| Wölfe verlieren nach Overtime gegen Niesky |
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Trotz des Gegentreffers blieben die Tornados weiter das präsentere Team, scheiterten aber mit ihren Möglichkeiten immer wieder an Wölfe-Goalie Tim Schnelle. In die Drangphase der Gäste hinein, fiel der bis dahin etwas glückliche 2:1-Führungstreffer für die Wölfe durch Dustin Hered (17.), welcher einen Konter über André Lenk und Thorsten Fischer erfolgreich abschloss. Mit Beginn des zweiten Drittels nahmen dann aber die Hausherren das Heft in die Hand und kamen zu vielen guten Torchancen. Es war nur eine Frage der Zeit, wann der nächste Treffer für die Wölfe fallen würde und in der 22. Minute war es dann auch soweit. Pavel Weiss erhöhte nach schöner Vorarbeit von Daniel Jun unbedrängt auf 3:1. Doch die Freude über diesen Treffer hielt leider nicht lange an. Gut eine Minute später bescherte ein leichtfertiger Scheibenverlust des EHV 09 in der neutralen Zone den Gästen eine Breakchance, welche Daniel Wahne zum 3:2 (24.) nutzte. Durch diesen unnötigen Gegentreffer verloren die Wölfe kurzzeitig etwas ihre Konzentration und mußten zudem für den Rest des Spiels ohne Verteidiger Pavel Weiss auskommen, welcher sich gegen Nieskys Eric Neumann zu einem Stockstich hinreißen ließ und dafür mit einer Fünf-Plus- Spieldauerstrafe bedacht wurde. Eine bis dahin sehr faire Partie wurde fortan von beiden Seiten viel intensiver geführt, in Folge dessen auch der Hauptschiedsrichter mehr und mehr in den Mittelpunkt rückten sollte. Zunächst schien sich dies allerdings noch nicht auf das Spielgeschehen auszuwirken, denn in der 28. Minute stellten die Wölfe den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her und gingen durch Daniel Jun in Überzahl mit 4:2 in Führung. Der EHV 09 war nun deutlich am Drücker und hatte in der Folge mehrere gute Möglichkeiten, um den Vorsprung auszubauen. Die mangelnde Chancenverwertung und erneut leichtfertige Scheibenverluste an der Mittellinie sollten sich rächen, denn mit einem Doppelschlag innerhalb von 21 Sekunden durch Vitezslav Jankovych (35.) und Andreas Brill (36.) stellten die Tornados das Spiel auf den Kopf und kamen zum schmeichelhaften 4:4-Ausgleich. Im Schlussdrittel legten beide Mannschaften ihr Augenmerk vermehrt auf die Abwehrarbeit. Die besseren Chancen hatten wieder die Wölfe, vermochten es aber erneut nicht, ELV-Keeper Wolfermann zu überwinden. Mit zunehmender Spielzeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in welcher auch die Zweikämpfe nickliger geführt wurden. Nachdem der Hauptschiedsrichter lange Zeit nicht ins Geschehen eingegriffen hatte, bestrafte er zum Unmut der Hausherren regelmäßig einzelne Aktionen zugunsten der Tornados. Gut drei Minuten vor Schluss nahm er eine Flugeinlage eines Nieskyer Stürmers zu Anlass, um Thorsten Fischer für zwei Minuten auf die Strafbank zu schicken, obwohl dieser seinen Gegenspieler kaum berührte. Doch die Wölfe überstanden diese heikle Phase schadlos und hatten über zwei Konter sogar selbst die Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Die nächste strittige Entscheidung des Unparteiischen folgte 42 Sekunden vor Ultimo. Die Wölfe setzten sich im Drittel der Tornados fest und kamen von der blauen Linie zum Torschuss, welcher abgefälscht den Weg ins Nieskyer Tor fand. Unter dem großen Jubel im Wolfsbau ging dabei aber unter, dass dem Treffer die Anerkennung wegen hohen Stocks verweigert wurde. Spätestens jetzt fühlten sich die Wölfe klar benachteiligt, da wieder einmal eine Entscheidung gegen sie getroffen wurde. Mit viel Aufregung und dem 4:4- Unentschieden endete dann die reguläre Spielzeit, wonach die fünfminütige Verlängerung über Sieg und Niederlage entscheiden sollte. Auch in der Overtime haderten die Wölfe wieder mit dem gestreiften Mann. Nachdem ein Foul an Miroslav Jenka unverständlicherweise nicht geahndet wurde, gab es kurz darauf erneut eine Strafe gegen den EHV 09, welche schwerwiegende Folgen haben sollte. Fast gelang es den Wölfen wieder, auch diese Unterzahl zu überstehen, doch sechs Sekunden vor Ablauf der Strafe gelang den Gästen aus der Lausitz durch Mojmir Musil der Treffer zum 5:4 (64.) und damit der glückliche Zusatzpunkt, welcher überhaupt erst zustande kam, weil die Tornados bei allen strittigen Entscheidungen den Schiedsrichter auf ihrer Seite hatten. Die Wölfe müssen sich trotz allem den Vorwurf gefallen lassen, dass man es wiederholt nicht geschafft hat, einen eigentlich sicheren Vorsprung zu behaupten und die vielen vorhandenen Torchancen nicht genutzt zu haben, weshalb man den möglichen Sieg aus der Hand gab. Statistik: Tore: 0:1 Jankovych (Jandik, Becher) 03:13 Strafen: EHV 19 + 20 (Spieldauer Weiss) ELV 10 Zuschauer: 410 eishockey.net / PM Schönheider Wölfe Nützliche Links zur Oberliga-Ost 2010/11
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