| Schweinfurt: Am Ende noch durchgesetzt |
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Wie wäre es mit der beeindruckenden Einstellung am heutigen Abend der Mighty Dogs wohl ausgegangen, könnten sie bloß die dumme Angewohnheit ablegen, zu oft frühe, unnötige Tore zu kassieren. Diesmal war es nach 48 Sekunden soweit, als Timo Borrmann Abwehr und Goalie übertölpelte. Nicht genug damit - nur etwas später verwertete Rudi Lorenz aus dem Hinterhalt einen Abpraller zum 0:2. Das ließ die Stimmung im Icedome schwer sinken; die Schmährufe der Schweinfurter Fans richteten sich allerdings bald hauptsächlich gegen die Schiedsrichter, die mit ihren Entscheidungen einiges zur jetzt giftigen Atmosphäre auf dem Eis beitrugen. Unterdessen entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem es durch Mikhail Nemirovskys Powerplay-Treffer wieder spannend wurde. Überhaupt stürmten die Dogs mit mehr Zug zum Tor als zuletzt, und nur der letzte Pass kam meist nicht genau genug. Die guten Ansätze setzten sich auch nach der Pause fort. Der ERV war einige Male dem Ausgleich nahe, da platzte das dritte Erdinger Tor - mit 2 Mann mehr auf dem Eis - dazwischen. Das wirkte zunächst, denn minutenlang taten sich die Dogs sehr schwer, gegen das Erdinger Forechecking nach vorne zu kommen. Ein klasse Konter über Alex Funk sorgte für die Befreiung und gleichzeitig den Anschlußtreffer. Mit viel Power ging es in das letzte Drittel, nach vorn gepeitscht vom gesamten Icedome, der die Leistung seiner Mannschaft voll honorierte. Das unermüdliche Anrennen endete meist in der Fanghand oder an den Schonern von TSV-Keeper Manuel Neubauer, der beim Fehlen von Viona Harrer keinen Back-Up auf der Bank hatte. Dann endlich der herbeigesehnte Ausgleich durch Michele Amrhein, und jetzt herrschte trotz sehr mäßigen Besuchs ein Hexenkessel auf den Rängen. Das Spiel tat nichts, um die Stimmung zu beruhigen oder die Spannung zu mindern, denn es ging hin und her: Die Dogs versuchten alles, um jetzt auch noch das Siegtor zu machen, ließen den Gladiators damit aber viel Raum. Varian Kirst hielt drei, vier Mal glänzend und hielt das Remis. In den letzten Minuten spielte sich fast alles nur noch in der neutralen Zone ab, keiner wollte nun zu offensiv agieren und einen Fehler machen. So ging es ins Penaltyschießen. Verdient hatten sich die Gäste mit ihrer Abwehrstärke und reiferen taktischen Spielanlage den einen Zähler zu diesem Zeitpunkt sicher, aber die Schweinfurter, die sich läuferisch und kämpferisch phantastisch in die Partie hineingesteigert hatten, wollten unbedingt den Sieg. Das war schon klar an der Körpersprache bei den Penalties zu erkennen: Marcel Juhasz und Dennis Martindale trafen, Varian Kirst hielt bravourös zweimal. Das war´s, und die stehenden Ovationen rundum waren Ausdruck der Dankbarkeit für dieses entschlossene Gesicht der Mighty Dogs. Tore: Penalties: Juhasz, Martindale Strafminuten: Zuschauer: 667 eishockey.net / PM Schweinfurt
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