| Chemnitz: Ein Fluch namens Strahlmeier |
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War bis letzter Saison die imaginäre Wechselzone vor der Bande an den Spielerbänken noch 3 Meter, so wurde dieser Fakt zu Saisonbeginn auf 1,5 Meter reduziert. Also nicht gerade einfach hier immer genau zu entscheiden. Somit waren also die Wild Boys in Unterzahl und Jonsdorf brauchte ganze zehn Sekunden um durch den Doppellizenzspieler der Füchse, Milan Buda, mit 1:0 in Führung zu gehen. Doch die Wild Boys schienen wenig beeindruckt und wollten den schnellen Ausgleich. Allerdings schoss man den Jonsdorfer Goalie Strahlmeier so langsam warm. Es folgte die erste Strafe der Gäste, doch die Wild Boys hatten Mühe die Powerplayaufstellung zu finden. Erst als ein weiterer Falke auf die Strafbank musste, konnte man sich im Drittel der Jonsdorfer festsetzten. Die Wild Boys konnten die 35 Sekunden doppelte Überzahl zwar nicht nutzen, machten es aber bei 5 gegen 4 besser und glichen durch das erste Punktspieltor von Michael Frank zum 1:1 aus. Kurz vor der Pause kamen die Jonsdorfer noch einmal in Überzahl und brachten die Chemnitzer ordentlich in Bedrängnis, ohne jedoch dabei einen Torerfolg erzielen zu können. Somit ging es mit 1:1 in die Kabine. Nach der Pause drückten die Wild Boys auf die Führung und konnten die Falken in ihrem Drittel einschnüren. Doch ein ums andere Mal war bei Strahlmeier Endstation. Selbst eine Überzahl blieb ungenutzt. Einen weitere Strafe der Wild Boys sorgte für die erneute Gästeführung durch Mario Hähnel. Nun war es ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Dabei hatten die Chemnitzer auch noch Pech, als ein abgefälschter Schuss auf der Latte des Jonsdorfer Kastens tanzte aber eben nicht ins Tor fiel. Also ging es mit einem knappen Rückstand in die zweite Pause. Im Schlussdrittel wollten die Chemnitzer mit aller Macht das 2:2, aber immer wieder stand Ihnen Strahlmeier im Wege. Wobei man aber sagen muss, dass bei einigen Schüssen die nötige Präzision fehlte und der Falkengoalie wenig Mühe hatte diese dann souverän zu halten. Während die Chemnitzer weiter anrannten, verlegten sich die Jonsdorfer auf Konter und waren erfolgreich. In nicht mal drei Minuten konnten sie durch Buda und Klante zwei dieser Konter zum 3:1 und 4:1 abgeschlossen werden und das Spiel schien entschieden. Doch nun kam plötzlich Härte ins Spiel. Zunächst wurde Björn Schenkel mit dem Schläger im Gesicht getroffen, was aber ungeahndet blieb. Nur wenig später mussten binnen 20 Sekunden zwei Jonsdorfer in die Kühlbox und die Chemnitzer witterten ihre letzte Chance. Knapp eine Minute war gespielt da traf Esa Hofverberg zum 2:4 und weiter ging es in Überzahl. Nur 16 Sekunden später war wiederum Esa Hofverberg zur Stelle und es stand nur noch 3:4. Jetzt waren die Wild Boys hellwach und wollten das Spiel noch drehen. Doch eine weitere ungeahndete Tätlichkeit von Buda, welche von Allen gesehen wurde, blieb ungeahndet und verwährte den Chemnitzern eine erneute Überzahl. Dabei durfte der Jonsdorfer sich beim Schiedsrichter bedanken, dass das Spiel für ihn nicht frühzeitig beendet war. In der Schlussphase riskierten die Chemnitzer alles und spielten die letzten 100 Sekunden ohne Torhüter und fast wäre der Ausgleich gelungen. Aber eben nur fast und so gewannen die Falken dank ihres Goalies und ihrer Effektivität mit 4:3. Warum die Wild Boys dieses Spiel verloren haben zeigt ein Blick auf die Schussstatistik, welche bei 40:20 für die Wild Boys liegt. Am Ende des Spiels wurde der Jonsdorfer Goalie Strahlmeier und der Chemnitzer Verteidiger Jörg Pohling zum Spieler des Tages gewählt. Nun heißt es morgen bei den Erfurt Black Dragons verlorene Punkte zurück zu holen. Dabei steht die Partie unter dem Motto: Das Duell der Enttäuschten. Denn nicht nur die Chemnitzer haben ihr Freitagspiel verloren, sondern auch Erfurt musste sich in Leipzig überraschend mit 1:2 geschlagen geben. eishockey.net / PM Chemnitz Nützliche Links zur Oberliga-Ost 2010/11
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