| Mighty Dogs machen es unnötig spannend |
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Wieder kein guter Start - in den ersten 5 Minuten hätte man als Unkundiger mit Sicherheit falsch getippt, wer hier die Heimmannschaft war. Die Indians setzten sich regelrecht fest in der Schweinfurter Zone, bis praktisch die erste Chance der Dogs überhaupt zum 1:0 führte. In der Szene vorher hatte sich Martin Dürr verletzt und fuhr in die Kabine, kehrte im letzten Drittel jedoch auf das Eis zurück. Jetzt lief das Spiel des ERV gut und ließ sich auch durch den zwischenzeitlichen Ausgleich, einem von Newhook abgeschlossenen Konter, nicht stören.
Nach Stephan Troldas vermeidbarem Treffer wechselte Memmingen Dominik Wagner im Kasten gegen den dann zu großer Form auflaufenden Simon Schreiber. Nach Dürr erwischte es nun auch Simon Knaup am Kopf, was die Empörung auf den Rängen und auf dem Eis steigerte - als anschließend zwei der Gästespieler die Strafbank drückten, fiel das dritte Schweinfurter Tor, dem bis zur Pause den jetzt herausgespielten Möglichkeiten nach weitere hätten folgen müssen.
Ein Rückschlag zu Beginn des zweiten Durchgangs hinderte die Dogs nicht, weiter die Rolle der dominierenden Mannschaft zu spielen. Auch den Paradesturm der Gäste hatte man weitgehend unter Kontrolle. Nachgelegt wurde leider nicht; Gelegenheiten dafür gab es genug, auch wiederholt im Powerplay. Statt dessen machte man mit dem Auslassen den Gegner stark, denn den Indians gelang noch der Ausgleich. Allerdings war das ein Treffer, über den lange diskutiert wurde: Varian Kirst und seine Vorderleute machten vergeblich geltend, daß die Scheibe von der Bande ans Außennetz und dort durch ein Loch ins Tor gerutscht war. Mit einem Kabelbinder verschloss einer der Linesmen die reklamierte Stelle dann behelfsmäßig.
Nach der zweiten Pause schlug Beppi Eckmair per sattem Schuss zu - ein Tor, das der gesamte Icedome geradezu als Erlösung empfand, denn allzu lange war man nicht am Memminger Schlussmann vorbeigekommen. Jetzt ging es recht flott von einer zur anderen Seite, wobei die Dogs noch einen Pfostenknaller verzeichneten. Nach einem Check blieb nun Andi Kleider auf dem Eis liegen, wurde später mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch oder eine schwerere Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht. Das Spiel lebte indessen von der Spannung dieses einen Tores Vorsprung. Die Indians versuchten am Ende, sich noch mal ins Zeug zu legen, kassierten jedoch gerade jetzt Strafzeiten. Natürlich wurde ihr Goalie trotzdem aus dem Kasten genommen, was fast bestraft worden wäre: Erst zielte Nemirovsky vorbei, und fast zugleich mit der Schlußsirene verfehlte die Scheibe ein weiteres Mal das leere Gehäuse.
Strafminuten:
Schweinfurt 8
Memmingen 22 + 10 Schmelcher + 10 Jorde
Zuschauer: 1004
eishockey.net / PM Schweinfurt
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