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Oberliga OL-Ost EHV Schönheide Wölfe holen Punkt gegen Preussen und Schiri

Wölfe holen Punkt gegen Preussen und Schiri
schoenheide_75x75Oberliga-Ost.. Die Voraussetzungen vor dem Auswärtsspiel des EHV Schönheide 09 am Freitagabend bei den Preussen Juniors Berlin waren wieder einmal nicht die besten. Aufgrund von mehreren Ausfällen konnten die Wölfe in der Hauptstadt nur mit zwei Reihen antreten, hingegen die Hausherren mit insgesamt 21 Spielern in Bestbesetzung auflaufen konnten. Den Unterschied über Sieg und Niederlage machte aber nicht die zahlenmäßige Übermacht der Preussen, sondern ein einseitig pfeifender Hauptschiedsrichter Linnek, welcher großzügig reihenweise Fouls an Wölfespieler übersah und so entscheidend dazu beitrug, dass der EHV 09 bei der 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:1)- Niederlage nach Verlängerung nur einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte.

Bereits nach zwei Minuten und mit dem 1:0 durch Daniel Jun war klar, dass die dezimierten Wölfe nicht nach Berlin gereist waren, um kampflos die Punkte an die Preussen zu überlassen. Berlin brauchte danach schon erstmals die Hilfe des Schiedsrichters, um nach fragwürdigen Strafen gegen die Wölfe in doppelter Überzahl durch Jochen Molling zum 1:1 (11.) auszugleichen. Zwar hatten die Preussen im ersten Drittel optische Feldvorteile, doch viel Konstruktives gelang den mit Ex-DEL-Profi Stefan Mann verstärkten Hauptstädtern nicht, auch wenn Philip Reuter in der 17. Spielminute der 2:1- Führungstreffer gelang.

Zwischen der 28. und 31. Minute kassierte der EHV 09 in einem eigentlich fairen Spiel erneut drei merkwürdige Strafzeiten am Stück, wovon die Preussen aber zum Glück nur eine nutzten und durch Max Janke (29.) auf 3:1 erhöhten. Die Wölfe merkten schnell, dass es eigene Überzahlspiele an diesem Abend in Berlin nicht oft geben wird und so nutzten sie auch in der 35. Minute die Chance, um durch Daniel Jun in einem von insgesamt nur zwei Powerplays auf 3:2 zu verkürzen. Beispiele für die einseitige Regelauslegung des Schiedsrichters gab es im zweiten Abschnitt genügend. Martin Vojcak wurde bei einer 1:1- Situation von den Beinen geholt, doch auf eine Strafe oder einen regelkonformen Penalty warteten die Wölfe vergeblich. Danny Reimann wurde kurz darauf gleich von zwei Berliner Spielern in die Mangel genommen, Strafe gegen die Preussen erneut Fehlanzeige. Auch bei einem Stockcheck in den Rücken von Matthias Krehl vor dem Berliner Tor blieb die Pfeife des Herrn Linnek stumm.

Nächstes Beispiel gefällig... Gleich zu Beginn des Schlussdrittels liegt Daniel Jun verletzt vor dem Tor der Preussen Juniors. Der Stockcheck eines Berliner Verteidigers in den Rücken des EHV-Spielertrainers wurde erneut großzügig übersehen. Doch die Wölfe ließen sich zunächst durch die offensichtlichen Benachteiligungen nicht aus der Ruhe bringen und arbeiteten weiter konzentriert am Ausgleich. Dieser gelang dann auch in der 55. Spielminute, als Miroslav Jenka einen schönen Angriff über Matthias Krehl zum 3:3 abschloss. Drei Sekunden vor der anstehenden Verlängerung hatte dann Herr Linnek seinen größten Auftritt an diesem Abend, als er den Wölfekapitän Miroslav Jenka zu dessen Erstaunen mit einer Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe wegen Reklamierens in die Kabine schickte. Es war auch auf Nachfrage nicht herauszubekommen, wann und bei welcher Situation der Wölfespieler strafwürdig reklamiert haben soll und so mußte der EHV 09 in der Verlängerung ohne ihn auskommen. Nach 44 Sekunden war die Overtime dann auch schnell Geschichte, denn Preussen-Kapitän Kay Hurbanek traf mit präzisem Schuss in den linken Winkel und sicherte seinem Team mit dem Tor zum 4:3 den glücklichen Zusatzpunkt.

Für Miroslav Jenka war die Partie aber noch nicht ganz beendet. Im Kabinengang wollte er mit Herrn Linnek die merkwürdige Strafe noch einmal diskutieren und lieferte sich mit ihm ein lautes Wortgefecht, welches der Schiedsrichter zum Anlass nahm, dem Wölfekapitän eine zweite Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe und damit eine automatische Spieldauerstrafe auszusprechen, wonach der Topscorer des EHV 09 am Sonntag beim Heimspiel gegen FASS Berlin gesperrt ist.

Als Fazit nach diesem Spiel bleibt anzumerken, dass es in der gesamten Liga nicht zum ersten Mal in dieser Saison vorgekommen ist, dass offensichtliche Fehlentscheidungen der Schiedsrichter ein Spiel entschieden haben. Der faire sportliche Vergleich, für welchen alle Teams unter der Woche hart arbeiten und trainieren, bleibt dabei leider viel zu oft auf der Strecke, da die Vereine in solchen Situationen auch selbst sehr wenig Handlungsspielraum haben, gegen ungerechte Entscheidungen vorzugehen.

Statistik:

Tore:

0:1 Jun (Jenka) 02:00
1:1 Molling (Karen, Verelst) 10:25 5-3
2:1 Reuter (Karen, Verelst) 16:11
3:1 Janke (Mann, Hurbanek) 28:44 5-4
3:2 Jun (Vojcak) 35:45 5-4
3:3 Jenka (Krehl) 54:38
4:3 Hurbanek 60:44 GWS

Strafen: ECC 4 EHV 12 + 10 + 20 (Spieldauer Jenka)

Zuschauer: 151

eishockey.net / PM Schönheider Wölfe




 
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