eigenen Mitspielers am Kopf getroffen worden und verfolgte das weitere Geschehen nur noch von der Bank aus. Das konnte er ziemlich beruhigt tun, weil sein Team erfolgreich blieb. Nach Grimms Powerplaytor schafften es die Dogs zwar auch endlich in Überzahl, dann aber bekamen die Bulls erst erneut die Scheibe vom Gegner serviert, dann ließ sich der heute nicht fehlerfreie Varian Kirst mit einem Schuss ins kurze Eck übertölpeln. Dieses 1:4 setzte allerdings zunächst eine Art Trotzreaktion der Gastgeber in Gang, in deren Aufbauspiel bis dahin vieles geknirscht hatte: Ein herrlicher Spielzug über Marcel Juhasz und Dennis Martindale setzte schnell und direkt Sonthofen matt. In den Minuten bis zur zweiten Pause zeigten die Dogs nun viel Zug nach vorn und waren dem Anschlußtreffer nahe.

Auch im letzten Durchgang rückten sie nochmal aufs Tempo, liefen dem Rückstand aber gegen eine starke Abwehrarbeit der Bulls nur hinterher; die Unordnung in den eigenen Reihen wurde durch einen Konter zum 2:5 noch mal gnadenlos aufgedeckt. "Der Kräfteverschleiß der letzten Wochen war sehr hoch", erklärte Steffen Reiser anschließend. Der Schweinfurter Trainer begründete die Niederlage mit Mängeln in der Konzentration und Chancenverwertung, lobte allerdings die Gesamtleistung der Rückrunde: "Wir wollen trotz Erreichen der Aufstiegsrunde weiter punkten".

Tore:
06. 0:1 Stöhr (Sill)
25. 0:2 Grimm (Stöhr) PP1
28. 1:2 Trolda (Dunlop, Funk) PP1
30. 1:3 Friedl (Dixon) PP1
24. 1:4 Stöhr (Endras)
38. 2:4 Martindale (Juhasz, Funk)
54. 2:5 Cech (Tarrach)

Strafminuten:
Schweinfurt 14
Sonthofen 16

eishockey.net / PM Schweinfurt




 
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